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Venezuelas Regierung und Opposition vereinbaren Dialog
Aus SRF 4 News aktuell vom 14.08.2021.
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Langer Machtkampf Venezuela: Regierung und Opposition vereinbaren Dialog

  • Nach einem jahrelangen Konflikt wollen die Regierung und die Opposition in Venezuela wieder miteinander sprechen.
  • Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, hiess es von Seiten Norwegens.
  • Das skandinavische Land agiert bei den Verhandlungen in Mexiko als Vermittler.
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Aus dem Archiv: Venezuelas gespaltene Opposition
Aus SRF News vom 06.02.2021.
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Nun würden Gespräche aufgenommen, um die politische und wirtschaftliche Krise im südamerikanischen Land zu beenden. 2018 und 2019 waren Verhandlungen über die Aufnahme eines solchen Dialogs noch gescheitert. In Venezuela tobt seit Jahren ein Machtkampf zwischen der Regierung von Nicolás Maduro und der Opposition um Juan Guaidó, der von westlichen Ländern unterstützt und als Venezuelas Staatschef anerkannt wird.

Norwegen vermittelt in Mexiko

Dag Nylander ist der Chef der norwegischen Vermittlungsdelegation. Bei einer Auftaktzeremonie in Mexiko-Stadt, wo die Gespräche stattfinden sollen, sagte er: «Beide Parteien haben den mutigen Beschluss gefasst, einen umfassenden Verhandlungsprozess einzuleiten.»

Legende: Jorge Rodriguez (Präsident der Nationalversammlung Venezuelas), Marcelo Ebrard (Mexikos Aussenminister), Dag Nylander (Norwegens Regierungsvertreter) und Gerardo Blyde Perez (Leiter der Oppositionsdelegation Venezuelas) mit der unterzeichneten Absichtserklärung. Reuters

Nylander hatte auch schon an den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc-Guerilla teilgenommen. Die Niederlande und Russland sitzen auf Seiten der Opposition beziehungsweise der Regierung mit am Tisch. Neun Delegierte jeder Seite sollen an den Gesprächen teilnehmen.

Venezuela in politischer und wirtschaftlicher Not

Die Opposition fordert freie Wahlen und die Freilassung der politischen Gefangenen, die sozialistische Regierung strebt eine Lockerung der internationalen Sanktionen an. So sitzen die USA zwar nicht mit am Tisch, dürften aber eine entscheidende Rolle spielen.

Mehrere Gesprächsrunden zwischen Regierung und Opposition in den vergangenen Jahren waren gescheitert. «Wir gehen mit Vorsicht und nicht allzu hohen Erwartungen an diesen Prozess heran. Aber die Notlage kann nicht länger warten», sagte ein Vertreter der Opposition im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mexiko.

Video
Aus dem Archiv: Amnesty will Ermittlungen gegen Präsident Maduro
Aus Tagesschau vom 14.05.2019.
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Venezuela steckt in einer tiefen politischen, wirtschaftlichen und humanitären Krise. Oppositionsführer Juan Guaidó hatte sich Anfang 2019 zum Interimspräsidenten erklärt und versucht seitdem, den autoritären Staatschef Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen. Zwar erhielt er viel Unterstützung aus dem Ausland, konnte sich aber in Venezuela selbst nicht durchsetzen. Angesichts von Armut und Gewalt haben rund 5.6 Millionen Venezolaner ihre Heimat verlassen.

SRF 4 News aktuell, 14.08.2021, 03:30 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    "So sitzen die USA zwar nicht mit am Tisch, dürften aber eine entscheidende Rolle spielen."
    Das sehe ich auch so- die "entscheidende Rolle" nehmen sie (die USA) über Marionetten wie Guaidó in Venezuelas Opposition wahr.
    Maduro vertritt die Interessen der Indigenen Venezuelas- Grossgrundbesitzer und Investoren werden durch die Opposition vertreten werden.
    Ich halte es bereits für einen Erfolg, dass verhandelt wird. Zuerst müssen die Sanktionen weg, denn Sanktionen heisst Krieg gegen die Armen.
    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Maduro, der usurpierende Busfahrer vertritt vor allem seine eigenen Interesse und die seiner Lakaien. In keiner Weise vertritt dieser die Interesse der gewöhnlichen Bevölkerung Venezuelas. Das Elend in dem Land ist zu 100% die Verantwortung von Maduro und Chaves.
  • Kommentar von Andreas Schori  (malanders)
    Das wichtigste fehlt in diesem Artikel: Venezuela steckt in einer tiefen politischen, wirtschaftlichen und humanitären Krise WEGEN DEM EMBARGO DER USA. Wo in einem kleinen Staat eine linke Regierung an die Macht kommt wird das Land von den USA isoliert und kaputt gemacht. Iran, Chile, Vietnam, Kuba, Venezuela, ...
    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Nein, das Embargo der USA ist nicht verantwortlich für das Leid im Land. Das haben Maduro und Chaves ganz alleine hinbekommen. Es greift zu kurz, das eigene Versagen in Massnahmen der USA zu suchen. Maduro ist nicht Links sondern schlicht und einfach ein Usuper der seine Macht unrechtmässig ergriffen hat und diese nun nicht mehr abgibt.