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Aus dem Archiv: IWF hat Chefposten zu vergeben
Aus Rendez-vous vom 05.07.2019.
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IWF-Spitzenposten vergeben Kristalina Georgiewa soll IWF-Chefin werden

  • Die EU-Staaten haben die Bulgarin Kristalina Georgieva als neue Direktorin des Internationalen Währungsfonds IWF nominiert.
  • Georgiewa soll auf Christine Lagarde folgen, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) werden soll.
  • Ihr niederländischer Kontrahent Jeroen Dijsselbloem gratulierte Georgiewa am späten Freitagabend, nachdem die EU-Finanzminister stundenlang über die Personalie beraten hatten.
  • Georgiewa führt derzeit als Interimspräsidentin die Weltbank.

Unklar ist, ob Georgiewa das Amt überhaupt antreten kann, erlauben IWF-Regeln doch nur Kandidaten, die jünger als 65 Jahre alt sind. Georgiewa hat das 65. Lebensjahr bereits vollendet.

Kristalina Georgiewa

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Kristalina Georgiewa wurde am 13. August 1953 in Sofia geboren, der Hauptstadt der damaligen sozialistischen Volksrepublik Bulgarien. Sie studierte Politische Ökonomie sowie Soziologie. Noch vor der politischen Wende ging Georgiewa nach London.

1993 wurde Kristalina Georgiewa von der bulgarischen Regierung an die Weltbank delegiert. Von 2008 bis 2010 war sie deren Vizepräsidentin.

Von 2014 bis 2016 gehörte sie der Europäischen Kommission unter Jean-Claude Juncker an, als EU-Kommissionsvizepräsidentin und Kommissarin für Finanzplanung, Haushalt und Personal.

Anfang 2017 wechselte Georgiewa zurück zur Weltbank. Sie übernahm dort die neugeschaffene Geschäftsführungsposition. Als im Januar 2019 verkündet wurde, dass Weltbankpräsident Jim Yong Kim vorzeitig zurücktrete, übernahm Georgiewa als Interimspräsidentin die Gesamtführung der Weltbank.

Politisch steht die Ökonomin der in Sofia regierenden konservativen Gerb-Partei von Ministerpräsident Boiko Borissow nahe. Georgiewa ist verheiratet und hat ein Kind.

Kristalina Georgiewa teilte auf Twitter mit, sie werde ihren Posten als Geschäftsführerin bei der Weltbank während des Nominationsverfahrens ruhen lassen.

Georgiewa soll der Französin Christine Lagarde folgen, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) werden und das Amt im November antreten soll. Der IWF wird traditionell von einem Europäer geleitet, die Schwesterorganisation Weltbank dagegen von einem US-Bürger.

Zuletzt war auch noch der frühere Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem (53) aus den Niederlanden im Rennen gewesen. Er gratulierte der Bulgarin am Abend via Twitter.

Kristaline Georgiewa.
Legende: Kristalina Georgiewa hat sich im Rennen um den IWF-Chefposten durchgesetzt. Reuters

Der IWF wurde gemeinsam mit der Weltbank zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gegründet. Er soll als weltweites Gremium darüber wachen, dass keine grossen Währungsturbulenzen entstehen und zu politischen Unwägbarkeiten führen. Unter anderem vergibt er Kredite an überschuldete und in Zahlungsschwierigkeiten geratene Staaten. 189 Mitgliedstaaten gehören der Organisation an.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von B. Moser  (moser.b)
    Da ist noch gar nichts sicher. Erstens, wenn es die EU nicht schafft jemand zu finden der unter 65 ist, muss man sich schon fragen, warum sollte man diese Person wählen, zumal dies eine Vorgabe ist. Zudem sind die Europäer sind nun gezwungen, den Kandidaten für die Weltbank von Trumps Gnaden zu wählen! Kann es das sein?
    Zweitens, viele Länder wollen die Europäische/US-Dominanz eh nicht mehr akzeptieren, vielleicht wird es auch ein Venezolaner mit Unterstützung von China.
  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Qualifikationen, Werdegang, Partei, Persönlichkeit..eventuelle Skandale? Noch nie von dieser Frau gehört. Riecht etwas nach Quotenentscheid, vor allem da Dijsselbloem ein ausgewiesener Fachmann und kompetenter Finanzminister war. Oder man will den Osteuropäern nach der Wahl von Von der Leyen etwas zurückkompensieren.
    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Kompensieren ist grad gross in Mode...
  • Kommentar von Ursula Jost  (Uschi)
    Ob das eine gute Sache ist??
    1. Antwort von Felix Niedermann  (Felix163)
      Warum denn nicht? Auch Bulgaren/inne können genau so gut wie Amerikaner, Engländer, Franzosen usw. eine führende Position in der EU übernehmen.
    2. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      @Niedermann: Es geht um den IWF!