Zum Inhalt springen

Header

Audio
UNO plant Konferenz zu Afghanistan in Genf
Aus SRF 4 News aktuell vom 04.09.2021.
abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.
Inhalt

Konferenz in Genf geplant UNO ruft zu Hilfe für Afghanistan auf

  • In Genf soll am 13. September eine UNO-Hilfskonferenz zu Afghanistan stattfinden.
  • UNO-Generalsekretär António Guterres will ebenfalls daran teilnehmen, wie die Welt-Organisation am Freitag in New York mitteilte.
  • Grund für die hochrangig besetzte Konferenz sei eine drohende humanitäre Krise in Afghanistan.
  • Fast die Hälfte der 38 Millionen Menschen in Afghanistan benötigte humanitäre Hilfe.

Jeder dritte Afghane weiss UNO-Angaben zufolge nicht, woher seine nächste Mahlzeit kommen soll. Fast die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren werde in den nächsten 12 Monaten voraussichtlich akut unterernährt sein. Die Konferenz werde sich für eine rasche Aufstockung der Finanzierung einsetzen, damit die lebensrettende humanitäre Operation fortgesetzt werden könne, hiess es weiter.

Glückskette sammelt für Afghanistan

Box aufklappen Box zuklappen
Familie auf den Strassen Kabuls.
Legende: Keystone

Die Glückskette lanciert einen Spendenaufruf für die Hilfe in Afghanistan. Die Machtübernahme durch die Taliban habe Panik ausgelöst und bringe eine neue Welle von humanitären Bedürfnissen in das bereits angeschlagene Land. Mit den Spenden soll vor Ort und in den Nachbarländern, wo die am stärksten gefährdeten Menschen Zuflucht suchen, lebensnotwendige Hilfe geleistet werden.

Spenden können auf dem Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Afghanistan» oder direkt über die Website www.glueckskette.ch getätigt werden.

Guterres hatte bereits kürzlich gefordert, angesichts der schweren Dürre und des bevorstehenden harten Winters in Afghanistan müssten dringend zusätzliche Nahrungsmittel, Behelfsunterkünfte und medizinische Hilfsgüter in das Land gebracht werden. Er forderte alle Beteiligten auf, den sicheren und ungehinderten Zugang zu lebenswichtigen Hilfsgütern sowie für alle humanitären Helfer zu ermöglichen.

Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis hatte sich laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» im Vorfeld um eine Afghanistan-Konferenz in der Schweiz bemüht. Auf Twitter schrieb er, er begrüsse die Pläne der UNO. Die Konferenz sei ein wichtiger Schritt für die dringend benötigte humanitäre Unterstützung für die afghanische Bevölkerung.

SRF 4 News, 04.09.2021, 05:00 Uhr.;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Charles Morgenthaler  (ChM)
    Weiss nicht genau was ich von der geforderten humanitären Hilfe für AFG. halten soll. Einerseits ist es richtig, dass die reichen Länder den Menschen in den besonders armen Gegenden der Welt Hilfe leisten. Andererseits ist die Situation in AFG. eine besondere. Grosse Teile der Bevölkerung haben die Talib. unterstützt. Ohne zu bedenken, dass es für ihr Wohlergehen mehr braucht als Waffen und fromme Sprüche. Irgendwie müssen sie dort jetzt selber versuchen ihr Land zu organisieren.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Hat die UNO mit den Talib schon über die geplante Hilfe gesprochen? Ich bin da ncht so sicher ob diese Hilfe wirklich auch willkommen ist, da ja auch sie erneut eine westliche Einmischung in Afghanistan ist.
    Die Taliban verlauteten jedenfalls, dass man ihr Land nun endgültig in Ruhe lassen soll, sie werden mit den Anorderungen zurecht kommen. Vielleicht halt nicht so, wie wir uns das in unserem Kulturkreis vorstellen.
  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Und warum gibt es jetzt auf einmal eine humanitäre Katastrophe, was war in den letzten Jahren?
    1. Antwort von Brigitte Sponchia  (Brigitte Sponchia)
      Entwicklungshilfe- die jetzt gestoppt wurde
    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Dann darf man gespannt sein, was die Taliban-Führer jetzt machen. Den "Westen" verachten und Geld, resp. Unterstützung fordern passt nicht wirklich zusammen. China zahlt grundsätzlich nichts, sondern bietet nur Unterstützung mit handfesten Garantien. Mal abwarten, ob und wie die reichen Erdöl-Staaten ihren Glaubensbrüdern helfen. Wie auch immer, die Bevölkerung hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Evtl. rückt Familienplanung dort in den Fokus.