Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Kirche gegen «Gender-Theorie» Vatikan fürchtet «Auslöschung» der Geschlechter

  • Der Vatikan hat in einem offiziellen Dokument eine «Gender-Ideologie» kritisiert, wonach Menschen ihr Geschlecht wählen oder wechseln können.
  • In Schulen mache sich zudem beim Thema Sexualität ein «Bildungsnotstand» breit, heisst es in einem Dokument der Bildungskongregation für die katholische Lehre.
Video
Aus dem Archiv: Non-Binär: Weder Mann noch Frau
Aus 10vor10 vom 27.02.2018.
abspielen

Die Gender-Theorie sei eine «Ideologie, die den Unterschied (...) in der Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht und somit die anthropologische Grundlage der Familie eliminiert».

Das Dokument namens «Als Mann und Frau schuf er sie» wendet sich gegen eine Tendenz, «die Unterschiede zwischen Mann und Frau auszulöschen, indem man sie als blosse historisch-kulturelle Konditionierung versteht». Das Papier wurde am Montag vorgestellt.

Die katholische Kirche und auch Papst Franziskus sprechen sich immer wieder offen gegen die Gender-Theorie aus, weil dies der traditionellen Vorstellung von Mann und Frau als Eheleuten und Eltern widerspreche.

Verband kritisiert Diskriminierung

Der Verband New Ways Ministry, der für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche einsteht, kritisierte das Papier als «schädliches Werkzeug». Die «Fehlinformation in dem Dokument wird dazu führen, dass Familien ihre Kinder ablehnen» und Homosexuelle sowie Transgender weiter diskriminiert würden.

Das Geschlecht werde «nicht nur durch sichtbare Genitalien bestimmt», heisst es in einer Mitteilung, «sondern auch durch Genetik, Hormone und Chemie – Dinge, die bei der Geburt nicht sichtbar sind». «Der Vatikan bleibt im Mittelalter, fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten.»

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

46 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    Hat der Vatikan doch endlich wieder Sündenböcke/-böckinnen gefunden, bei denen er sich unter der Gürtellinie und im Bett einmischen kann, Die paar Paradiesvögel, die sich da beim "Gendern" in Absurditäten vergaloppieren, toleriert man doch einfach locker weg. Die Kurie möge sich doch bitte um die Aufarbeitung Ihrer eigenen Sünden ZUERST kümmern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    "...weil dies der traditionellen Vorstellung von Mann und Frau als Eheleuten und Eltern widerspreche." Und das Zölibat? Trotzdem gut, wie sich die Kirche in der Gender-Diskussion einsetzt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Hans Bernoulli: Das hat doch jetzt überhaupt nichts miteinander zutun. Ein zölibatärer Pfarrer behauptet ja nicht, er sei eigentlich eine Frau und wenn doch, dann outet er sich gleich als Anhänger der im Papier kritisierten "Gender-Ideologie". So einfach ist das?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Der genetische Code gilt ja im Prinzip für alle Lebewesen auf der Erde. Da werden also noch ganz andere Themen auf uns zu kommen. Im Roman "Frankenstein" wurden gewisse Entwicklungen der Forschung bereits vor 200 Jahren vorweggenommen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen