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Japan, Portugal, USA Milder Winter in der Schweiz, Extremwetter auf der Welt

Während in der Schweiz kaum Schnee liegt, kämpfen andere Teile der Welt mit extremen Wetterlagen und Umweltgefahren. In Japan fallen riesige Schneemengen, in den USA und Portugal wüten Stürme und in Australien und Argentinien Waldbrände.

Mit der dicken Winterjacke fängt man in der Schweiz am Tag teilweise bereits an zu schwitzen. Diese Woche steigen die Temperaturen lokal auf über zehn Grad. Während das Wetter in der Schweiz angenehm ist, dominieren anderswo Sturm, Eis und Feuer.

Seilbahnkabinen über schneebedecktem Berghang mit Alpen im Hintergrund.
Legende: Die Schweiz erlebt einen milden Winter. In vielen Skigebieten wie hier am Niederhorn herrscht Schneemangel. keystone/Anthony Anex

In Japan fallen derzeit riesige Mengen Schnee. Die Provinz Aomori, ganz im Norden der japanischen Hauptinsel, ist am stärksten von den heftigen Schneefällen betroffen. Selbst in der gleichnamigen Provinzhauptstadt liegen rund zwei Meter Schnee. Die Armee wurde zur Katastrophenhilfe einberufen. Durch die Schneefälle sind in Japan während der letzten zwei Wochen mindestens dreissig Personen gestorben. Insbesondere von Dachlawinen geht eine grosse Gefahr aus.

Menschen schaufeln Schnee vor einem verschneiten Gebäude.
Legende: In Aomori und anderen Regionen Japans sind meterweise Schnee gefallen. IMAGO/Kyodo News

Der Kontrast zu Melbourne könnte kaum grösser sein. Der australische Bundesstaat Victoria ächzte letzte Woche unter einer Hitzewelle mit lokalen Temperaturen von fast 50 Grad. Das ist nahe am australischen Rekord von 50.7 Grad. Auch in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland herrschen enorm hohe Temperaturen. Bei Hitze dieser Grössenordnung wäre es eigentlich angesagt, zu Hause zu bleiben – und sonst braucht es den Sprung ins etwas kühlere Wasser. Mittlerweile haben die Temperaturen etwas abgeflacht und pendeln um die 30 Grad.

Gruppe junger Menschen springt von einer Holzplattform ins Wasser.
Legende: In der Stadt Melbourne im Bundesstaat Victoria erreichten die Temperaturen etwa 45 Grad. Imago

Die australische Hitze hat in Verbindung mit der Trockenheit und Winden auch mehrere Buschbrände verursacht. Im Bundesstaat Victoria mussten über tausend Haushalte evakuiert werden.

Feuerwehrwagen im Wald mit brennenden Bäumen im Hintergrund.
Legende: In weiten Teilen Australiens ist es neben der Hitze sehr trocken. Unter anderem im Bundesstaat Victoria wüten «Bushfires». IMAGO/AAP

In Portugal gilt der Notstand: Der Wintersturm Kristin hat enorme Schäden verursacht. Die heftigen Regenfälle führten zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom, mindestens fünf Menschen wurden getötet. Die meisten Flüsse des Landes führen Hochwasser. Und die Situation ist noch nicht ausgestanden: In Portugal stürmt und regnet es weiter stark. Die Behörden rechnen mit weiteren Überschwemmungen und meterhohen Wellen.

Zerstörtes und umgestürztes Gebäude neben Wohnblöcken.
Legende: Sturmschäden beim Strand Praia da Vieira in Leiria. IMAGO

In Berlin sind die Temperaturen tief im Minusbereich. Laut SRF Meteo sind es am Dienstag neun Grad unter Null, gefühlt ist es noch kälter. In der Stadt sorgen vor allem Eisflächen für Probleme: Vielerorts ist es spiegelglatt, es kommt zu zahllosen Unfällen. Laut deutschen Medien sind die Berliner Spitäler am Anschlag.

Nasse Strasse vor beleuchtetem Gebäude bei Nacht.
Legende: Grosse Eisflächen in Berlin sorgen seit Wochen für Sturzverletzungen. IMAGO/Dirk Sattler

Argentinien kämpft seit Wochen mit Waldbränden, insbesondere in Patagonien. Präsident Javier Milei hat den Brandnotstand ausgerufen. Mehr als 200'000 Hektar Land wurden seit Ausbruch der Brände Ende 2025 bereits vernichtet – das ist etwa die Fläche des Kantons St. Gallen. Laut dem Gouverneur von Chubut, einer der fünf Provinzen von Patagonien, handelt es sich um eine der schwersten Umweltkrisen, die es dort je gegeben hat. Die argentinische Regierung geht davon aus, dass die Brände gelegt worden sind.

Feuerwehrfahrzeug vor brennendem Berg und Rauch.
Legende: Patagonien gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Argentinien. Reuters/Nicolas Palacios

Mehrere US-Bundesstaaten werden wiederholt von heftigen Winterstürmen geplagt. Vor allem im Südosten der USA gibt es massive Schneefälle. In North Carolina fiel lokal so viel Schnee wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch Städte wie Washington D.C. und New York haben mit einer enormen Schneelast zu kämpfen. Der Winter hat die USA damit weiter fest im Griff: Landesweit sind mehr als 150'000 Haushalte ohne Strom, Dutzende Personen sind gestorben.

Menschen gehen durch verschneite Strassen in der Stadt.
Legende: Vor allem der Südosten der USA wurde von schweren Winterstürmen heimgesucht. Doch auch Städte wie Washington D.C. kämpfen mit den Schneemassen. Reuters/Jonathan Ernst

SRF 1, 3.2.2026, 12:20 Uhr ; 

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