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Kampf gegen Masern In Deutschland soll bald die Impfpflicht gelten

  • In Deutschland soll eine Impfpflicht für Masern eingeführt werden.
  • Diese soll laut Gesundheitsminister Jens Spahn ab März 2020 gelten.
  • Die Spitzen von CDU und SPD stellten sich bereits hinter die Pläne des Christdemokraten.
  • Eltern von Schulkindern drohen laut dem Gesetzesentwurf bei Impf-Verweigerung Bussen bis zu 2500 Euro.
Legende: Video Aus dem Archiv: Glaubensstreit um Masern abspielen. Laufzeit 10:32 Minuten.
Aus Rundschau vom 24.04.2019.

Trotz aller Kampagnen erreiche man in Deutschland die nötige Impfquote von mindestens 95 Prozent nicht, sagte Spahn gegenüber der Bild am Sonntag. Deshalb werde das Parlament vermutlich noch dieses Jahr über ein Gesetz entscheiden, das eine Masern-Impfung vorschreibe.

Die Präsidentinnen der Koalitionsparteien signalisierten bereits ihre Unterstützung. Wenn Eltern ihre Kinder nicht gegen Masern impfen, brächten sie damit nicht nur diese in Gefahr, sondern andere auch, sagte CDU-Chefin Kramp Karrenbauer in Berlin: «In dieser Abwägung halte ich eine Impfpflicht für richtig.» SPD-Präsidentin Andrea Nahles sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, die Individuelle Freiheit habe «ihre Grenzen dort, wo sie die Gesundheit vieler anderer gefährdet.»

Busse bei Weigerung

Der Gesetzesentwurf des Gesundheitsministers liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Demnach soll die Masern-Impfpflicht für Kinder in Kitas und Schulen ab März 2020 gelten. Wer nicht geimpft ist, soll vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. «Schliesslich sind in Kitas auch Kinder unter zehn Monaten, die noch nicht geimpft werden dürfen und damit besonders gefährdet sind», sagte Spahn gegenüber der «Bild am Sonntag».

Bei Schulen sei dies nicht möglich, da dort die Schulpflicht gelte. «Aber wer sein Kind nicht impfen lässt, dem drohen Bussgelder in Höhe von bis zu 2500 Euro.»

In der Schweiz gibt es keine entsprechende Impfpflicht. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt jedoch die Impfung gegen Masern.

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76 Kommentare

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  • Kommentar von Matteo Brändli  (matteb)
    Eigentlich sollte das jeder selbst entscheiden... Doch wenn ich einige dieser Verschwörungstheorien (Kommentare) lese, will ich die Impfpflicht auch fast schon bei uns
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  • Kommentar von Fabian Sarbach  (F. Sarbach)
    Impfen ist und bleibt ein erheblicher Eingriff in einen gesunden Körper. Es steht dem Staat nicht zu Menschen dazu zu zwingen.
    Übrigens liegt die Quote der Impfversager bei ca 13% eine Immunität von 95% ist damit ohnehin unmöglich.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Die Quote der Impfversager bei Masern ist nach einmaliger Impfung > 12 Monate 92%, nach zweimaliger Impfung (wie aktuell Empfohlen) 94%, in manchen Studien bis 98%. "Field effectiveness of live attenuated measles-containing vaccines" ein Reviewartikel im Journal of infectious diseases Juni 2011. Was ist die wissenschaftliche Grundlage Ihrer Behauptung?
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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Wie man sieht, der Glaube an den guten, harmlosen, nütztlichen Impfungen wird mit allen Mitteln versucht aufrecht zu erhalten - was auch funktioniert. Wer sich vertieft mit der Materie auseinandersetzt sieht, was versucht wird, unter dem Teppich zu wischen. Dass für Impfsicherheit zuständige Behörden in Europa und den USA am guten Image der Impfungen mehr Wert legen als an der genauen, ehrlichen Überprüfung deren Sicherheit, dürfte hinlänglich bekannt sein.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      "Dass für Impfsicherheit zuständige Behörden in Europa und den USA am guten Image der Impfungen mehr Wert legen als an der genauen, ehrlichen Überprüfung deren Sicherheit, dürfte hinlänglich bekannt sein." Nein, ist mir nicht bekannt. Haben Sie Fakten, die die Behauptung belegen?
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    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      @ H.P. Müller: Schauen Sie, was die eine Coshrane-Gruppe der ENA, der europäischen Behörde vorwirft im Falle der Gardasil-Impfung. Schauen Sie den Skandal der geschönten Daten der US-Behörde CDC zu MMR-Impfung und Autismus: Dr. William Thompson, ein hochrangiger Wissenschaftler der CDC (Centers for Disease Control and Prevention), hatte zugegeben, dass Daten der gesundheitlichen Auswirkungen der MMR-Impfung auf afro-Amerikanische Kinder geschönt wurden.
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    3. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Bezüglich dem Autismusvorwurf haben sowohl William W. Thompson, PhD wie auch Dr. Andrew Wakefield längstens gestanden, finanzielle Abgeltungen von Impfgegnern bekommen zu haben für Ihre Publikationen. Beide haben die entsprechenden Artikel zurückgezogen, resp. korrigiert. Der Autismusvorwurf wurde schon so manchmal wiederlegt, dass es schon fast peinlich ist, dass er von Impfgegnern weiter ins Feld geführt wird. Ich verweise auf den Artikel im snopes.com "Fraud at the CDC Uncovered ?"
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