- In der ostrussischen Region Kamtschatka ist ein seit über 450 Jahren ruhender Vulkan ausgebrochen.
- Laut dem Vulkanismusprogramm der US-Forschungsinstitution Smithsonian war der Vulkan zuletzt im Jahr 1550 aktiv.
- Der Ausbruch folgt wenige Tage nach dem schweren Erdbeben vor der Ostküste Russlands.
Auf von Staatsmedien veröffentlichten Bildern war am Sonntag eine Rauchsäule über dem Vulkan Krascheninnikow zu sehen.
Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde in Kamtschatka wurde die Asche bis zu 6000 Meter in die Höhe geschleudert. Die Aschewolke bewege sich ostwärts in Richtung des Pazifischen Ozeans, hiess es weiter.
Warnstufe für Flugzeuge erhöht
Bislang sei kein Asche-Niederschlag über bewohntem Gebiet festgestellt worden. Für den Flugverkehr sei allerdings die Warnstufe erhöht worden, der Verkehr oberhalb der Region könnte daher beeinträchtigt werden.
Vulkan auf Kamtschatka ausgebrochen
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Bild 1 von 5. Es ist der erste Ausbruch des Vulkans Krascheninnikow seit mindestens 400 Jahren, wie das Kronozki-Naturreservat mitteilt (3.8.2025). Bildquelle: Keystone/EPA/NSTITUTE OF VOLCANOLOGY AND SEISMOLOGY.
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Bild 2 von 5. Die Asche- und Gaswolke erreichte eine Höhe von sechs Kilometern (3.8.2025). Bildquelle: Keystone/EPA/NSTITUTE OF VOLCANOLOGY AND SEISMOLOGY.
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Bild 3 von 5. Blick aus dem Helikopter auf den Vulkan (3.8.2025). Bildquelle: Reuters/Instagram/@artemsheldr.
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Bild 4 von 5. Laut Behörden besteht keine Bedrohung durch Vegetationsbrände und somit keine Gefahr für Mitarbeiter des Reservats.(4.8.2025). Bildquelle: KEYSTONE/SPUTNIK/Nataliya Akbirova.
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Bild 5 von 5. Die dünn besiedelte Region Kamtschatka ist bekannt für ihre einzigartige Natur (4.8.2025). Bildquelle: imago images/Kamchatka Region Russia Nataliya Akbirova.
Am Mittwoch war in Kamtschatka bereits der Vulkan Kljutschewskoi ausgebrochen. Eruptionen dieses Vulkans sind allerdings vergleichsweise häufig, es handelte sich bereits um den 18. Ausbruch seit der Jahrtausendwende.
Die Vulkanausbrüche im Osten Russlands folgen auf ein Erdbeben der Stärke 8.8 – eines der stärksten je gemessenen Erdbeben –, das sich am Mittwoch vor Kamtschatka ereignet und bis zu vier Meter hohe Tsunamiwellen im Pazifikraum ausgelöst hat. Das Beben verlief allerdings weitestgehend glimpflich.