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Legende: Video Dutzende Demonstranten versammeln sich in Caracas (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.05.2019.
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Konflikt in Venezuela Guaidós Anhänger marschieren zu Armee-Stützpunkten

  • In Venezuela haben Anhänger des selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó mit Märschen zu Militärstützpunkten begonnen.
  • So wollen sie die Armee zum Widerstand gegen den umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro bewegen.

Am Morgen machten sich mehrere kleine Gruppen zu Kasernen in der Hauptstadt Caracas auf den Weg, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. «Ich glaube nicht, dass dies die Armee stürzen wird, aber es trägt dazu bei», begründete Marcos Rodríguez, ein 24-jähriger Anwalt, seine Teilnahme.

Unterstützer von Juan Guaidó in Caracas
Legende: Unterstützer von Juan Guaidó machten sich auf den Weg zu Kasernen in der Hauptstadt Caracas. Keystone

Auch die Kaserne La Carlota war ein Ziel der Märsche. Dort hatte Guaidó die Armee am Dienstag zu einer Erhebung gegen Maduro aufgerufen, war damit aber gescheitert.

Guaidó verspricht Amnestie

Seinen Aufruf für die Protestaktionen begründete Guaidó auf Twitter. «Das Ziel ist, unsere Botschaft zu überbringen, ohne in eine Konfrontation oder Provokation zu geraten», schrieb er. Den Soldaten solle ein Aufruf überreicht werden, sich der Opposition anzuschliessen und im Gegenzug eine Amnestie zu bekommen.

Die Armee ist ein zentraler Machtfaktor in Venezuela und kontrolliert die immensen Erdölvorkommen des südamerikanischen Landes. Bislang unterstützen die Streitkräfte Maduro.

Maduro fordert von Soldaten Gehorsam

Dieser forderte von den Soldaten beim Besuch eines Stützpunktes im Bundesstaat Cojedes «Einheit, Zusammenhalt, Disziplin, Gehorsam, Unterwerfung und höchste Treue zur Verfassung, zum Vaterland, zur Revolution und zum legitimen Oberbefehlshaber».

Zugleich rief er die Armee auf, im Falle einer militärischen Intervention der USA «bereit zu sein, um das Vaterland mit der Waffe in der Hand zu verteidigen».

Lawrow will mit Venezuelas Aussenminister über Krise sprechen

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Russlands Aussenminister Sergej Lawrow plant mit seinem venezolanischen Kollegen Jorge Arreaza ein Gespräch über die Zukunft des lateinamerikanischen Krisenlandes.

Bei dem Treffen am Sonntag in Moskau werde man über mögliche Lösungen des Machtkampfes im Rahmen der venezolanischen Verfassung sprechen, teilte das russische Aussenministerium am Samstag mit. Es solle auch um die wirtschaftliche Lage nach den US-Sanktionen gegen die Führungsriege um Staatschef Nicolás Maduro gehen, hiess es.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump gehört zu den entschiedensten Gegnern des linksnationalistischen Staatschefs Maduro und unterstützt den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó. Am Mittwoch hatte US-Aussenminister Mike Pompeo bekräftigt, dass in dem Konflikt auch eine Militärintervention der USA in Frage komme. «Wenn es nötig ist, werden die USA das tun», sagte Pompeo.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Ich komme aus Kroatien. Dort haben wir ein bis Knochenmarkt korrupte Regim an der Macht. Genau wie in Venezuella haben 10% Kroaten in letzte 5 Jahre ihre Land verlassen. Genau wie in Venezuella haben Partei Strukture von HDZ gesamte geselschaftliche Leben unter kontrole. Wieso niemand kommt auf Idee dort ein Regim Change durchzuführen? Noch schlimmere Bild ist in Bulgarien oder Roumänien. Einzige was unterscheidet diese Länder von Venezuella ist weil dort keine Oel gibt.
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    1. Antwort von Hans Peter Auer (Ural620)
      @Stanic Drago: Interessant das Sie sich outen und Ihre Nationalitaet Preis geben. Alle Achtung! Was ich hingegen nicht verstehe ist, dass Sie sehr oft gegen Demokratie schimpfen, sich aber in einem Land niedergelassen haben, welche die direkte Demokratie beinahe eine "Heilige Kuh" ist. Als von Ihnen selbsternannten Putinversteher stellt sich mir die Frage, weshalb Sie nicht Russland als Ihre Zweitheimat ausgewaehlt haben? Vorab vielen Dank fuer eine aufschlussreiche und ehrliche Antwort.
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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Ein " zweites Kuba" zu verhindern und
    die venezolanischen Ölvorräte zu sichern , dürfte die Grundlage der
    USA - Außenpolitik in dieser Region werden . Nach dem Öl in Venezuela
    "schielen" auch andere schon begehrlich . "Rohstoffsicherung" :
    Mehr denn je nur ein "bloßes Schlagwort" ! Die hohen Militärausgaben der USA sind schon aus diesem Grund nicht so ganz unberechtigt !
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Die Armee wird schlussendlich diesen Konflikt entscheiden, weil im Privatbesitz kein entscheidendes Waffenarsenal vorhanden ist. Allerdings könnte Maduro mit der Drohung zu Gehorsam den alles entscheidenden Fehler gemacht haben. Meistens ist Vertrauen besser als drohen!
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