Die Landung: Nach ihrer Reise um den Mond steht die Artemis-2-Crew vor ihrer letzten grossen Bewährungsprobe: dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Dieser soll um 1:54 Uhr in der Nacht auf Samstag erfolgen. Sobald die Kapsel «Orion» in die Erdatmosphäre eintritt, wird die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum planmässig für rund sechs Minuten unterbrochen. Mehrere Fallschirme bremsen dann die Kapsel ab, bevor sie mit rund 32 Kilometern pro Stunde, um 2:07 Uhr (MESZ) im Pazifik, nahe San Diego, landen soll.
Artemis II: Bilder von Erde und Mond
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Bild 1 von 6. Die Erde leuchtet: dieses Bild machte der Artemis-II-Astronaut und Kommandant des Orion-Flugs Reid Wiseman. Bildquelle: Keystone / NASA via AP .
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Bild 2 von 6. Der vollständig beleuchtete Mond. Rechts die Hemisphäre, die wir von der Erde aus sehen, erkennbar an den dunklen Flecken. 6. April 2026. Bildquelle: NASA via Reuters.
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Bild 3 von 6. Der Erde von der Orion-Kapsel aus gesehen, nachdem das Raumschiff seine grösste Entfernung vom Planeten erreicht hat. Screenshot aus einem Livestream-Video vom 6. April 2026. Bildquelle: NASA via Reuters.
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Bild 4 von 6. Das Raumschiff Orion nähert sich dem Mond: Screenshot aus einem Livestream-Video vom 6. April 2026. Bildquelle: NASA via Reuters.
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Bild 5 von 6. Astronaut Reid Wiseman blickt aus einem Fenster der Orion auf die Erde, unterwegs zum Mond am Donnerstag, 2. April 2026. Bildquelle: Keystone / NASA via AP .
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Bild 6 von 6. Die Reise der «Artremis-2»-Mission gleicht einer 8 rund um Erde und Mond. Rund um den 12. April sollen die drei Raumfahrer und die Raumfahrerin wieder auf der Erde landen. Bildquelle: nasa.
Die Herausforderungen: Die Phase der letzten 75 Minuten gelte als besonders heikel, da die Kapsel mit einer extrem hohen Geschwindigkeit von bis zu 40'000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre eintritt – etwa 50-mal schneller als eine Gewehrkugel. Das erklärte der Raumfahrtexperte Jon Schmidt gegenüber SRF. Die Kapsel muss innerhalb weniger Minuten stark abgebremst werden. Dabei entsteht ein sogenanntes Plasma: geladene Teilchen, in dem Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius auftreten und dem ein spezielles Hitzeschild standhalten muss. In dieser Phase sind die Astronauten extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Der Astronaut Victor Glover beschrieb das Gefühl, als würde man «wie ein Feuerball durch die Atmosphäre reiten».
Die Mission: Die Artemis 2 hob am 1. April mit dem Raketensystem «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Die Mission soll dazu dienen, zukünftige bemannte Mondlandungen vorzubereiten und die Lebenserhaltungssysteme im tiefen Weltraum zu testen.
Start der Artemis-2-Mission – Die besten Bilder
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Bild 1 von 8. Auf dem Weg Richtung Mond: Der Start der Artemis-2-Mission vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral ist geglückt. Bildquelle: REUTERS/Joe Skipper.
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Bild 2 von 8. Ein Spektakel: Schaulustige verfolgen den Start in Florida. Bildquelle: AP Photo/Phelan M. Ebenhack.
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Bild 3 von 8. Satellitenbild der «Orion»-Kapsel mit dem Raketensystem «Space Launch System» vor dem Start. Bildquelle: Satellite image ©2026 Vantor.
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Bild 4 von 8. Etwa zehn Tage soll die Mission dauern. Bildquelle: Keystone/AP via Nasa.
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Bild 5 von 8. Sie werden rund um den Mond fliegen: Die Astronauten Victor Glover (Pilot), Reid Wiseman (Kommandant), Jeremy Hansen (Missionsspezialist) und Christina Koch (Missionsspezialistin). Bildquelle: AP Photo/Chris O'Meara.
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Bild 6 von 8. Ein Abschiedsgruss: Kommandant Reid Wiseman kurz vor dem Start. Bildquelle: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH.
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Bild 7 von 8. Astronautin Christina Koch ist die erste Frau, die an einer Mondmission teilnimmt. Bildquelle: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH.
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Bild 8 von 8. Mit Artemis 2 schicken die USA erstmals seit 50 Jahren wieder Menschen in Richtung Mond. Bildquelle: REUTERS/Jon Nazca.
Die Crew: Die vierköpfige Artemis-2-Crew besteht aus den zwei US-Astronauten Victor Glover und Reid Wiseman, der US-Astronautin Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Sie schlossen laut der Nasa letzte Tests ab, um die Landung vorzubereiten.
Die Rekorde: Erstmals seit über fünf Jahrzehnten flog eine Crew nahe am Mond vorbei und stiess weiter ins All vor, als es je ein Mensch getan hatte. Christina Koch ging dabei als erste Frau in die Geschichte der Mondumrundung ein.