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Firma erstattet Anzeige Ghosn nutzte illegal türkische Privatjets zur Flucht

  • Nach der spektakulären Flucht von Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn hat die türkische Privatjetfirma MNG Anzeige erstattet.
  • Bei der Flucht seien zwei ihrer Flugzeuge illegal genutzt worden, erklärte die betroffene Firma.
  • Ein Mitarbeiter habe zugegeben, die offiziellen Unterlagen gefälscht und den Namen von Ghosn nicht aufgenommen zu haben.
  • Ghosn steht in Japan wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung unter Anklage.
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Aus dem Archiv: Die spektakuläre Flucht des Carlos Ghosn
Aus Tagesschau vom 31.12.2019.
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Vor seiner Flucht in den Libanon ist Carlos Ghosn Medienberichten zufolge zudem von einer Überwachungskamera beim Verlassen seiner Wohnung in Tokio gefilmt worden.

Die Aufnahmen zeigen demnach, wie der Ex-Renault-Chef am Sonntag (29. Dezember) gegen Mittag (Ortszeit) alleine das Haus verlässt, meldete der japanische Sender NHK unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Die Privatjets hat der Ex-Nissanchef für die Strecken Dubai-Osaka und Osaka-Istanbul, sowie eines für die Reise von Istanbul nach Beirut benutzt.

Hausarrest unter Auflagen

Der in Japan auf Kaution freigelassene Ghosn war am Sonntag überraschend in den Libanon geflüchtet. Der frühere Konzernchef von Renault und Verwaltungsratschef von Mitsubishi war am 19. November 2018 in Tokio wegen Verstosses gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden.

Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft in Japan entlassen. Mitunter wurde ihm verboten, das Land zu verlassen. Ghosn hat neben der französischen und brasilianischen auch die libanesische Staatsangehörigkeit.

Er gilt als Architekt des internationalen Autobündnisses zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi. Ghosn soll laut Staatsanwaltschaft auch private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Nur wenige Tage nach seiner Festnahme wurde er von Nissan und kurz darauf auch von Mitsubishi Motors als Verwaltungsratschef gefeuert.

Im Januar trat er schliesslich auch von seinem Posten als Renault-Konzernchef zurück. Ghosn hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von A Gasser  (agasser)
    Man muss verstehen dass in Japan das Rechtsystem lieber auf eine Angklage verzichtet als ein Freispruch zu riskieren. Die Schuldspruchrate liegt weit über 90%. Staatsanwälte versuchen daher auch mit aller Macht ein Geständnis zu erreichen. Da Ghosn dieses bekanntlich nicht abgegeben hat, es aber dennoch zu einem Prozess kommt, zeigt einfach dass auch so genug Beweise für eine Verurteilung vorliegen müssen. Deshalb ist er wohl auch geflohen und hat somit eigentlich Gestanden.
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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Das zeigt exemplarisch,wie mehrere Staatszugehörigkeiten zuungunsten
    jener ausgelegt werden,die nur den Pass ihres Heimatlandes besitzen.
    Ein Pass muss genügen.Ghosn ist jedoch noch nicht aus dem Schneider,
    dafür werden die Japaner sorgen.
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  • Kommentar von Ursula Jost  (Uschi)
    Es braucht nur genug Geld....
    Und alles wird gut....
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