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München Deutsches Ehepaar der Spionage für China verdächtigt

  • Ein deutsches Ehepaar soll für China an Hochschulen spioniert haben.
  • Deutschlands oberste Strafverfolger konnten die Beschuldigten in München fassen.

Dem Ehepaar mit deutscher Staats­an­ge­hörig­keit wird vorgeworfen, für einen chinesischen Geheimdienst Informationen über militärisch nutzbare Hoch­tech­no­logien beschafft zu haben.

Dazu sollen sie gezielt Kontakt zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen auf­ge­nommen haben, vor allem in den Fachbereichen künstliche Intelligenz (KI), Informatik sowie Luft- und Raum­fahrt­technik. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe heute mit.

Drei Personen, darunter Polizisten, begleiten jemanden hinter einem Zaun.
Legende: Der Mann, bei dem es sich um einen mutmasslichen chinesischen Spion handelt, wird zur Haftvorführung an den Bundesgerichtshof (BGH) gebracht. Keystone/RENÉ PRIEBE

Um deren Vertrauen zu gewinnen, hätten sie sich als Dolmetscher oder Mitarbeiter eines Autoproduzenten ausgegeben. In mehreren Fällen sollen sie zudem Forscher unter dem Vorwand ziviler Gastvorträge nach China gelockt haben, wo diese tatsächlich aber vor Vertretern staatlicher Rüstungskonzerne sprachen.

Kontaktpersonen werden befragt

Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts durchsuchten die Wohn- und Arbeitsräume der Be­schuldig­ten in München. Zudem wurden bundesweit – unter anderem in Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – zehn weitere Kontaktpersonen überprüft, die als Zeugen in Betracht kommen.

Das Verfahren wird in enger Zu­sammen­arbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz geführt. Die Verdächtigen werden heute dem Ermittlungsrichter am Bundes­ge­richts­hof vorgeführt, der über Unter­suchungs­haft entscheiden wird.

SRF 4 News, 20.05.2026, 14 Uhr ; 

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