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Mondmission Artemis-2 Die Artemis-2-Crew kehrt zur Erde zurück

Für die Besatzung der Artemis-2-Mission beginnt die kritische Phase: Die Kapsel taucht bald in die Erdatmosphäre ein. Dabei muss sie extremer Hitze standhalten.

Die Landung: Nach ihrer Reise um den Mond steht die Artemis-2-Crew vor ihrer letzten grossen Bewährungsprobe: dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Dieser soll um 1:54 Uhr in der Nacht auf Samstag erfolgen. Sobald die Kapsel «Orion» in die Erdatmosphäre eintritt, wird die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum planmässig für rund sechs Minuten unterbrochen. Mehrere Fallschirme bremsen dann die Kapsel ab, bevor sie mit rund 32 Kilometern pro Stunde, um 2:07 Uhr (MESZ) im Pazifik, nahe San Diego, landen soll.

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Die Herausforderungen: Die Phase der letzten 75 Minuten gelte als besonders heikel, da die Kapsel mit einer extrem hohen Geschwindigkeit von bis zu 40'000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre eintritt – etwa 50-mal schneller als eine Gewehrkugel. Das erklärte der Raumfahrtexperte Jon Schmidt gegenüber SRF. Die Kapsel muss innerhalb weniger Minuten stark abgebremst werden. Dabei entsteht ein sogenanntes Plasma: geladene Teilchen, in dem Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius auftreten und dem ein spezielles Hitzeschild standhalten muss. In dieser Phase sind die Astronauten extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Der Astronaut Victor Glover beschrieb das Gefühl, als würde man «wie ein Feuerball durch die Atmosphäre reiten».

Die Mission: Die Artemis 2 hob am 1. April mit dem Raketensystem «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Die Mission soll dazu dienen, zukünftige bemannte Mondlandungen vorzubereiten und die Lebenserhaltungssysteme im tiefen Weltraum zu testen. 

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Die Crew: Die vierköpfige Artemis-2-Crew besteht aus den zwei US-Astronauten Victor Glover und Reid Wiseman, der US-Astronautin Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Sie schlossen laut der Nasa letzte Tests ab, um die Landung vorzubereiten.

Die Rekorde: Erstmals seit über fünf Jahrzehnten flog eine Crew nahe am Mond vorbei und stiess weiter ins All vor, als es je ein Mensch getan hatte. Christina Koch ging dabei als erste Frau in die Geschichte der Mondumrundung ein.

Regionaljournal Zentralschweiz, 10.04.2026, 08:31 Uhr ; 

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