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Grossbritannien zieht Huawei den Stecker beim 5G-Ausbau
Aus Tagesschau vom 14.07.2020.
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Mobilfunk in Grossbritannien Britische Regierung schliesst Huawei vom Bau des 5G-Netzwerks aus

  • Die britische Regierung schliesst die chinesische Firma Huawei als Lieferant beim Aufbau des 5G-Netzes in Grossbritannien aus.
  • Das gab der britische Medienminister Oliver Dowden bekannt.
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Aus dem Archiv: Huawei unter Spionageverdacht
Aus 10vor10 vom 01.02.2019.
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Der Kauf von Huawei-Komponenten für Netzwerkanbieter in Grossbritannien soll demnach von Ende dieses Jahres an verboten sein. Bereits verbaute Teile sollen bis 2027 entfernt werden, sagte Dowden. Noch Anfang des Jahres hatte die Regierung von Premierminister Boris Johnson eine Beteiligung Huaweis am Bau des 5G-Netz zumindest teilweise erlaubt. Erwartet wird, dass der Ausbau des 5G-Netzes in Grossbritannien durch die Kehrtwende nun um Jahre zurückgeworfen wird.

Sicherheitsbedenken und US-Sanktionen

Grund für den Schritt sind nach Angaben der Regierung neben Sicherheitsbedenken auch die Folgen der kürzlich verhängten US-Sanktionen gegen Huawei. Washington versucht seit Monaten, Druck auf seine Partner auszuüben, Huawei vom Ausbau seiner 5G-Netze auszuschliessen. Grossbritannien hofft auf ein lukratives Handelsabkommen mit den USA nach dem Austritt aus der Europäischen Union. Ein Streit um Huawei hätte die Verhandlungen erheblich belasten können.

Doch auch mit China hofften die Briten nach dem Brexit auf ein erhöhtes Handelsvolumen. Doch die Beziehungen mit Peking sind derzeit durch den Streit um das von China eingeführte Sicherheitsgesetz in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong ohnehin erheblich angespannt.

USA verhängen Visabeschränkungen gegen Huawei-Beschäftigte

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Die USA haben Visabeschränkungen gegen Beschäftigte von chinesischen Technologiefirmen erlassen. Von den Sanktionen betroffen seien unter anderem Beschäftigte des Telekom-Riesen Huawei, erklärte das US-Aussenministerium in Washington, ohne andere Firmen namentlich zu nennen. «Bestimmte» Huawei-Mitarbeiter leisteten der kommunistischen Führung in Peking bei Menschenrechtsverletzungen «materielle Unterstützung», hiess es zur Begründung. Das Aussenministerium warnte Telekommunikationsfirmen in aller Welt davor, Geschäfte mit Huawei zu machen.

Kurswechsel kommt Mobilfunkbetreiber teuer zu stehen

Der Kurswechsel der britischen Regierung kommt die Mobilfunk-Provider des Landes teuer zu stehen. Da die vierte Mobilfunkgeneration 4G (LTE) und 5G technisch aufeinander aufbauen, hätte bereits vorhandene LTE-Technik von Huawei vergleichsweise einfach auf 5G aufgerüstet werden können. Wenn man im 5G-Netz Huawei jedoch als Anbieter ausschliesst, müssen auch die 4G-Anlagen der Chinesen im Rahmen der 5G-Aufrüstung entfernt werden, obwohl die eigentlich noch voll funktionsfähig sind.

SRF 4 News, 14.07.2020, 14:00 Uhr;

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80 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Sobald China unsere Infrastruktur kontrolliert, kann es diese auch Abschalten. Ergreift unser Land eine Initiative die China nicht passt, kann es dank Huawei einfach mal unser Mobilfunknetzwerk lahmlegen. Unsere Entscheidungsträger sind Blind und Naiv dieser Diktatur auch nur 1mm über den Weg zu trauen.
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    1. Antwort von Andre Mahr  (Andre M.)
      Das verrückte daran ist, Hr. Gasser, dass dies offensichtlich für jedermann ist. Leider kommt diese Haltung nicht in der Politik an. Die Wirtschaft weiss es, will aber -natürlich- keine Veränderungen. Letztlich sind wir alle handlungsunfähig und es bleibt uns persönlich nur ein Mittel: keine Produkte Made in China kaufen bzw. so weit es geht vermeiden. Fangen wir an!
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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Tja wenn ich mir vorstelle was die USA so treibt und spioniert, weltweit. Die USA sollten zuerst vor der eigenen Haustüre sauber machen, sind vermutlich mind. so schlimm wie Chia. Dass Staaten vor den USA einknicken und diese Erpressung zulassen ist sehr bedenklich und das von einem Präsidenten der mit China und Russland krumme Geschäfte macht, gemacht hat....
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    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Nein, die USA sind trotz all den Kritikpunkten in jedem Fall China vorzuziehen. Whataboutism ist hier fehl am Platz, denn es geht um nichts geringeres als um den Anspruch Chinas Demokratie und Freiheit auf der ganzen Welt nach Chinesischem Vorbild auszulöschen.
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    2. Antwort von Andre Mahr  (Andre M.)
      Nun, haben Sie Hr. Gisler, weitestgehend recht, doch muss man doch JETZT nach vorne schauen und korrigieren. Schlimm genug, dass Huawei in der Schweiz bereits mitmischt!
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  • Kommentar von Peter Mueller  (Elbrus)
    Das schwächt primär England. Die 7 jährige Übergangsfrist wird dafür sorgen, dass nicht vor 2024 mit dem Ausbau begonnen wird. Bis dahin gibt es auch eine neue Englische Regierung. Die Chinesen können auch die Waffenverkäufe der Engländer streichen. Das betrifft vor allem Optische Geräte und Kryptografie Software. 200 Mio. Pfund hört sich nicht nach viel an aber diese spezialisierten Firmen merken jede Million die fehlt.
    Nokias zweitgrösster Aktionär heisst Foxconn.
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