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International Iran möchte Beziehungen zu den USA verbessern

Nette Geste oder politisches Kalkül? Am Rande des WEF brachte Irans Präsident eine Wiedereröffnung der US-Botschaft in Teheran ins Gespräch. Das wäre ein Meilenstein in den belasteten Beziehungen beider Länder. Und auch sonst war Rohanis Rhetorik geprägt von freundlichen Zwischentönen.

Legende: Video Rohani schlägt versöhnliche Töne an abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
Aus 10vor10 vom 23.01.2014.

Der Iran möchte nach den Worten seines Präsidenten Hassan Rohani die Beziehungen zu den USA deutlich verbessern. Als ein Signal der Entspannung sei auch die Wiedereröffnung der US-Botschaft in Teheran nach mehr als 30 Jahren nicht ausgeschlossen, erklärte Rohani in einem Interview des Westschweizer Fernsehens RTS.

Keine Feindschaft dauere ewig, sagte der Präsident am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Hier wird er eine Rede zur Rolle des Irans in der Welt halten.

«Feindseligkeit in Freundschaft umwandeln»

Die USA hatten ihre diplomatischen Beziehungen zum Iran nach dem Angriff auf ihre Botschaft in Teheran 1979 abgebrochen. Rohani räumte in dem Interview ein, dass die Differenzen zwischen Teheran und Washington immer noch gross seien. Man müsse danach streben, Feindseligkeiten in Freundschaft umzuwandeln.

Legende: Video Das vollständige Rohani-Interview (frz.) abspielen. Laufzeit 04:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.01.2014.

Rohani will Investoren ermutigen

Der Iran nimmt zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren wieder mit einer Delegation unter Leitung seines Präsidenten an Beratungen des Weltwirtschaftsforums teil.

In Davos will Rohani auch ausländische Investoren ermutigen, sich wieder im Iran zu engagieren. Dazu führt er Gespräche mit Managern von Ölkonzernen.

Nach der vorläufigen Einigung im Atomstreit mit dem Iran haben die Weltmächte die Wirtschaftssanktionen gegen das Land gelockert.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    2) Wenn er darüber hinaus sagt: "Atomwaffen haben keinen Platz in unserer Sicherheitsstrategie", dann wird indirekt bestätigt, dass Iran seine erfolgreiche und effektive Strategie des outsourcens militärischer und terroristischer Aktionen, fortzusetzen gedenkt. Womit Syrien/Libanon wieder ins Zentrum rückt. Sich mit seiner externen Fraktion Hizbollah, im Schatten des Kriegs an den israelischen Grenzen in Stellung zu bringen, um dort iranische Devices vorzuhalten.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    1) Im CNN Interview betonte Ruhani: "unter keinen Umständen" von einem Teil seines Atomprogramms zu lassen. Wobei er dies wiederholte, um dem Nachdruck zu verleihen. Im Auditorium erklärte er, Iran möchte gute Beziehungen "mit allen Ländern, die wir offiziell anerkennen". Da Iran Israel nicht anerkennt, ist die Richtung klar.
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    1. Antwort von E. Waeden, H
      Ist es nicht gerade umgekehrt? Israel anerkennt die Friedensbemühungen des Iran nicht an? Und warum will man den Iran dazu zwingen von einem Teil seines Atomprogramms zu lassen. Alle anderen Staaten haben ja auch ihr Atomprogramm & niemand interveniert dagegen. Zwar wird diesbezüglich nicht weiter aufgerüstet, aber vorhanden ist es immer noch. Wenn schon, denn schon, sollte für alle dasselbe gelten!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Wenn der iranische Präsident es ehrlich meint mit dem Willen zum Frieden und guten diplomatischen Beziehungen , ist er4 ein Segen für den Iran, die gesamte arabische Welt und für die gesamte Weltbevölkerung.
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