Zum Inhalt springen

Header

Video
Krawalle zum Jahrestag der «Gelbwesten»
Aus News-Clip vom 16.11.2019.
abspielen
Inhalt

Krawalle in Paris Massive Ausschreitungen an Gelbwesten-Jahrestag

  • Zum ersten Jahrestag der «Gelbwesten»-Proteste ist es in Paris wieder zu massiven Ausschreitungen gekommen.
  • Im Süden der Stadt gingen Fahrzeuge und Absperrungen in Flammen auf, Schaufenster wurden eingeschlagen und Barrikaden errichtet.
  • Polizeipräsident Didier Lallement sprach von «systematischen Angriffen auf Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute».

Ein Grossteil der Randalierer war vermummt, nur wenige trugen eine gelbe Warnweste, das Erkennungszeichen der «Gelbwesten». Polizisten gingen mit Tränengas gegen Demonstranten und Demonstrantinnen vor.

Die Polizisten versuchten vergeblich, kleine, sehr mobile Gruppen von teilweise vermummten Personen auseinanderzutreiben, die sich unter mehrere Dutzend «Gelbwesten» mischten. Demonstranten wurden verletzt und Feuerwehrleute an der Arbeit gehindert.

Polizei untersagt Demo

Das Innenministerium kritisierte auf Twitter «die skandalöse Haltung der Demonstranten, die Feuerwehrleute mit Pflastersteinen bewerfen und ihr Eingreifen auf der Place d'Italie verzögern». Wegen der Gewalt und der Ausschreitungen untersagte die Polizei eine für den Nachmittag angekündigte Demonstration, die an der Place d'Italie beginnen sollte.

Im Nordwesten von Paris griffen Sicherheitskräfte in der Nähe der Porte de Champerret ein, als mehrere Dutzend «Gelbwesten» vorübergehend die Stadtautobahn besetzten. «Das wird knallen, das wird knallen», skandierten die Demonstranten. «Wir sind da, auch wenn Macron das nicht will», riefen sie.

Fast 150 Festnahmen

Bis 20 Uhr wurden in Paris nach Angaben des Polizeipräfekten 147 Personen festgenommen. Mehrere Metro-Stationen waren geschlossen, die Champs Elysées waren für Demonstranten gesperrt. Dort blieb es zunächst noch ruhig.

Die Behörden erwarteten mehrere Tausend Teilnehmer zu mehreren Kundgebungen in der Hauptstadt. Zudem stellten sie sich auf mehrere Hundert militante Demonstranten ein.

Die «Gelbwesten» hofften anlässlich des ersten Jahrestages wieder auf grösseren Zulauf für ihre Bewegung. Zum ersten landesweiten Protesttag am 17. November 2018 waren nach offiziellen Angaben mehr als 280'000 Demonstranten in gelben Warnwesten auf die Strassen geströmt.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Aktuelle Umfrage zum einjährigen Geburtstag der #GiletsJaunes.

    Ein Jahr nach dem Beginn der sozialen Proteste der GJ unterstützen zwei von drei Franzosen nach wie vor die Gelbwesten und beurteilen die Bewegung als gerechtfertigt.
    Allerdings findet eine Radikalisierung wenig Rückhalt. Gerade mal ein Drittel möchte dies.
    Die Fortführung der Proteste auf dem gegenwärtigen Level findet eine Mehrheit in der französischen Bevölkerung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Wissen DIE denn noch warum sie randalieren
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Solange sich die Gelbwesten nicht richtig organisieren, Ansprechpersonen definieren und die Unterwanderung ihrer Kreise mit sehr gewaltbereiten Personen bekämpfen, ist diese Bewegung schlichtweg nichts wert und sie wird nichts zählbares erreichen. Demonstrieren und etwas verändern wollen ist auch immer mit Verantwortung übernehmen verbunden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen