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Carlos Ghosns öffentlicher Auftritt nach seiner Flucht
Aus Tagesschau vom 08.01.2020.
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Medienauftritt nach Flucht Carlos Ghosn: «Das war die schwerste Entscheidung meines Lebens»

  • Zum ersten Mal seit seiner spektakulären Flucht ist Ex-Automanager Carlos Ghosn vor die Öffentlichkeit getreten.
  • Dabei rechtfertigte er seine spektakuläre Flucht aus Japan in den Libanon mit dem aus seiner Sicht politisch gesteuerten und korrupten Verfahren.
  • In keinem anderen demokratischen Land der Welt käme man wegen derartiger Vorwürfe ins Gefängnis.
  • Zu den Umständen seiner Flucht äusserte er sich nicht.

Ihm sei keine andere Wahl geblieben, sagte Ghosn am Mittwoch vor Journalisten in der libanesischen Hauptstadt Beirut. «Das war die schwerste Entscheidung meines Lebens.»

In keinem anderen demokratischen Land der Welt käme man wegen derartiger Vorwürfe ins Gefängnis. Zugleich beklagte Ghosn unmenschliche Haftbedingungen, unter anderem mit langer Einzelhaft mit wenig Kontakt zur Familie.

«Vorwürfe haben keine Grundlage»

Bei seinem ersten Auftritt seit der Flucht aus Japan Ende Dezember wies er alle Beschuldigungen erneut zurück. «Die Vorwürfe gegen mich haben keine Grundlage.»

Er sprach von einer Verschwörung, mit der verhindert werden sollte, den Autokonzern Nissan enger mit Renault zu verzahnen. Ghosn wollte jedoch keine weiteren Angaben dazu machen, wie er von Japan über Istanbul nach Beirut gekommen ist.

Ghosn soll in einer Kiste versteckt aus Japan in den Libanon geflohen sein. Zu der Flucht mit einem Privatjet hätten ihm zwei hierzu eingereiste Amerikaner geholfen, berichteten japanische Medien unter Berufung auf Ermittler. Japan nannte die Ausreise illegal.

Verstoss gegen Börsenauflagen

Der frühere Vorstandschef des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi war am 19. November 2018 in Tokio wegen Verstosses gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden.

Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft in Japan entlassen. Unter anderem wurde ihm verboten, das Land zu verlassen. Ghosn hat die französische, die brasilianische und die libanesische Staatsangehörigkeit

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Ich glaube Ihm kein Wort, denn wenn er nicht kriminel gehandelt hätte gäbe es kein Grund aus Japan, mit intakter und unabhängiger Justiz, zu fliehen. Jeder Krimineller sollte für seine Taten gerade stehen müssen, egal über wieviel Vermögen er verfügt.
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  • Kommentar von A Gasser  (agasser)
    Auch wenn Japan an Ghosen vermutlich ein Exempel statuiert, völlig Grundlos wurde er nicht Verhaftet. Die Vorwürfe gegen Ihn sind sicherlich gerechtfertigt. Sicherlich, das japanische Justizsystem ist Grundsätzlich voll auf Bestrafung und gar nicht auf Therapie ausgelegt. Doch mit seiner Flucht hat Ghosn quasi ein Geständnis abgelegt. Wäre er von seiner Unschuld überzeugt, müsste er nicht fliehen. Denn auch in Japan erfolgt keine Verurteilung ohne Beweise..
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  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Ganz offensichtlich wurde Herrn Goshn die Ausreise rechtmässig verweigert. NIchtsdestotrotz wird seine Schuld, oder seine Unschuld bewiesen werden müssen. Einen Gefallen hat er sich mit der Flucht nicht getan.
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    1. Antwort von Hans Vetsch  (Psan)
      Unabhängig davon ob sich am Ende die Vorwürfe, welche ihm die Untersuchungshaft eingebracht haben, erhärten oder ob er freigesprochen wird. Er hat auf jeden Fall gegen die Kautionsauflagen verstossen und wird deswegen rechtmässig verurteilt werden.
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