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Konflikt im Grenzgebiet Serbien und Kosovo einigen sich nach Streit um Nummernschilder

  • Der Streit um die gegenseitige Anerkennung von Nummernschildern zwischen dem Kosovo und Serbien ist vorerst beigelegt.
  • Nach intensiven Verhandlungen sei ein Abkommen zur Deeskalation der Spannungen erreicht worden, sagte der Westbalkan-Beauftragte der EU, Miroslav Lajcak.
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Serbien und Kosovo besuchte, begrüsste die Einigung zwischen den beiden Ländern.
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Aus dem Archiv: Autonummernstreit zwischen Serbien und Kosovo
03:27 min, aus Echo der Zeit vom 21.09.2021.
abspielen. Laufzeit 03:27 Minuten.

Der Westbalkan-Beauftragte der EU, Miroslav Lajcak, hat per Twitter eine Einigung zwischen Serbien und Kosovo nach dem Nummernschilder-Streit verkündet. Das Abkommen zur Deeskalation der Spannungen sei nach zwei Tagen intensiver Verhandlungen zustande gekommen.

Kosovo werde die Sondereinheiten der Polizei von den Grenzübergängen Jarinje und Brnjak abziehen. Dies werde unter der Aufsicht der Kosovo-Truppe der NATO am Samstag geschehen. Zeitgleich sollen alle Strassenblockaden zwischen Kosovo und Serbien aufgehoben werden.

Spannungen zwischen kosovarisch-serbischer Grenze

Die Situation zwischen den Grenzen Kosovos und Serbiens drohte zu eskalieren, nachdem die kosovarische Regierung beschlossen hatte, dass im Kosovo keine serbischen Kfz-Kennzeichen mehr verwendet werden dürfen. Damit reagiert der Kosovo auf die Kennzeichen-Regelung Serbiens, welche die Nummernschilder Kosovos zuvor nicht mehr anerkannte. Zur Durchsetzung der Regeln wurde die kosovarische Sonderpolizei Rosu zu den Grenzübergängen Jarinje und Brnjak geschickt. Seither blockierten Demonstranten die beiden Hauptstrassen in die nordkosovarische Stadt Mitrovica.

Legende: Sondereinheiten der kosovarischen Polizei bewachen den Grenzübergang Jarinje. Keystone

Diese Massnahme betraf mehrere Tausend Kosovo-Serben um die Stadt Mitrovica im Nordkosovo, die häufig immer noch Fahrzeuge mit serbischen Kennzeichen benutzen. Auch Reisende aus Serbien mussten ihre Kennzeichen an der Grenze gegen provisorische kosovarische Kennzeichen umtauschen.

Aufkleber als Übergangslösung

Bis zu einer endgültigen Beilegung des Streits um die Nummernschilder soll nach EU-Angaben eine Aufkleber-Regelung gelten. Diese sieht vor, dass bestimmte serbische beziehungsweise kosovarische Nummernschildteile im jeweils anderen Land mit Stickern überdeckt werden.

SRF 4 News, 30.09.2021, 17:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Lothar Drack  (spprSso)
    Wenn ich diese Geschichte richtig verstehe, geht's um die Renitenz von Menschen, die die Beschilderungen ihrer Autos nicht den veränderten Begebenheiten mit neuen Staaten und neuen Grenzen anpassen wollen. Seit Jahren von entsprechenden Amtsstellen des Nachbarlandes vermutlich wohlwollend gedeckt. Eine simple Protesthaltung, täglich Gassi geführt.

    Andere fühlen sich offenbar von einer Minderheit veräppelt, entsprechende Amtsstelle leiten offenbar wenig geeignete Gegenmassnahmen ein. Retro!
  • Kommentar von Lars Markwalder  (Markw)
    Was kann man denn erwarten, wenn die Existenz eines Landes und dessen Bevölkerung seit eh und je einfach ignoriert wird? Der Schritt des kos. Ministerpräsidenten ist nachvollziehbar und nötig, damit die EU sieht, dass hier immer noch massive Unterdrückung seitens Serbiens herrscht.
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Da sind im wahrsten Sinne Schildbürger unter sich.
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Leider eben nicht. Es ist antiquierter Nationalismus, der dort in den letzten Jahrhunderten immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen geführt hat. Europa hat diese Lektion gelernt, der Balkan offensichtlich noch nicht.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Nationalismus IST Schildbürgertum.