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Militärmanöver mit Südkorea Donald Trump will keine «Kriegsspiele» vor Korea mehr

  • US-Präsident Donald Trump hat klargestellt, dass er die Militärmanöver mit Südkorea vor der koreanischen Halbinsel abschaffen möchte.
  • «Es gibt derzeit keinen Grund, grosse Geldbeträge für Kriegsspiele von Südkorea und den USA auszugeben», schrieb er auf Twitter.
  • Damit widerspricht Trump jüngsten Aussagen seines Verteidigungsministers James Mattis.

Allerdings könne er als US-Präsident jederzeit wieder mit den Manövern beginnen, so Trump weiter. Sollte er sich dazu entschliessen, würden die Militärübungen «deutlich grösser als je zuvor» sein.

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte zuletzt im Gegensatz dazu erklärt, es gebe derzeit keine Pläne für ein weiteres Aussetzen der Militärübungen. «Wir haben derzeit keine Pläne, weitere Übungen zu suspendieren», sagte Mattis am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Pentagon.

Donald Trump und James Mattis
Legende: Trump und sein Verteidigungsminister äusserten sich unterschiedlich zu den Militärmanövern vor Korea. Keystone/Archiv

Zweifel an Abrüstungsabsichten Nordkoreas

Die Klarstellung Trumps kommt in einer Zeit wachsender Zweifel an der Ernsthaftigkeit Nordkoreas, die vereinbarte atomare Abrüstung tatsächlich in Angriff zu nehmen. Aussenminister Mike Pompeo hatte eine für diese Woche geplante Reise in das isolierte Land auf Geheiss von Trump abgesagt.

Der Präsident machte am Mittwoch erneut China hauptsächlich dafür verantwortlich, dass die Abrüstung nicht voran gehe. Er habe das Gefühl, dass Nordkorea unter grossem Druck Chinas stehe – ausgelöst durch den Handelsstreit Chinas mit den USA.

Gleichzeitig versorge China aber das kommunistische und von weltweiten Sanktionen betroffene Land in signifikanter Weise mit Hilfsgütern, darunter Treibstoff, Dünger und andere Rohstoffe sowie mit Finanzen.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Das ganz grosse Problem in Südost-Asien gilt es im Auge zu behalten. Obama selbst hat sich dazu auch geäussert und die Herausforderungen gesehen. Er war so schlau das medial defensiv verpackt zu kommunizieren. Das fehlt Trump eindeutig. - Wer glaubt, dass nur Kim-Jong-Un das Problem ist, irrt sich gewaltig. KimJong-Un wird rein nichts (niemals) machen ohne Rückendeckung. Diese Atomaufrüstung fand mit stillschweigender Billigung aus Peking statt. China ist auf Expansionskurs und Konfrontation !
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  • Kommentar von Thomas F. Koch (dopp.ex)
    Nachtrag: Die ganze Nachricht ging über vier Tweets und Begann mit: Statement from the White House. Das erklärt die dritte Person und, dass er es nicht selber schrieb. Aber warum findet man dieses Statement nicht auf der offiziellen whitehouse.gov Seite nicht?
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Wenn man seine Aussage 1:1 nehmen könnte, wäre das eine der seltenen guten Nachrichten aus dieser Ecke.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      In diesem Punkt wird man wohl davon ausgehen können, dass es vorerst keine Manöver geben wird. Das kann sich wieder ändern. Im Moment braucht es keine Manöver und da kommen die Einsparungen doch sehr gelegen.
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