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Nach Anschlag auf Reporter Amsterdam: TV-Sendung wegen Drohungen abgesagt

  • Wenige Tage nach dem Mordanschlag auf den niederländischen Kriminalreporter Peter R. de Vries ist eine Fernsehsendung wegen Drohungen abgesagt worden.
  • Ein Sprecher der Amsterdamer Stadtverwaltung erklärte, es sei eine ernstzunehmende Drohung gegen die Sendung eingegangen.
  • Das Studio im Zentrum von Amsterdam sei aus Sicherheitsgründen geräumt worden, teilte der Sender RTL mit.
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Aus dem Archiv: Anschlag schockiert Niederlande
Aus Tagesschau vom 07.07.2021.
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De Vries war am Dienstagabend vor dem Studio auf offener Strasse niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden, nachdem er in der Live-Sendung RTL Boulevard aufgetreten war. In Medienberichten hiess es, der Zustand von De Vries sei weiterhin kritisch.

Prozess gegen Drogenbande

Kurz nach dem Anschlag waren zwei Männer aufgrund von Aussagen von Augenzeugen und Kamerabildern festgenommen worden. Ein 21-jähriger Rotterdamer soll der Schütze sein. Ein 35 Jahre alter Pole mit Wohnsitz im Dorf Maurik im Südosten der Niederlande soll das Fluchtauto gefahren haben.

Die Untersuchungshaft der beiden Tatverdächtigen wurde am Freitag um zunächst zwei Wochen verlängert. Die Polizei nannte bislang keine Einzelheiten über Hintergründe oder Motive. Weithin wird in den Niederlanden das organisierte Verbrechen für den Mordanschlag verantwortlich gemacht. De Vries ist Vertrauensperson des Kronzeugen in einem grossangelegten Prozess gegen eine Drogenbande.

SRF News, 10. Juli 2021, 22:00 Uhr;

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    1. ich hoffe inständig, de Vries überlebt! Bitte berichtet auch später über ihn! 2. zuerst Anwalt, dann Reporter: das organisierte Verbrechen zittert vor diesem Kronzeugen. Ich hoffe, dass er seine Aussagen vor Gericht machen kann und auch seine Anwälte unter Personenschutz stehen.
  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Schweden, Frankreich, die Niederlande und Deutschland zeigen schon mal wo die Reise hingeht.
  • Kommentar von Enrico Dandolo  (Doge)
    Wenn das organisierte Verbrechen so heftig reagiert, bedeutet das in der Regel, dass sie in der Defensive sind. Denn nichts fürchten diese Leute mehr, als wenn ein Schaglicht auf ihre "Geschäfte" fällt. Das war Anfang der 90-er in Sizilien nicht anders und könnte die "gute" Nachricht hinter dem Anschlag sein.
    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Das sehe ich anders, die TV-Sendeung wurde abgesagt, die Polizei kann offensichtlich keinen ausreichenden Schutz bieten. Das ist eine Kapitulation des Rechtsstaats und der Executive. Und die Mafia in Italien gibt es immer noch und wird so schnell nicht verschwinden.
    2. Antwort von Enrico Dandolo  (Doge)
      Es wird sich nun weisen, ob und wie der Staat darauf reagieren wird, Frau Helmers. Tatsache ist, dass die Mafia auf Sizilien nach den Vorfällen in den 90-ern an Rückhalt in der Bevölkerung verloren hat und zurückgedrängt wurde. Gleichzeitig hat sich das organisierte Verbrechen internationalisiert. Trotzdem, wenn sie zu solchen mitteln greifen, heisst es, sie haben Angst!
    3. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      In der Welt.de ist auch ein Artikel zu dem Thema: "Niederländische Bürgermeister fordern radikale Änderung der Drogengesetzgebung" Darin steht: "Gleichwohl debattieren die Niederländer seit Tagen über die Unterminierung ihrer ganzen Gesellschaft durch Kriminelle, die längst nicht mehr davor zurückschrecken, auch Staatsanwälte, Richter, Bürgermeister mit dem Tod zu bedrohen." Angst herrscht bei den Amtsträgern und den Journalisten! Das sind Zustände wie in Südamerika.