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Legende: Video Aus dem Archiv: Traumatisierte Flüchtlinge – Reportage aus Uganda abspielen. Laufzeit 02:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.10.2018.
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Migranten oder Flüchtlinge? Flüchtlings- und Migrationspakt: zwei verschiedene paar Schuhe

Auf den ersten Blick wirken der UNO-Flüchtlingspakt und der in Marrakesch angenommene UNO-Migrationspakt wie zwei Fassungen desselben Papiers. Die Vereinten Nationen fahren bei dem Thema aber zweigleisig. Für sie sind die Begriffe «Flüchtling» und «Migrant» nicht gleichbedeutend.

Nach internationalem Recht gelten für den Umgang mit Flüchtlingen auch andere Regeln als für den Umgang mit Migranten. Der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge sind Migranten Menschen, die ihren Wohnort verlassen – egal aus welchen Gründen, wie lange und ob freiwillig oder unfreiwillig.

Flüchtlinge bilden dabei eine Untergruppe: Sie sind Migranten, die aus ihrer Heimat wegen Gewalt und Konflikten flüchten – etwa wegen des Kriegs in Syrien – oder weil sie dort verfolgt werden.

Unterschiedliche Herausforderungen

Zwei getrennte UNO-Pakte gibt es auch deshalb, weil beide betroffenen Gruppen meist mit ganz anderen Herausforderungen kämpfen. Flüchtlinge werden zum Beispiel häufig in Notlagern untergebracht und humanitär versorgt.

Hier geht es zunächst um ihr Überleben und die Frage, ob sie in ihre Heimat zurückkehren können. Migranten, die keine Flüchtlinge sind, müssen dagegen etwa vor Ausbeutung in Arbeitsverhältnissen an ihrem neuen Wohnort geschützt werden.

Der Umfang beider Papiere ist in etwa gleich: Der Uno-Flüchtlingspakt ist 21 Seiten und der UNO-Migrationspakt 32 Seiten lang. Keines der beiden Dokumente ist rechtlich bindend.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Max Grob  (Max Grob)
    Geehrte Frau Fitzi. Rechtlich sind Asylverfahren, -entschluss & Ausschaffung gar nicht so komplex. Wir beide wissen genügend darüber bescheid. Sie verneinen ja nicht, dass die staatliche Unterstützung von abgelehnten Asylbewerbern einzig darauf hinausläuft, diese möglichst kostengünstig loszuwerden. Mir ging es darum, Herrn Leuenberger die Unterscheidung von Migrant & Flüchtling, provisorisch Aufgenommenen und abgelehnten Asylbewerbern aufzuzeigen. @Brauchli: Erhalten Nothilfe, kein Sozialgeld.
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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Solange man versucht, die Armutsprobleme durch Migration zu lösen oder zu lindern, wird man kaum auf dem richtigen Weg sein. Leider wird gerade da zwischen Flüchtlingen und Migranten aus sehr offensichtlichen Gründen kaum mehr unterschieden, so es darum geht einen Aufenthalt im Zielland zu erwirken. Es hat ja schon fast kriminelle Dimensionen angenommen, wie da geschaltet und gewaltet wird. Doch eines vergisst man völlig. Die Armutsprobleme in den Ursprungsländern kann man damit nicht lösen.
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  • Kommentar von Max Grob  (Max Grob)
    Herr Leuenberger, Sie vermischen hier unterschiedliche Dinge miteinander. Ein abgelehnter Asylbewerber erhält nicht die gleiche staatliche Hilfe wie ein Flüchtling. überhaupt erhält er keine staatliche Hilfe mehr, da er das Land zu verlassen hat. Ein Flüchtling erhält ein Dach über dem Kopf, medizinische Betreuung und Sozialgeld um sich Kleider und Essen kaufen zu können. Dies alles gilt für einen abgewiesenen Asylbewerber NICHT. Bitte machen Sie sich zuerst mit der Sachlage vertraut.
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    1. Antwort von L. Leuenberger  (L.L.)
      " überhaupt erhält er keine staatliche Hilfe mehr, da er das Land zu verlassen hat."...Vielleicht wissen Sie auch wieviel abgelehnte Asylbewerber das Land nicht verlassen haben...Oder wieviel vorläufig Aufgenommene( das sind ja abgelehnte Asybewerber) hier leben...
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      @Grob: Jein. Abgewiesene Asylbewerber, die aber nicht zurückgeführt werden können oder wollen, erhalten ein Dach über den Kopf, Notfallpauschale, medizinische Versorgung. googlen Sie doch über die Kritik, weil sie in Schimmelwohnung leben müssen usw. Anerkannte Flüchtlinge erhalten zudem Deutschkurse, Jobcoach, Psychiater falls nötig, Integrationsbegleitung, Rechtsbeistand undundund... Zudem müssen sie sich wegen illegalem Grenzübertritt NICHT verantworten, so wie andere das tun müssen.
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    3. Antwort von Max Grob  (Max Grob)
      @ Leuenberger: abgelehnte Asylbewerber und vorläufig aufgenommene Asylbewerber sind NICHT das Gleiche! Liegt doch auf der Hand, oder?
      @Fitzi: abgewiesene Asylbewerber kommen (oder bleiben) ins/im Durchgangszentrum, können aber jeder Zeit aufgegriffen, in Haft gesetzt und ausgeschafft werden.. Darum tauchen viele unter. Von da an spricht man oft von "Sans-Papiers" und diese erhalten keine staatliche Hilfe mehr. ich brauche hierzu keine Belehrung, arbeite ich doch seit 2,5 Jahren im Asylwesen.
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    4. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      @Grob: Soviel ich weiss, erhielten bis vor Kurzem auch abgewiesene Asylbewerber in Zürich die gleiche Sozialhilfe wie ein Schweizer. Dann gabs eine Abstimmung. Irre ich mich?
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    5. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      @Grob: Ihre 2,5 Jahre reichen noch nicht aus, alles korrekt gelernt zu haben. Insbesondere wenn Sie nicht in der Verwaltung arbeiten, sondern beispielsweise in der Betreuung. Ich arbeitete über 10 Jahre im SEM in Bern, direkt an der Quelle solcher Beschlüsse, in der Ausführung. Danke für die realistische Betrachtung und Vermeidung von Fehlinformationen.
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    6. Antwort von Christophe Bühler  ((Bühli))
      Wenn ein Flüchtling im sicheren Erstland angekommen, in Perversion des ursprunglichen Zweckes der Flüchtlingskonvention, illegal mit Hilfe von Schleppern und NGO's in den Wunssozialstaat seiner Träume migrieren kann und dort anstatt konsequent und umgehend ausgeschafft, mit vorläufigem Aufenthalt belohnt wird; stinkt der Fisch gewaltig. Diese positive Diskriminierung von alt eingessenen Steuerzahlern gegenüber illegal Migrierenden, schläckt kei Gaiss weg.
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