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Kurz vor dem Brexit Briten greifen nach dem irischen Pass

  • Unmittelbar vor dem Austritt Grossbritanniens aus der EU beantragen immer mehr Briten den Pass des Nachbarlandes Irland.
  • Laut dem irischen Aussenministerium waren es 2018 über 190’000 Anträge – ein neuer Höchststand. 2015 waren es noch halb so viele.
  • Knapp die Hälfte der Anträge kommen aus der britischen Provinz Nordirland.
Video
Aus dem Archiv: Knackpunkt Nordirland-Frage
Aus 10 vor 10 vom 17.10.2018.
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Das irische Aussenministerium teilt mit, dass aus Nordirland rund 84’850 Anfragen eingegangen sind, etwas mehr als im Jahr zuvor. Aus dem Rest Grossbritanniens kamen 98’500 Anträge – ein deutliches Plus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wer einen Pass beantragen kann

Jede Person, die in Irland oder Nordirland geboren wurde oder deren Eltern oder Grosseltern aus Irland kommen, kann einen irischen Pass beantragen. Das betreffen etwa sechs Millionen Briten. Irlands Aussenminister Simon Coveney zeigte sich erfreut: «Der irische Pass ist ein wertvolles Dokument.»

Viele Briten befürchten, dass sie nach dem Brexit am 29. März das uneingeschränkte Recht verlieren, in den Ländern der EU zu leben und zu arbeiten. Ein Pass des EU-Mitglieds Irland kann dies verhindern. Auch in anderen EU-Ländern ist die Zahl der Einbürgerungsanträge von Briten vor dem Brexit deutlich gestiegen.

Brexit-Lösung unsicher

Ende März soll Grossbritannien aus der Europäische Union austreten. Unklar ist, ob es dem britischen Parlament bis dahin gelingt, ein Austrittsabkommen zu verabschieden oder ob es zu einem Brexit ohne Folgevereinbarung kommt.

Vor gut drei Wochen erst hat die britische Premierministerin Theresa May die Brexit-Abstimmung im Parlament verschoben, weil sie befürchtete, keine Mehrheit für ihren Vorschlag zu bekommen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Da sieht man eindrücklich was Volksentscheide bewirken können, wenn jeder, der keine Ahnung hat, mit abstimmen darf.
    MfG
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Das Problem ist, dass Manche die direkte Demokratie als eine Art Bestrafungssystem für die Regierung missverstehen. Im Sinne von: "Eins reinwürgen" "Unzufriedenheit ausdrücken" etc. So funktioniert dieses System jedoch nicht und führt zu keinem positiven, politischen Mitwirken der Bevölkerung.
  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Was wenn die Briten Nordirland den Iren überlassen würden wo es zumindest geografisch hingehört. Wäre ich Nordire würde ich lieber zu Irland gehören als zu GB
    1. Antwort von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
      @Adi Berger: Die Katholiken in Nordirland wären damit vermutlich einverstanden. Aber was ist mit den Protestanten? Die dürften an dieser Idee keine Freude haben.
    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Dann gäbe es einen bewaffneten Konflikt und eine Menge Tote.
    3. Antwort von Alexander Ognjenovic  (Alex)
      Klar ist das die beste Lösung dass die Briten Nordirland den Iren überlassen! So können dann gleich alle Bürger Nordirlands irische Pässe bekommen und sind dann noch ein par weitere Jahre EU-Mitglied bis die EU schliesslich komplett zerfällt!
  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Wenn die Briten da nicht aufpassen,werden sie die Bildung einer Fünften Kolonne
    erleben.Ein irisch-britischer Doppelbürger hat dann alle Vorteile einer EU-Mitgliedschaft,die Nachteile überlässt er seinen ehemaligen Landsleuten.
    Der grosse Fehler passierte schon vor Jahrhunderten,als England Irland in sein
    Königreich presste und die Iren mehrfach verhungern liess.Die passen einfach nicht zusammen.