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Lima-Gruppe spricht mit USA über Venezuela-Krise
Aus Tagesschau vom 25.02.2019.
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Krise in Venezuela «Ich bin zuversichtlich, dass Maduros Tage gezählt sind»

  • US-Vizepräsident Mike Pence reist nach Bogotá, um Venezuelas Interimspräsident Juan Guaidó zu treffen.
  • US-Aussenminister Mike Pompeo geht davon aus, dass Maduro bald als Präsident abdanken muss.

Nach einem von Gewalt überschatteten Wochenende an den Grenzen Venezuelas suchen die Gegner des umstrittenen Machthabers Nicolàs Maduro neue Wege aus der Krise.

US-Vizepräsident Mike Pence reist nach Bogotá, um mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó nächste Schritte gegen Maduro zu besprechen. «Es ist Zeit für ein freies und demokratisches Venezuela», schrieb Pence auf Twitter vor seiner Abreise aus Washington.

Nach dem gescheiterten Versuch, Hilfsgüter von Kolumbien und Brasilien aus nach Venezuela zu bringen, wollen Pence und Guaidó heute zusammen mit lateinamerikanischen Regierungsvertretern der sogenannten Lima-Gruppe härtere Massnahmen gegen das Maduro-Regime ergreifen.

Guaidó wird erstmals an den Debatten der Lima-Gruppe teilnehmen, die 2017 von 14 amerikanischen Staaten gebildet wurde, die kritisch zur Regierung Maduros stehen.

«Jede Option liegt auf dem Tisch»

US-Aussenminister Mike Pompeo geht davon aus, dass Maduro bald als Präsident abdanken muss. «Ich bin zuversichtlich, dass das venezolanische Volk dafür sorgen wird, dass Maduros Tage gezählt sind», sagte Pompeo in einem Interview des Senders CNN.

In einem Interview des Senders Fox News schloss Pompeo erneut auch eine militärische Option für Venezuela nicht aus. «Wir haben gesagt, dass jede Option auf dem Tisch liegt.» Auch Guaidó erklärte, es sollten «alle Karten auf dem Tisch bleiben».

Schwere Zwischenfälle

Das Treffen in Bogotá wurde einberufen, nachdem die von Guaidó mit Unterstützung von Kolumbien, Brasilien, Chile und den USA für Venezuela bereitgestellten Hilfsgüter am Samstag an verschiedenen Grenzpunkten von Sicherheitskräften Maduros gestoppt wurden. Sowohl an der Grenze zu Kolumbien sowie an der zu Brasilien kam es zu schweren Zwischenfällen mit mindestens drei Toten und rund 300 Verletzten.

Guterres schockiert

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UNO-Generalsekretär Antonio Guterres ist schockiert über die Gewalt an der Grenze zu Venezuela. Er sei traurig und bestürzt über den Tod mehrerer Zivilisten, erklärte Guterres. Die Konfliktparteien rief er auf, alles zu unternehmen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Kolumbien hat am Sonntag alle Grenzübergänge nach Venezuela für die Dauer von 48 Stunden geschlossen, um die bei den Zusammenstössen entstandenen Schäden zu reparieren. Trotzdem kam es auch am Sonntag zu vereinzelten Zusammenstössen, bei denen Demonstranten und venezolanische Sicherheitskräfte aneinandergerieten.

«Das sind schmachvolle Szenen»

Uno-Menschenrechtschefin Michelle Bachelet verurteilte das gewalttätige Vorgehen von Sicherheitskräften in Venezuela bei der Blockade von Hilfstransporten. «Menschen wurden erschossen, andere trugen Wunden davon, von denen sie sich nicht mehr vollständig erholen werden», sagte Bachelet. «Das sind schmachvolle Szenen.» Die Krise in Venezuela ist ab heute auch Thema im Uno-Menschenrechtsrat in Genf, dessen vierwöchige Sitzung von Uno-Generalsekretär António Guterres eröffnet wird.

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Pattsituation im venezolanischen Machtkampf
Aus Tagesschau vom 24.02.2019.
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Fakten und Daten zu Venezuela

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65 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Suter  (Michel)
    "Regierung und Militär wollen keine Hilfslieferungen ins Land lassen", heisst es im Video von srf. Diese Aussage ist falsch und stellt die Regierung in ein schlechtes Licht. Hilfslieferungen aus vertrauenswürdiger Quelle lässt die Regierung sehr wohl ins Land, aber nicht dieses troyanische Pferd aus den USA, das mit humanitärer Hilfe gar nichts zu tun hat sondern nur via Regime Change den Zugriff auf das Oel ermöglichen soll. Ein perfides Manöver, das auch von srf so benannt werden könnte.
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Wo wurden diese Hilfslieferungen hereingelassen?
    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      @ R. Camenisch: z.B. an Flughäfen, Häfen usw? Siehe Ihr Zitat des Roten Kreuzes, wonach es seine Hilfeleistung im Land ausdehnt. Also lässt Maduro hilfe zu.
    3. Antwort von Tom Duran  (Tom Duran)
      Erstaunlich wie amerikafeindlich die Schweizer noch immer sind. Sieht man mal hin, stellt man doch fest, dass bei einem Rückzug der Truppen, z.B. im mittleren Osten das absolute Chaos ausbricht. Offensichtlich ziehen die Schweizer Terror, Gewalt und Unterdrückung einer demokratischen Schutzmacht vor.
      Vergessen wir nicht, diese Länder werden seit Dekaden diktatorisch regiert und werden von selber kaum einen anderen Weg einschlagen.
  • Kommentar von Theres Schmid  (Theres Schmid)
    In Venezuela kann man wieder einmal das menschliche Antlitz des Sozialismus bewundern.
    1. Antwort von Tom Duran  (Tom Duran)
      Stimmt leider. Allerdings kann man auch in der Schweiz züge einer Planwirtschaft sehen, etwas das mit einem freien Markt so gar nichts zu tun hat. Kartelle, Korruption und Staatliche Förderung der Superreichen, da muss man nicht mal über unsere Grenze blicken, dass haben wir hier 1 zu 1.
  • Kommentar von Marcel Chauvet  (xyzz)
    Bleibt abzuwarten, wann der große Elefant wieder mal in einem Porzellanladen sein Unwesen treibt und letztendlich alles schlimmer macht, als es jetzt schon ist.
    1. Antwort von Tom Duran  (Tom Duran)
      Noch schlimmer? Wie soll das gehen? Sind Sie dafür das man einfach wie Europa es pflegt tatenlos zusieht wie Menschen abgeschlachtet werden?