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Italien und Malta winkten ab Spanien will Rettungsschiff mit Flüchtlingen aufnehmen

Legende: Video Noch sind die Flüchtlinge nicht im sicheren Hafen abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.06.2018.
  • Die spanische Regierung hat sich bereit erklärt, ein Flüchlingsboot mit 629 Flüchtlingen an Bord anlegen zu lassen.
  • Laut Premierminister Pedro Sanchez soll das Boot in der spanischen Stadt Valencia anlegen.
  • Italien und Malta hatten sich zuvor geweigert, das Schiff in ihren Häfen anlegen zu lassen.
Boot mit Flüchtlingen
Legende: Spanien will mit den Entscheid «eine humanitäre Katastrophe verhindern». Reuters

Die 629 Migranten waren am Samstag bei verschiedenen Rettungsaktionen von der französischen Hilfsorganisation SOS Mediterranée aufgenommen worden. Sie befinden sich weiter an Bord des Schiffes «Aquarius». Der Hilfsorganisation zufolge sind an Bord auch 123 unbegleitete Minderjährige, elf kleine Kinder sowie sieben schwangere Frauen.

Neue harte Linie Roms

Italien hatte sich geweigert, das Boot anlegen zu lassen, und Malta aufgefordert, seinen Hafen in Valletta zu öffnen. Malta weigerte sich ebenfalls und beschuldigt Italien, internationale Normen zu verletzen.

Regierungschef Giuseppe Conte gab zwischenzeitlich an, Italien habe zwei Patrouillenboote mit Ärzten an Bord entsandt, die «bereit seien einzugreifen und die Gesundheit von jedem an Bord der «Aquarius» sicherzustellen».

Italiens Innenminister Salvini, der zugleich Vizeregierungschef ist, verfolgt eine harte Linie in der Zuwanderungspolitik. Am Freitag hatte er die Nato aufgefordert, Italien zu verteidigen, das «unter Angriff aus dem Süden» stehe.

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67 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Mir wurde ein EU-kritischer Kommentar zensiert. Drum versuche ich es andersrum. Weil das Vertrauen in die EU auch in Sachen Flüchtlinge verloren ging, hat nun das ital. Volk eine radikale Regierung gewählt, die nun das umsetzt, was Sache der europ. Gemenschaft wäre, z.B. Schutz der EU-Aussengrenzen. Die Ursache, dass rechtsradikale Diktaturen entstehen ist die Folge, dass das Kommissariat der EU-Nomenklatura vermehrt keine Rücksicht nimmt auf Subsidiarität u. Eigenstaatlichkeit ihrer Staaten.
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  • Kommentar von Peter Beutler (Plinius)
    Spanien unter der neuen Regierung hat sich von der besten Seite gezeigt. Der neue sozialdemokratische Ministerpräsident Sanchez hat der ganzen Welt in Erinnerung gerufen, was Solidarität bedeutet.
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