- Kuba setzt wegen US-Sanktionen ab dem 6. Juni Transaktionen mit den Kreditkarten von Visa und Mastercard aus.
- Eine ausländische Bank, die bisher die Zahlungen abgewickelt habe, habe ihre Geschäftstätigkeit eingeschränkt, teilt die Zentralbank des Karibikstaates mit.
- Hintergrund sei ein am 1. Mai erlassenes Dekret der US-Regierung, das die Sanktionen für den Handel mit Kuba massiv ausweite.
«Infolge dieser Entscheidung ist Kuba nicht in der Lage, Einnahmen aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen über international anerkannte Karten wie Visa und Mastercard zu erzielen», erklärt die Notenbank.
Trump strebt Machtwechsel in Kuba an
Das US-Dekret hat in den vergangenen Wochen zu einem Exodus ausländischer Unternehmen aus Kuba geführt. Darunter sind Hotelketten, Fluggesellschaften und Reedereien, die auf Distanz zu den sanktionierten kubanischen Institutionen gehen wollen. Wegen ausfallenden Treibstofflieferungen hat der kubanische Energieminister Mitte Mai verkündet, das nationale Stromnetz befinde sich in einem kritischen Zustand.
US-Präsident Donald Trump strebt einen Machtwechsel in dem seit 1959 kommunistisch regierten Land an. US-Aussenminister Marco Rubio hatte im Mai erklärt, die USA würden alles Notwendige tun, um ihre nationale Sicherheit zu gewährleisten. Die Beziehungen der beiden langjährigen Rivalen erreichten zuletzt einen neuen Tiefpunkt, als die USA Anklage wegen Mordes gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro erhoben.