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Jahrestag des Militärputschs Brasilianisches Gericht verbietet Gedenkfeiern

  • Ein brasilianisches Gericht hat der Regierung das Durchführen von Gedenkfeiern zum 55. Jahrestag des Militärputsches untersagt.
  • Die geplanten Feiern seien nicht mit dem «Prozess des demokratischen Wiederaufbaus» vereinbar, begründete die Richterin ihren Entscheid.
  • Zudem müssten Gedenktage vom Parlament abgesegnet werden.

Präsident Jair Bolsonaro hatte am Montag die Streitkräfte angewiesen, dem Sturz von Präsident Joao Goulart durch das Militär im Jahr 1964 zu gedenken und dafür viel Kritik geerntet. Später ruderte Bolsonaro zurück. Es gehe nicht um eine Feier. «Sondern darum, sich zu erinnern, zu überprüfen, zu sehen, was falsch und was richtig war, um es für das Wohl Brasiliens zu nutzen.»

Der rechtspopulistische Präsident ist selbst ein Ex-Offizier und hat in der Vergangenheit immer wieder seine Sympathie für die Militärdiktatur bekundet, die dem Putsch folgte. Rund die Hälfte seiner Minister sind Militärs.
Die von 1964 bis 1985 andauernde Militärdiktatur war von zahlreichen Menschenrechtsverletzungen geprägt. Nach Angaben einer später eingesetzten Wahrheitskommission wurden in der Zeit rund 440 Menschen aus politischen Gründen verschleppt, inhaftiert, gefoltert und getötet.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Auf der Homepage "cnv.memoriasreveladas.gov.br" kann man den ganzen Wahrheitskommissionsbericht einsehen. Mit der Google Übersetzung steht einem zumindest das Inhaltsverzeichnis auf English zur Verfügung. Ich erwähne dies, weil die 440 politischen Tötungen oder Verschleppungen ja nur die Spitze des Eisbergs darstellen.
    1. Antwort von Arthur Meili  (Arthur Meili)
      Sie muessen auch die andere Seite zeigen. Z.B. die Umstuerzler haben den Schweizer Botschafter entfuehrt, etc. etc. Sie sehen ja was los ist in Venezuela. Auch die IS konnte man nicht mit einem Honigbrot besiegen.
  • Kommentar von Esther Brunner  (esthrbrunnr)
    Eine mutige Richterin, die bereit ist, die Demokratie zu verteidigen. Aber warum @srf hat sie in eurem Artikel keinen Namen?
    1. Antwort von Name der Richterin (SRF)
      @Esther Brunner Die Richterin heisst Ivani Silva da Luz. Weil sie – zumindest hier – nicht bekannt ist, wurde der Name weggelassen.
  • Kommentar von Simon Weber  (Weberson)
    Ja ich finde es auch gut, wenn man in die Geschichtsbücher schaut und sich für die Vergangenheit interessiert, um in der Gegenwart zu lernen und es in der Zukunft besser zu machen. Und ja, ich finde es auch gut, wenn man bei wichtigen Entscheidungen stets das Positive und das Negative abwägt. Aber eine "Feier" zum Gedenken an den Beginn einer Militärdiktatur - das geht definitiv zu weit. Es wäre sinnvoller den brasilianischen Schulen die neutrale Aufklärung dieser Epoche zu überlassen.
    1. Antwort von Arthur Meili  (Arthur Meili)
      Die Mehrheit der Brasilianer hatte/hat kein Problem mit dem Militaer. Dank dem Militaer wurd Brasilien seinerzeit kein Kuba. Aber viele Schweizer verstehen das nicht.