Jerusalem als Hauptstadt Zahlreiche Verletzte bei Protesten in Ramallah und Hebron

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Wut und Gewalt nach Trumps Jerusalem-Entscheid

2:44 min, aus Tagesschau vom 7.12.2017
  • Die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas ruft zu einem neuen Palästinenseraufstand (Intifada) auf.
  • Die neue Intifada sollte ins Herz des «zionistischen Feindes» getragen werden, sagt
    Hamas-Anführer Ismail Hanijeh in einer Rede.
  • Aus Protest gegen die Entscheidung von Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, haben die Palästinenser einen Generalstreik begonnen.

Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch den US-Präsidenten Donald Trump komme einer «Kriegserklärung gegen die Palästinenser» gleich, sagte Hamas-Chef Ismail Hanijeh. Er forderte ausserdem die palästinensische Autonomiebehörde auf, alle Friedensbemühungen mit Israel einzustellen.

Palästinenser in Aufruhr

Aus Protest gegen Trumps Entscheidung lieferten sich Hunderte von Palästinensern am Donnerstag im Westjordanland und Gazastreifen gewaltsame Konfrontationen mit israelischen Soldaten.

Die Demonstranten warfen nach Medienberichten Steine und setzten Autoreifen in Brand. Bei Konfrontationen in Ramallah, Hebron, Bethlehem und am Rande des Gazastreifens wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 80 Palästinenser verletzt. Aus Sorge vor weiterer Gewalt verstärkt Israels Armee ihre Präsenz im besetzten Westjordanland.

Sorge vor neuer Gewalt

Israel dagegen feiert die Entscheidung. Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem «historischen Tag». Die Mauer der Jerusalemer Altstadt wurde am Mittwochabend in den Farben der Flaggen Israels und der USA angestrahlt. Auch israelische Oppositionspolitiker begrüssten Donald Trumps Schritt, sprachen sich aber gleichzeitig für neue Friedensgespräche mit den Palästinensern aus.

Die Weltgemeinschaft reagierte zutiefst besorgt auf Trumps Entscheid – auch aus Sorge, dass neue Gewalt ausbrechen könnte. Saudi-Arabien rief seinen Verbündeten USA auf, die Entscheidung zurückzunehmen.

Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis nahm die jüngste Entwicklung mit Sorge zur Kenntnis. «Wir denken, dass diese Entscheidung den Friedensprozess zwischen Israel und Palästina behindern wird.» Die Schweiz werde den Friedensprozess weiter unterstützen. Palästina habe das Recht auf einen eigenen Staat. «Das haben wir immer wieder betont», so Cassis.

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Aussenminister Cassis blickt mit Sorgen nach Jerusalem

0:39 min, vom 7.12.2017

Die Nato-Partner Frankreich und Grossbritannien als Uno-Vetomächte sowie weitere Mitglieder des Weltsicherheitsrates beantragten für Freitag eine Sondersitzung des Gremiums in New York.

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