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Palästinenser beginnen dreitägigen Streik
Aus Tagesschau vom 15.05.2018.
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Nach Gewalteskalation Palästinenser streiken nach blutigen Protesten

  • Nach den tödlichen Konfrontationen an der Gaza-Grenze sind wegen eines Generalstreiks alle Geschäfte in den Palästinensergebieten und in Ost-Jerusalem geschlossen geblieben.
  • Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat zuvor drei Tage der Trauer ausgerufen.
  • Die USA lehnen derweil offenbar eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle ab.
  • Der UNO-Sicherheitsrat will heute über die Lage beraten und sich dabei auch vom Nahost-Beauftragten Nikolaj Mladenow informieren lassen.
Mann vor geschlossenenem Geschäft
Legende: Wegen eines Generalstreiks sind alle Geschäfte in den Palästinensergebieten und in Ost-Jerusalem geschlossen. Reuters

Auch Schulen, Universitäten und Regierungseinrichtungen blieben zu. Die Flaggen am Amtssitz von Präsident Mahmud Abbas in Ramallah wehten auf halbmast. Im Gazastreifen sollten am Dienstag Dutzende der Toten begraben werden.

Alle politischen Fraktionen riefen für Mittag zu Protesten an israelischen Armeekontrollpunkten im Westjordanland auf. Erneute Konfrontationen mit Soldaten wurden befürchtet.

Am Nakba-Tag erinnern die Palästinenser traditionell an die Flucht und Vertreibung Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung vor 70 Jahren. Dabei kam es bereits in der Vergangenheit zu Unruhen.

USA lehnen unabhängige Untersuchung ab

Die USA lehne derweil eine unabhängige Untersuchung der Konfrontationen ab. Unter den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats kursierte der Entwurf für eine gemeinsame Stellungnahme zu der Gewalt, in der auch eine solche Untersuchung gefordert wurde.

Diesen Entwurf blockierten die USA jedoch, wie ein Diplomat der Nachrichtenagentur DPA bestätigte. Der Rat wollte am Dienstag über die Lage beraten und sich dabei auch vom Nahost-Beauftragten Nikolaj Mladenow informieren lassen.

Durch Schüsse gestorben

Am Montag waren während der teils gewaltsamen Proteste zehntausender Menschen mindestens 58 Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Mehr als 2770 Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza verletzt, jeder zweite davon durch Schüsse. Es war der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014.

In den vergangenen Wochen hatten Zehntausende an der Gaza-Grenze beim «Marsch der Rückkehr» für ein Ende der Gaza-Blockade und Recht auf Rückkehr in das heutige israelische Staatsgebiet protestiert. Diese Massenproteste sollen am Dienstag ihren Abschluss finden.

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Menach Leaman  (Menach)
    Israel und amerika mache das sehr gut weiter so
    1. Antwort von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
      Herzliche Gratulationen, zu 70 Jahren Mord und Totschlag, Vertreibung und Ausgrenzung (...?) Oder wie soll ich Ihre Euphorie verstehen, Herr Leaman? Ich kann es nicht nachvollziehen, wie Freude aufkommen kann, wenn Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt werden. Für nichts.
  • Kommentar von Sebastian Köhler  (Tekk)
    So viele tote im laufe der Geschichte nur wegen des glaubens... und was hats gebracht bis jetzt? Wie Dumm der Mensch doch ist...
    1. Antwort von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
      Nein, nicht wegen des Glaubens, wegen der Politik, die den Glauben missbraucht...
    2. Antwort von Beat. Mosimann  (AG)
      @Sebastian, Nicht wegen dem Glauben, wegen Besitzrechte, Landrechte
  • Kommentar von Frédéric Weil  (Derrick)
    Werde ich nie verstehen ... Wen strafen die Palästinenser mit ihren Generalstreiks? Doch nur sich selbst. Den Israelis ist es Wurst. Und liebe Welt vergesst nicht: Ein Palästinenser verdient auf seinem Gebiet 50 Shekel pro Tag, in Israel dasselbe pro Stunde. Soviel zum Sozialverständnis der Hamas, die ihre eigenen Brüder (bewusst) ausbluten lassen.