Mit der dicken Winterjacke fängt man in der Schweiz am Tag teilweise bereits an zu schwitzen. Diese Woche steigen die Temperaturen lokal auf über zehn Grad. Während das Wetter in der Schweiz angenehm ist, dominieren anderswo Sturm, Eis und Feuer.
In Japan fallen derzeit riesige Mengen Schnee. Die Provinz Aomori, ganz im Norden der japanischen Hauptinsel, ist am stärksten von den heftigen Schneefällen betroffen. Selbst in der gleichnamigen Provinzhauptstadt liegen rund zwei Meter Schnee. Die Armee wurde zur Katastrophenhilfe einberufen. Durch die Schneefälle sind in Japan während der letzten zwei Wochen mindestens dreissig Personen gestorben. Insbesondere von Dachlawinen geht eine grosse Gefahr aus.
Der Kontrast zu Melbourne könnte kaum grösser sein. Der australische Bundesstaat Victoria ächzte letzte Woche unter einer Hitzewelle mit lokalen Temperaturen von fast 50 Grad. Das ist nahe am australischen Rekord von 50.7 Grad. Auch in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland herrschen enorm hohe Temperaturen. Bei Hitze dieser Grössenordnung wäre es eigentlich angesagt, zu Hause zu bleiben – und sonst braucht es den Sprung ins etwas kühlere Wasser. Mittlerweile haben die Temperaturen etwas abgeflacht und pendeln um die 30 Grad.
Die australische Hitze hat in Verbindung mit der Trockenheit und Winden auch mehrere Buschbrände verursacht. Im Bundesstaat Victoria mussten über tausend Haushalte evakuiert werden.
In Portugal gilt der Notstand: Der Wintersturm Kristin hat enorme Schäden verursacht. Die heftigen Regenfälle führten zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom, mindestens fünf Menschen wurden getötet. Die meisten Flüsse des Landes führen Hochwasser. Und die Situation ist noch nicht ausgestanden: In Portugal stürmt und regnet es weiter stark. Die Behörden rechnen mit weiteren Überschwemmungen und meterhohen Wellen.
In Berlin sind die Temperaturen tief im Minusbereich. Laut SRF Meteo sind es am Dienstag neun Grad unter Null, gefühlt ist es noch kälter. In der Stadt sorgen vor allem Eisflächen für Probleme: Vielerorts ist es spiegelglatt, es kommt zu zahllosen Unfällen. Laut deutschen Medien sind die Berliner Spitäler am Anschlag.
Argentinien kämpft seit Wochen mit Waldbränden, insbesondere in Patagonien. Präsident Javier Milei hat den Brandnotstand ausgerufen. Mehr als 200'000 Hektar Land wurden seit Ausbruch der Brände Ende 2025 bereits vernichtet – das ist etwa die Fläche des Kantons St. Gallen. Laut dem Gouverneur von Chubut, einer der fünf Provinzen von Patagonien, handelt es sich um eine der schwersten Umweltkrisen, die es dort je gegeben hat. Die argentinische Regierung geht davon aus, dass die Brände gelegt worden sind.
Mehrere US-Bundesstaaten werden wiederholt von heftigen Winterstürmen geplagt. Vor allem im Südosten der USA gibt es massive Schneefälle. In North Carolina fiel lokal so viel Schnee wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch Städte wie Washington D.C. und New York haben mit einer enormen Schneelast zu kämpfen. Der Winter hat die USA damit weiter fest im Griff: Landesweit sind mehr als 150'000 Haushalte ohne Strom, Dutzende Personen sind gestorben.