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Kaschmir im Ausnahmezustand Hunderte Menschen unter Arrest

  • Im indischen Teil Kaschmirs sind hunderte Menschen unter Arrest gestellt worden. Sie kritisieren den Entscheid Indiens, der Region ihren Sonderstatus zu entziehen.
  • Wie das indische Nachrichtenportal «India Today» meldet, werden mindestens 400 Personen in Hotels, Regierungsgebäuden und Privathäusern festgehalten.
  • Gegenüber der Nachrichtenagentur DPA bestätigte die Polizei, dass politische Führer unter Hausarrest genommen worden seien.
Legende: Video Aus dem Archiv: Indien hebt den Sonderstatus für Kaschmir auf abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.08.2019.

Hintergrund der Krise ist die umstrittene Entscheidung der indischen Regierung, der Region Jammu und Kaschmir den Sonderstatus zu entziehen. Damit will Neu-Delhi die mehrheitlich von Muslimen bewohnte Region stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Viele Kaschmirer sind dagegen.

«Friedenszug» eingestellt

Der Schritt sorgt auch für eine neue Krise mit dem Nachbarn Pakistan. Dieser hat nun die einzige Zugverbindung nach Indien vorübergehend eingestellt. Das teilte Eisenbahnminister Sheikh Rashid Ahmed mit. Der Samjhauta-Express, auch «Friedenszug» genannt, fährt üblicherweise zweimal in der Woche von der östlichen Stadt Lahore über den Wagah-Grenzübergang nach Neu-Delhi.

Darum geht es im Kaschmir-Konflikt

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Karte Kaschmir
Legende:srf

Seitdem das frühere Britisch-Indien im Jahr 1947 unabhängig und in Indien und Pakistan geteilt wurde, streiten die beiden Länder um die Herrschaft über das Himalaya-Gebiet Kaschmir. Beide beherrschen jeweils einen Teil; ein weiterer Teil Kaschmirs gehört zu China.

Immer wieder kommt es im indischen Teil zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Separatisten, die eine Abspaltung des überwiegend muslimischen Kaschmirs vom mehrheitlich hinduistischen Indien wollen. Indien wirft Pakistan vor, islamistische Kämpfer im indischen Teil zu unterstützen. Islamabad bestreitet dies.

Die Einstellung sei ein Protest gegen die Änderung des Status der Region Kaschmir durch die indische Regierung, sagte Rashid. Am Mittwoch hatte das Nationale Sicherheitskomitee bereits erklärt, Islamabad werde seine diplomatischen Beziehungen zu dem Nachbarland erheblich einschränken. Zugleich wolle man den bilateralen Handel mit Indien aussetzen und bilaterale Abkommen überprüfen.

Radioansprache von Narendra Modi

In der Kaschmir-Krise mit Pakistan will sich Indiens Premierminister Narendra Modi an diesem Donnerstag erstmals in einer Radioansprache an die Nation wenden. Das teilte Modis Büro auf Twitter mit.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Damals 1947 ging es um die Vorherrschaft von Russland, Stahlin vs. England Churchill. Sie mussten ein Pakistan aufbauen einen Puffer gegen Russland und die Vorherrschaft in der Golfregion. Deshalb hat Churchill unbedingt Karatschi in muslimischen Händen wissen wollen. Von China hat da noch niemand gesprochen. Gandhi wollte ein vereintes Indien, genauso wie der englische Vizekönig, der nur benutzt wurde um schon schubladisierte. Pläne zu zementieren.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Nein, es ging schlicht und einfach um Muslim und Hindu. Deshalb wurde damals auch ein Ostpakistan geschaffen.
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