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Zwei ebenbürtige und kontrastreiche Kandidaten
Aus HeuteMorgen vom 23.10.2020.
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Letztes TV-Duell vor US-Wahlen Trump und Biden im Faktencheck

Weniger als zwei Wochen vor der US-Wahl sind Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden beim zweiten und letzten TV-Duell aufeinandergetroffen. Ein prüfender Blick auf die Aussagen der beiden Kandidaten:

Trump und das Coronavirus: Das Coronavirus wird «verschwinden» und die Pandemie schon bald zu Ende sein, so der US-Präsident.

Bewertung: Die Aussagen Trumps stehen im Widerspruch zu Wissenschaftlern und der gegenwärtigen Entwicklung. Wissenschaftler wie der US-Immunologe Anthony Fauci gehen davon aus, dass es angesichts der weltweiten Verbreitung des Coronavirus nicht mehr möglich ist, den Erreger komplett auszurotten. Auch mit einem Impfstoff dürfte es noch während Jahren immer wieder Infektionen geben. Zudem stieg die Zahl der Neuinfektionen in den USA zuletzt wieder auf knapp 63'000 innerhalb von 24 Stunden.

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Trump zu Covid-19: «Es wird verschwinden.»
Aus News-Clip vom 23.10.2020.
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Biden und das Fracking: Er habe nie gesagt, dass er gegen Fracking sei, so Joe Biden.

Bewertung: Das ist falsch. In einer Debatte während der Vorwahlen im März hatte sich Biden zustimmend zu einer Äusserung seines damaligen Kontrahenten Bernie Sanders geäussert, der forderte, dass Fracking so schnell wie möglich gestoppt werden müsse. Später stellte sein Wahlkampfteam klar, dass Biden gemeint habe, neue Fracking-Vorhaben zur Erdgas-Förderung einschränken zu wollen. Mittlerweile sagt Biden, gegen ein generelles Frackingverbot zu sein. Er wolle nur keine neuen Genehmigungen dafür auf Flächen im Besitz des Bundes zulassen.

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Biden: «Ich habe nie gesagt, dass ich gegen Fracking bin.»
Aus News-Clip vom 23.10.2020.
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Trump und die Korruptionsvorwürfe: Biden habe 3.5 Millionen Dollar von Russland bekommen.

Bewertung: Dafür gibt es keine Beweise. Der Vorwurf von Trump an Biden ist neu. Ein ähnlicher Vorwurf war zuvor aber in Richtung von Bidens Sohn Hunter geäussert worden. Auch dafür gab es allerdings keine Beweise. Eine Untersuchung der Republikaner im US-Senat kam zu dem Schluss, dass die Witwe des ehemaligen Bürgermeisters von Moskau 2014 ein Beraterhonorar in Höhe von 3.5 Millionen US-Dollar auf das Bankkonto der Firma Rosemont Seneca Thornton überwiesen hat. In einem Bericht zu der Untersuchung hiess es, dass Hunter Biden 2013 die Investmentgesellschaft mitbegründet hatte.

Hunter Bidens Anwalt erklärte daraufhin, sein Mandant habe weder Anteile an der Firma gehalten, noch sei er ein Mitbegründer – Geld habe er keines erhalten. Joe Biden sagte in der Debatte, er selbst habe niemals auch nur einen «Penny» aus einem anderen Land angenommen.

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Trump: «Biden bekommt eine Menge Geld von Russland.»
Aus News-Clip vom 23.10.2020.
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Trumps Behauptung zu Nordkorea: Der US-Präsident erklärte, seine Korea-Politik habe Millionen Leben gerettet.

Bewertung: Für die Aussage gibt es keine Grundlage. Trump hat sich dreimal mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un getroffen, um das Land zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms zu bewegen. Dies ist aber bislang nicht gelungen. Seit einem gescheiterten Gipfeltreffen Kims und Trumps im Februar 2019 kommen die Nuklearverhandlungen nicht mehr voran.

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TV-Duell: Streit über Nordkorea und Bidens Hitler-Vergleich
Aus News-Clip vom 23.10.2020.
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Biden und das «geheime» Konto von Trump: Trump habe ein geheimes Konto in China, erklärte der ehemalige Vizepräsident.

Bewertung: Das ist laut Trump nicht mehr aktuell. Die «New York Times» hatte diese Woche über ein bisher unbekanntes Konto von Trump in China berichtet. Es tauche nicht in öffentlich zugänglichen Auflistungen von Trumps persönlichen Vermögenswerten auf, schrieb die Zeitung. Trump sagte nun in der TV-Debatte, dass er das Konto schon vor Jahren geschlossen habe. Er habe damals überlegt, in den Hotelmarkt in China einzusteigen, sich aber dagegen entschieden.

SRF 4 News, 23.10.2020, 03:00 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Ferenczi  (Andris)
    Trump hat nicht gesagt das Virus würde weltweit ausgerottet, die Aussage war, dass es keine "spikes and surges" mehr geben werde und dass man dran sei die Kurve zu kriegen.
    Die Aussage ist somit spekulativ und niemand kann das widerlegen, denn niemand kennt die Ansteckungszahlen von 2021.
    Die Aussage Bidens, dass sämtliche 220k Toten Trumps Verantwortung seien wird auch nicht gecheckt und zu glauben man hätte 0 Tote erreichen können wird auch von keinem Experten geteilt.
  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Es ist schon erstaunlich. Beide Kandidaten sind eigentlich nicht wählbar. Beide verstricken sich in Widersprüche und nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Und man muss sich schon bewusst sein, das mit Biden das US-Militär wieder vermehrt weltweit eingesetzt wird, so wie es schon unter Obama war. Wie hat es kürzlich in einem Beitrag geheissen: "Die USA wählt zwischen der Pest und der Cholera". Und genau so ist es. Sehr bedauerlich, dass die Demokraten keinen besseren Kadidaten haben....
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Ich bin mit Ihnen einig dass es bei den Demokraten bessere Kandidaten/innen gegeben hätte als Herr Biden. Aber wie kommen Sie auf die Behauptung dass unter Herr Biden wieder mehr US-Militär in der Welt eingesetzt wird? Hat sich Herr Biden so geäussert?
    2. Antwort von Michael Mäder  (Schwar)
      @A. Volkart: "Hat sich Herr Biden so geäussert?" -- Nicht Biden direkt, aber seine Geldgeber. Zudem war die Aussenpolitik Obamas und Bidens die Anstachelung von Regimewechseln in Syrien, Libyen, Jemen und Sudan mit jeweils folgenden Kriegshandlungen.
      Der Soldatenabzug aus Afghanistan erfolgt erst jetzt mit Trump, ebenso die Abzüge aus dem koreanischen Meer (Redimension der Militärübungen), Deutschland und Irak. O/B hatten laut Spiegel mehr Kriegstage als alle anderen Regierungen der USA.
  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Wer immer noch glaubt die Biden Familie sei nicht korrupt; bitte die Pressekonferenz von Herrn Bopulinski von gestern Abend anschauen. Dieser Mann hat über Jahre Business mit den Biden’s gemacht.
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Was ist dann die Trumpfamilie? Trump seine Söhne arbeiten auch mit dem Namen des Präsidenten.
    2. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Krebs: Es macht einen Unterschied ob man Legal oder Ilegal Geschäfte macht im Namen der Regierung