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Nawalnys Ärzte warnen vor Herzstillstand
Aus Tagesschau vom 18.04.2021.
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Kremlkritiker im Hungerstreik Nawalny wird nun doch ins Spital verlegt

  • Alexej Nawalny ist in ein Spital für Gefangene verlegt worden.
  • Der russische Kremlgegner war im Straflager vor mehr als zweieinhalb Wochen in einen Hungerstreik getreten.
  • Der Gesundheitszustand des Oppositionellen wurde von der Gefängnisbehörde am Montag als «zufriedenstellend» bezeichnet.

Nawalny trat in den Hungerstreik, um so einen Arztbesuch durchzusetzen. Sein Team bezeichnete Nawalnys Gesundheitszustand am Wochenende als bedrohlich und warnte eindringlich vor einem drohenden Herzstillstand.

EDA verlangt Nawalnys Freilassung

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Das EDA äussert sich besorgt über Meldungen zum sich verschlechternden Gesundheitszustand von Alexej Nawalny. Es fordert die sofortige Freilassung des russischen Oppositionellen. Über Sanktionen im Zusammenhang mit Nawalny hat der Bundesrat noch nicht entschieden.

Die russischen Behörden müssten Sicherheit und Wohlergehen für Nawalny sicherstellen, schreibt das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Stellungnahme. Es sei problematisch, dass Nawalny im Zusammenhang mit einem Strafverfahren verurteilt worden sei, das der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 2017 als «willkürlich und offenkundig unangemessen» bezeichnet habe.

Russland verletze mit der Verurteilung internationale Konventionen, zu deren Einhaltung es sich verpflichtet habe, schreibt das EDA weiter. Staaten unterstünden gegenüber Personen in ihrem Gewahrsam besonderen Verpflichtungen.

Den Behörden zufolge wird der 44-Jährige jeden Tag von einem Allgemeinmediziner untersucht. «Mit Zustimmung des Patienten wurde ihm eine Vitamintherapie verschrieben», heisst es in der Mitteilung. Das Spital in der Region Wladimir östlich von Moskau sei auf «die laufende Beobachtung» solcher Patienten spezialisiert.

Washington drohte mit Konsequenzen

Die USA, EU und Deutschland hatten am Sonntag die russische Führung aufgefordert, dem Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin medizinischen Zugang zu gewähren. Washington drohte sogar mit Konsequenzen, sollte Nawalny in Haft sterben.

Nawalny hatte im August in Russland einen Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok überlebt und war monatelang in Deutschland behandelt worden. Er wurde im Februar zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

SRF 4 News, 19.04.2021, 12:00 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
    Das EDA sollte sich hier raushalten. Es ist eine Inerrussische Angelegenheit und auf gezielte Stimmungsmache sollte er und auch SRF nicht eingehen (Ein Artikel über den Stand zu Nawalny sollte reichen. Nicht jeden Tag einen!)
    Der Bundesrat sollte sich erst einmal um die eigenen Beanstandungen des EMRG kümmern. Zb. die mehrmals verurteilte Militärpflichtersatz für Invalide.
  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    "Washington drohte sogar mit Konsequenzen, sollte Nawalny in Haft sterben." -- Es ist die einzige Sprache, welche Putin versteht: Wenn ein übermächtiger, militärischer Gegner droht!
    1. Antwort von Peter König  (Vignareale)
      Drohen kann Jede und Jeder sicher
      hat diese Dohung Putin nicht gekratzt. Das nächste ist dass Navalny plötzlich wieder gesund ins munter ist und von Neuem gegen den Staat verbal agieren wird, vergisst aber, dass er noch eine Strafe absitzen muss
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      König: weshalb "Strafe" ?
    3. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      @ Planta
      Ein Gericht in Russland hat ihn wegen mehrmaligem Verstoss gegen Kautionsauflagen zu einer Haftstraffe verdonnert. Dafür die Strafe. So funktioniert das normalerweise in einem Rechtsstaat. Siehe auch Assange, er hat den verstoss gegen Kautionsauflagen auch absitzen müssen. Nur sitzt er nach Straferfüllung noch immer im Gefängnis.
    4. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Meier: die Judikative ist in Russland nicht unabhängig von der Exekutive. Der Kreml mischt sich überall ein.
    5. Antwort von Hans Müller  (mueller3601)
      Interessant zu beobachten: einerseits der ohne Zweifel sicher berechtigte Aufschrei der westlichen Welt und mediale Berichterstattung im Fall Nawalny. Auf der anderen Seite wird leider viel zu wenig über Julian Assange berichtet, dem es aufgrund langjähriger Inhaftierung und Isolation, gesundheitlich auch schlecht geht. Ist halt immer eine Frage wen der (US)Westen als Held oder Feind betrachtet...
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es funktioniert nur wenn alle Staaten Russland die Stirne bieten und nur so wird Russland einlenken. Auch der Ukraine Konflikt wird sich nur mit Druck von allen auf die Russische Regierung lösen. Aber zusammen halten sollten die Staaten endlich und nicht nur auf die USA warten.
    1. Antwort von Alexander Markert  (garantiert-trollfrei)
      Die Zeiten, dass die USA Ländern befehlen können, wo es lang geht, sind in dem Augenblick beendet, in dem RU und China gemeinsame Sache machen. DAS sind die neuen Tatsachen. China entscheidet also in allerallerletzter Instanz, was in der Ukraine passiert, so verrückt das auch klingt.