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Joe Biden: «Diese Leute werden dafür bezahlen»
Aus News-Clip vom 25.09.2021.
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Nach aggressivem Grenzschutz Brasilien prüft Aufnahme von aus den USA abgeschobenen Haitianern

  • Brasilien erwägt, einige jener Haitianerinnen und Haitianer aufzunehmen, die aus den USA abgeschoben worden sind.
  • Dabei geht es in erster Linie um Menschen, die sich bereits in Brasilien aufgehalten haben.

Angesichts zahlreicher Abschiebungen aus den USA erwägt Brasilien die Aufnahme von Menschen aus Haiti unter bestimmten Bedingungen. Das bestätigten das brasilianische Aussenministerium und die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Mexiko der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend (Ortszeit).

Präsident Biden hat Vorgänge an Grenze verurteilt

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Videos aus der Grenzstadt Del Rio sorgten in den letzten Tagen für Schlagzeilen. Tausende Flüchtlinge aus Haiti hatten sich dort versammelt – in der Hoffnung, von den USA aufgenommen zu werden.

Auf Videos war zu sehen, wie US-Beamte auf Pferden Migranten zusammentrieben.

US-Präsident Biden hat die Vorgänge indessen als skandalös, schrecklich und beschämend bezeichnet. Die Verantwortlichen würden dafür bezahlen. Das Vorgehen sei gefährlich und falsch. Es sende eine falsche Botschaft und stehe nicht dafür, wer die USA seien, so Joe Biden weiter.

Die IOM teilte mit, sie bemühe sich um humane, geregelte und sichere Alternativen zu einer Rückkehr nach Haiti, das zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas gehört. Die Kommunikation mit der brasilianischen Botschaft in Mexiko sei Teil dieser Bemühungen.

Sans-Papiers als Herausforderung

Hilfreich könnten demnach Erfahrungen aus dem Programm zur freiwilligen Rückkehr von Migranten aus Mittelamerika sein, wie es die IOM in Mexiko seit Ende 2018 verfolgt. Die Menschen, die in ihre Herkunftsländer zurückkehren möchten und keine Mittel dafür haben, werden dabei von der UNO-Organisation unterstützt.

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Archiv: Tausende warten an der Südgrenze auf Einlass in die USA
Aus SRF News vom 19.09.2021.
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Eine Herausforderung könnte darin bestehen, dass sich Haitianer ohne Papiere in Brasilien aufgehalten haben und damit nicht nachweisen können, dass sie von dort kommen. Einfacher dürfte es sein, wenn sie Kinder mit brasilianischer Staatsbürgerschaft haben.

Wegen Erdbeben und Corona nordwärts getrieben

Tausende Haitianer kamen seit dem verheerenden Erdbeben in dem Karibikstaat im Januar 2010 in das damals boomende Brasilien oder liessen sich in Chile nieder. Diskriminierung und die Folgen der Corona-Pandemie haben sie nun nach Medienberichten Richtung Norden getrieben.

SRF 4 News, 25.09.2021, 8 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Dieter Strub  (STR)
    Bin alles andere als ein Trump Fan. Trotzdem frage ich mich ob seine klare Haltung gegen Migranten und das hochziehen der Schutzmauer nicht klüger waren als Bidens Willkommenspolitik a la Merkel wir schaffen das und es jetzt im Chaos endet. Sehr zum Leidwesen der Migranten.
  • Kommentar von Martin Buchmann  (Buchmi)
    Wie war das noch, als Trump die Einreise von Flüchtlingen stoppen wollte...? Ist es nun unter Biden besser geworden?
    1. Antwort von Christian Halter  (⌒o⌒)人(⌒-⌒)
      Ich sag nur: "wir schaffen das" vs "leere Lebensmittelregale in England weil Lastwagenfahrer/Innen fehlen. Irgendwo zwischendrin liegt der goldene Mittelweg. Aber einfach Fluten an Wirtschaftsflüchtlingen und Sans Papiers aufnehmen geht nicht.