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In Nizza beginnt der lange Weg der Aufarbeitung
Aus Tagesschau vom 17.07.2016.
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International Killer von Nizza soll via SMS «mehr Waffen» angefordert haben

Nach der Amok-Fahrt in Nizza kommen erste Details zu den Vorbereitungen des Attentäters ans Licht. Wenige Tage vor dem Anschlag hat er offenbar über das Handy nach Waffen verlangt, sein ganzes Geld abgehoben und sein Auto verkauft. Ferner soll er den späteren Tatort ausgekundschaftet haben.

  • Der Attentäter hat Stunden vor der Tat via SMS «mehr Waffen» angefordert
  • Wenige Tage vor dem Anschlag hat er sein Konto geleert
  • Er hat sich offenbar erst in jüngster Zeit radikalisiert
  • Unbestätigten Medienberichten zufolge hat er mit seinem Lastwagen die späteren Tatorte ausgekundschaftet
  • Die Ex-Frau des Attentäters ist auf freiem Fuss
  • Das zweite Schweizer Opfer ist identifiziert: ein sechsjähriges Mädchen aus Yverdon

Der Attentäter von Nizza soll am Donnerstagabend kurz vor dem Anschlag per SMS «mehr Waffen» verlangt haben. Dies meldeten französische Fernsehsender unter Berufung auf die Ermittler.

Die SMS soll an einen der Männer gerichtet gewesen sein, die in den Tagen nach der Tat festgenommen wurden. Auch am Sonntag nahm die französische Polizei im Zuge der laufenden Ermittlungen zwei Personen in Gewahrsam – offenbar eine Frau und einen Mann.

Rasche Radikalisierung

Die Ex-Frau des 31-jährigen tunesischen Täters wurde indessen wieder freigelassen. Dies meldet die Nachrichtenagentur AFP, die sich bei dieser Angabe auf Justizkreise beruft. Vier Männer aus dem engeren Umfeld des Terroristen befinden sich indes nach wie vor in Haft.

In den ersten Vernehmungen soll sich ergeben haben, dass sich der Täter namens Mohamed Lahouaiej-Bouhlel in jüngster Zeit radikalisert habe. Einen Tag vor dem Terroranschlag soll er seinem näheren Umfeld seine Radikalisierung eröffnet haben.

Konto geleert und Auto verkauft

Ferner sollen die Ermittlungen ans Licht gebracht haben, dass der Attentäter vor der Bluttat sein ganzes Geld abgehoben habe. Er habe innerhalb einer Woche sein Konto geleert, berichtete die Sonntagszeitung «Le Journal de Dimanche» unter Berufung auf Ermittlerkreise. Am Tag vor dem Terrorakt habe er dann auch sein Auto verkauft.

Schliesslich berichtet die Nachrichtenagentur AFP, dass der Terrorist mit seinem Lastwagen die späteren Tatorte ausgekundschaftet habe. AFP gibt für diesen Bericht eine 'den Ermittlern nahestehende Quelle' an.

Verstorben: ein sechsjähriges Mädchen aus Yverdon

Der 31-jährige Tunesier Mohamed Lahouaiej-Bouhlel war am 14. Juli in Nizza mit einem Kühllastwagen in eine Menschenmenge gerast. Die vielen Menschen hatten zu der Zeit auf der Promenade des Anglais das Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag angeschaut. Mindestens 84 Menschen wurden getötet und mehr als 300 verletzt.

Auch zwei Schweizer sind unter den Opfern. Wie Medienagenturen am Sonntag berichteten, handelt es sich beim verstorbenen Kind um ein sechsjäriges Mädchen aus Yverdon. Das zweite Opfer ist eine 54-jährige Frau aus dem Tessin. Drei Suchmeldungen, die beim Departement für Auswärtige Angelegenheiten eingegangen sind, sind laut EDA noch offen.

Der teilweise noch gesperrte Strassenabschnitt an der Küste vor Nizza soll am Montag nach einer landesweiten Schweigeminute wieder ganz für den Verkehr geöffnet werden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (robo)
    Der Vorgangsweise, Brutalität und all die nach kurzer Zeit georteten und gefundenen Indizien, liessen schnell den eindeutigen Verdacht zu, dass dieser Tunesier ein "IS-Soldat" sein muss. Falschhumanisten, die weiterhin die Islamisierung Europas tabuisieren und lieber alle Anderen beschuldigen, sperrten sich vor diesen Fakten und verunglimpften lieber jene, die sich sehr besorgt äusserten! Kleinkriminelle und Unintegrierbare sollten viel rascher und richtig, polizeilich registriert werden!
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach  (Artio)
      Es gibt viel Material zu dem ganzen Komplex. Wie z.B.: "Jihad-Kämpfer: nicht Mann gegen Mann, sondern Mann gegen Masse" http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/jihad-kaempfer-nicht-mann-gegen-mann-sondern-mann-gegen-masse
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Es muss auch an die erklärte Taktik des Daesh (IS) erinnert werden. Der Zweck solcher Anschläge wie in Nizza sind nicht die "Morde" an sich, sondern die Bildung eines Hasses gegen Muslime. Man will erreichen, dass die Gesellschaft gespalten wird und sich die Muslime darin unwohl fühlen, unzufrieden werden und sich abwenden. Hierdurch werden neue Freiwillige für den Daesh gefunden und der Zustrom für die Bildung des "Islamischen Staates" werden erhöht. Diese Taktik scheint zu funktionieren.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach  (Artio)
      "Diese Taktik scheint zu funktionieren." Nein, nicht immer. Viele finden den Daesh einfach noch blöder als vorher. Falls in dem Fall überhaupt noch eine Steigerung möglich ist. Alles ist dann doch sehr irdisch. Braucht nur das Benzin auszugehen, den Reifen die Luft oder kommt ein gewöhnlicher Verkehrsunfall dazwischen, fährt auch ein LkW nicht mehr weit.
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    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      K.B. Wie Recht Sie haben! Es gibt schone einige Polterer hier in diesem Forum, welche dieser Strategie (nicht nur Taktik) auf den Leim gegangen sind. Lyss und andere Orte lassen grüssen.
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    3. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Völliger Bloedsinn ohne Substanz und wenig Grundlagen, diese Aktionen, wie auch immer, waren geplant und erfolgten vorseaetzlich motiviert.
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