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International Mehr Rettungsboote und Flugzeuge fürs Mittelmeer

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex weitet ihren Einsatz im Mittelmeer aus. Nachdem am Wochenende zwischen Italien und Libyen sowie in griechischen Gewässern über 6000 Bootsflüchtlinge gerettet wurden, sind nun zusätzliche Einsatzkräfte aus mehreren Ländern aufgeboten worden.

«Wir arbeiten daran, die Zahl der Boote und Flugzeuge zu erhöhen», sagte eine Frontex-Sprecherin in Warschau. Mehrere EU-Länder hätten bereits zugesagt, die angefragten zusätzlichen Einsatzkräfte zu schicken. Welche das sind, liess die Sprecherin offen.

Frankreich hatte bereits vergangene Woche ein Patrouillenschiff zur Verstärkung der Grenzschutzmission «Triton» geschickt. Dieses rettete am Samstag vor der libyschen Küste gut 200 Flüchtlinge von drei Booten. Heute trafen dann auch zwei deutsche Schiffe vor der Mittelmeerinsel Kreta ein. Dort werden sie nun mit Hilfsmitteln beladen.

Gerettete Flüchtlinge werden verteilt

Die Ankündigung der Ausweitung der Frontex-Mission erfolgt, nachdem am Wochenende über 6000 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet wurden.

Die ersten Geretteten wurden in der Nacht auf Sonntag auf der italienischen Insel Lampedusa an Land gebracht, weitere trafen am Sonntag in Crotone in Kalabrien ein. Heute Montag wurden 1300 der geretteten Flüchtlinge nach Sizilien gebracht, im Laufe des Tages werden zudem zwei weitere Schiffe mit insgesamt fast 1500 auf dem Mittelmeer aufgegriffenen Flüchtlingen an Bord in Reggio Calabria auf Sizilien erwartet.

«Triton»

Die EU-Grenzschutzmission folgte 2014 auf die italienische Rettungsmission «Mare Nostrum». Im Gegensatz zu dieser beschränkte sie sich zunächst grundsätzlich auf die Sicherung der Grenze. Nach der Flüchtlingskatastrophe mit möglicherweise über 800 Toten vom April beschloss die EU eine Verdreifachung des Budgets auf monatlich neun Millionen Euro.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Wenn man der EU-Grenzschutzagentur Frontex ihre Funktion als EU-Grenzschutzagentur abspricht, warum ist man dann nicht ehrlich und richtet nicht gleich einen 24-Stunden Fährbetrieb Libyen-Lampedusa ein und holt jeden Tag 10,000 ab bis wir hier Afrika haben? - Weil, das ist ja das Ziel der EU, festgelegt bereits 2008 in einem Beschluss - es müssen mindestens 50 Mio. Afrikaner als künftige Rentenzahler her. Bloss, wie soll das mit Ziegenhirten, Holzschnitzern und Bananenpflückern gehen?
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Wenn dann alle Afrikaner in Europa eingetroffen sind können wir dann nach Afrika auswandern....
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Das Probem bei diesem Austausch wäre, dass Afrika innert weniger 50 Jahren ein blühender, funktionernder Kontinent wäre, während Europa zu einem 3. Welt-Kontinent verkommen und dann die Invasion - diesmal von Norden nach Süden - wieder von vorne anfangen würde.
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  • Kommentar von Kari Warmbrodt, Thun
    Grenzschutz? Ist es die Aufgabe der EU und der CH die Leute nach Europa zu bringen? Vielleicht wollen en paar Kreise bewusst, dass in Europa ein nicht kontrollierbares Chaos ausbricht, dann könnte ganz legal unter dem Deckmantel der Humanität die Diktatur weiter gefestigt werden. Arme Einwanderer und arme jetzige und kommende Generation.
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