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Argentinien: Liste mit Nazi-Namen mit Konten bei der SKA
Aus HeuteMorgen vom 05.03.2020.
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Konten in Argentinien Nazi-Gelder beschäftigen die Credit Suisse

Konten von Nazi-Sympathisanten in Argentinien holen die Credit Suisse ein. Die Bank will der Sache nachgehen.

In Argentinien ist eine Liste mit den Namen von Tausenden Nazis aufgetaucht, die ab den 1930er-Jahren im südamerikanischen Land gelebt haben sollen. 12'000 Mitglieder eines Ablegers der Nazi-Partei in Argentinien hätten während des Zweiten Weltkriegs im grossen Stil Konten bei der Schweizerischen Kreditanstalt eröffnet, der Vorgängerin der heutigen Bank Credit Suisse. Das geht aus historischen Unterlagen hervor, die Ermittler in Buenos Aires sichergestellt haben.

Argentinische Medien spekulieren, dass es dabei um umgerechnet bis zu 35 Milliarden Franken gehe. Die Credit Suisse hält in einer Mitteilung fest, dass sie der Sache nachgehen werde. Publik gemacht hatte die Liste das Wiesenthal-Zentrum in Buenos Aires.

Nachkommen wollen ans Geld kommen

Ende der 1930er-Jahre hatten die Überweisungen in die Schweiz eingesetzt. Die Nachkommen der Nazideutschen in Argentinien würden nun versuchen, an die bislang blockierten Gelder zu kommen, erklärt Ariel Gelblung vom Wiesenthal-Zentrum. Seine Organisation habe die Credit Suisse ins Bild gesetzt und warte auf die Stellungnahme der Bank. Credit Suisse müsse die historischen Unterlagen offenlegen, lautet die Forderung.

Bei den heute blockierten Konten handle es sich mit allergrösster Wahrscheinlichkeit um jüdische Vermögenswerte, die vom NS-Regime geraubt, über Dreieck-Geschäfte mit Argentinien weissgewaschen und schliesslich in der Schweiz in Sicherheit gebracht worden seien.

Hort geflüchteter Nazis

In Argentinien gab es eine Zeit lang nicht-demokratische Regierungen, deren Spitzen mit Nazi-Deutschland sympathisierten. Buenos Aires war in jenen Jahren ein bedeutender Nazi-Stützpunkt gewesen, deutsche Hitler-Fanatiker und zwei deutsch-argentinische Banken genossen in Argentinien weitgehende Freiheiten.

Nach Kriegsende gewährte Argentinien Tausenden von geflüchteten Mitgliedern des Nazi-Regimes Unterschlupf, darunter auch vielen international gesuchten Kriegsverbrechern.

Heute Morgen, 5. März 2020, 6:00 Uhr; arnf

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Dass Südamerika Flucht und Rueckzugsland der Natzi war und ist war immer bekannt
    Unsere Banken harzten laengst den
    Achtzig Jahre schlafenden Konten Ihre Aufmerksamkeit schenken sollen, aber das gibt keinen Ruhm und Provisionen die Konten sind ein Teil der Banksicherheit auf dem Papier in de Buecher
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Ist schon immer wieder frappant, die Antisemitismus in der Schweizer Bevölkerung, die klar hervortritt in die Kommentare, bei berichten über Juden und Israel. Aber wenn es um fragwürdigen Geld Geschäften, Geld waschen und gestohlener Gelder geht, sind eigentlich immer schweizer Finanz Institutionen beteiligt. Aber da regt sich aber offenbar niemand über auf.
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    1. Antwort von Josef Rapaport  (J. Rapaport)
      Geldgierig, Skrupellos und grossen Einfluss im Banking....das wirft man aber eher einer gewissen Religionsgruppe vor....passt aber perfekt zur Schweiz.
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Es Hinterlässt einen etwas schalen Nachgeschmack warum diese Organisation erst jetzt, also fast ein Jahrhundert danach, auf die Idee kommt der Sache nachzugehen.
    Sind alle Nachkommen gestorben und geht es darum dass man nun das Geld selber einsacken kann. Auch bei den so genannten nachrichtenlosen Vermögen ging es ja Jahrzehnte bis bestimmte Organisationen aktiv wurden.
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    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Diese Liste ist so wie ich es mitbekommen gerade erst aufgetaucht, also ist es logisch dass dies auch erst jetzt untersucht wird.
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