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Nach Erdbeben in Venezuela Die Lage nach dem Jahrhundertbeben bleibt unübersichtlich

Tag zwei nach den schweren Erdbeben in Venezuela. Die Opferzahl steigt, Zehntausende werden noch vermisst. Ein Stimmungsbericht.

Die Opferzahlen steigen nach den beiden verheerenden Erdbeben in Venezuela. Die Regierung spricht von 235 Toten. Zehntausende Menschen sind bisher als vermisst gemeldet.

Die Beben waren die schwersten in der Region seit über 100 Jahren und die Lage ist nach wie vor unübersichtlich.

Internationale Hilfe ist unterwegs

«Wieder einmal wurde uns der Boden unter den Füssen weggerissen – wortwörtlich dieses Mal, und wieder heisst es, wie stark wir sind, wie resilient. Aber wir Venezolaner sind müde», sagt die venezolanische Bloggerin Yeilove in einem Video auf Instagram und spricht aus, was viele fühlen.

Menschen gehen und fahren Motorräder über Trümmer vor einem beschädigten Gebäude.
Legende: Der Flieger mit den Helferinnen und Helfern aus der Schweiz ist auf dem Weg nach Venezuela. EPA/RONALD PENA R

Rettungskräfte aus der Schweiz, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Mexiko, El Salvador und weiteren Ländern sind für Hilfe unterwegs. Die Zeit drängt.

Videos online zeigen Bilder von geglückten Rettungsaktionen: Zwei Männer ziehen eine erschöpfte Frau unter Geröll hervor. Sie lebt. Es sind Szenen wie diese, die inmitten der Zerstörung Mut machen.

Rettungshunde suchen im Geröll

In der Hauptstadt Caracas ist Tsunami im Einsatz – ein legendärer venezolanischer Rettungshund, der schon in der Türkei zahlreiche Menschenleben rettete. Der schwarzweisse Border Collie benötigt für seine Arbeit absolute Ruhe.

Auf vier Pfoten balanciert Tsunami vorsichtig über das Geröll, lauscht und schnüffelt – und hält plötzlich inne – der Hund hat einen Menschen geortet.

In La Guaira, einer besonders schwer verwüsteten Küstenstadt, hingegen: Verzweiflung.

Die Regierung war völlig unvorbereitet auf diese Notsituation.
Autor: Roberto Macedonio Journalist

«Wir wissen um den Ernst der Lage, aber wir sind auch Teil von Venezuela und brauchen dringend Hilfe», sagt ein Mann, weinend. «Wie sollen wir Nachbarn dieses ganze Geröll mit unseren blossen Händen wegschaffen?»

«Die Regierung war völlig unvorbereitet auf diese Notsituation», sagt der in den USA lebende Journalist Roberto Macedonio sichtlich wütend auf Instagram.

Die Zeit für die Suche nach Verantwortlichen wird kommen – doch zuerst müssen Menschenleben gerettet werden.

HeuteMorgen, 26.06.2026, 6 Uhr

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