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Mehrere Tote nach Massenpanik Haiti ruft dreitätige Staatstrauer aus

  • Eine Massenpanik in Haiti forderte 25 Todesopfer.
  • Haitis Regierung ordnet nun eine dreitägige Staatstrauer an. 
  • Ein Influencer hatte zahlreiche Menschen zu einem Treffen an der Zitadelle Laferrière mobilisiert, einer historischen Festung.

Nach der tödlichen Massenpanik im Norden Haitis hat die Regierung eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Von Dienstag bis Donnerstag sollen die Flaggen landesweit auf Halbmast hängen. Zudem will die Regierung die Bestattungskosten der Opfer übernehmen.

Am Samstag kamen in der Gemeinde Milot an der Zitadelle Laferrière mindestens 25 Menschen ums Leben, wie Reuters berichtet. Zuvor war die Rede von 30 Toten gewesen.

Steinmauer einer alten Festung mit Personen davor.
Legende: Die historische Festung Zitadelle Laferrière, aufgenommen im April 2024. REUTERS/Ricardo Arduengo

Als starker Regen einsetzte, geriet die dicht gedrängte Menge in Bewegung. Menschen drängten gleichzeitig hinein und hinaus, teils durch nur ein geöffnetes Tor. Es kam zu Rangeleien, viele wurden niedergetrampelt.

«Die Mehrheit starb durch Erstickung», sagte der Bürgermeister von Milot. Unter den Opfern befanden sich gemäss Medienberichten viele Jugendliche und Kinder.

Ministerpräsident Alix Didier Fils-Aimé zeigte sich in einer Mitteilung «tief bestürzt» über den Vorfall. 

Den Andrang hatte ein über Tiktok verbreiteter Aufruf ausgelöst. Ein Influencer lud zu einem Treffen mit Transport, Getränken und Unterhaltung ein. Schon früh strömten zahlreiche Menschen zur historischen Festung. Laut «AyiboPost» wies der Influencer jegliche Verantwortung von sich.

Die Zitadelle Laferrière gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und gilt als Symbol des haitianischen Freiheitskampfes. Die Regierung will die Bestattungskosten übernehmen. Angaben zu Verletzten fehlen bislang.

SRF 4 News, 12.04.2026, 10 Uhr ; 

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