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US-Angriff auf schiitische Milizen
Aus Tagesschau vom 30.12.2019.
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Nach Luftschlägen Die USA verteidigen Angriffe im Irak – Miliz droht mit Vergeltung

Nach mehreren Luftangriffen spitzt sich die Lage zu. Beide Seiten drohen mit weiteren Konsequenzen.

Die USA haben ihre Luftangriffe auf schiitische Milizen im Irak und Syrien verteidigt. US-Präsident Donald Trump sei angesichts der iranischen Aggressionen «sehr geduldig» gewesen, sagte der Iran-Sondergesandte des US-Aussenministeriums, Brian Hook.

«Wir haben wiederholt klargemacht, dass wir entschlossen handeln werden, falls wir vom Regime oder seinen Stellvertretern angegriffen werden.» In den vergangenen zwei Monaten habe es elf Angriffe gegen amerikanische Truppen oder US-Bürger im Irak gegeben, sagte Hook.

Karte Syrien und Irak
Legende: Die USA machen die Miliz Kataib Hisbollah für einen Raketenangriff in der Nähe der nordirakischen Ölstadt Kirkuk verantwortlich. Daraufhin führten die USA Luftschläge auf schiitische Milizen im Grenzgebiet zwischen Irak und Syrien aus. SRF

Bei einem Angriff auf eine irakische Militärbasis, auf der sich auch US-Soldaten und Angestellte befanden, wurden zuletzt ein US-Zivilist getötet und vier amerikanische Soldaten verletzt.

Die USA griffen daraufhin am Sonntagabend fünf Einrichtungen der Miliz Kataib Hisbollah in Syrien und im Irak an. Nach Angaben der vom Iran unterstützten Miliz starben dabei mindestens 24 Menschen, 50 weitere Personen wurden verletzt. Die Gruppe, die Teil der schiitischen Volksmobilisierungseinheiten im Irak ist, kündigte Vergeltung für die Angriffe an.

Das zerstörte Hauptquartier der Kataib-Hisbollah im irakischen Qaim.
Legende: Das zerstörte Hauptquartier der Kataib-Hisbollah im irakischen Qaim. Keystone

Irak droht den USA

«Das Blut der Märtyrer und der Verwundeten wird nicht vergeblich sein und unsere Antwort gegen die US-Kräfte im Irak wird scharf sein», sagte der stellvertretende Anführer, Abu Mahdi al-Mohandis, laut Al-Sumaria TV.

Auch der Irak bezeichnete die Angriffe als Verletzung der irakischen Souveränität und drohte mit Konsequenzen : «Der Ministerpräsident Adel Abdul Mahdi hat die US-Attacke auf die irakischen Truppen als inakzeptablen, bösartigen Angriff beschrieben, der gefährliche Konsequenzen haben wird», teilte Mahdis Büro mit.

Am Montag kam es in mehreren Städten des Iraks zu Demonstrationen gegen die Vereinigten Staaten. Auf Fotos in den sozialen Netzwerken war zu sehen, wie Demonstranten unter anderem in Bagdad amerikanische Flaggen verbrannten.

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Iran und Russland intensivieren ihre Zusammenarbeit im Nahen Osten
Aus Tagesschau vom 30.12.2019.
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3 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Kessler  (KLERUS)
    Der einzige Grund warum die USA überhaupt im Nahen Osten sind. Ist die Sicherung des Öles, um damit den US Dollar als Weltwährung zu sichern! Aber dank DT geht der Niedergang des US Imperiums zügiger von statten und die Welt wird bald von dieser Blage befreit werden. Und nein, die Welt wird nicht zu Grunde gehen, sie wird einfach bipolarer.. Mit freundlichen Grüßen
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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Blöde Frage an die Taktiker
    DT zieht sein Expeditionskorps aus dem Irak total ab, inkl den Kämpfer in Zivil? Sie befinden sich, nach der SRF Reportage in einem
    Feindesland! Die irakische Regierung hat ja schon reklamiert und
    Konsequenzen angedroht. Anzug aus der Region und Heimkehr für mich die einzige Konflikt-Lösung
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Bekannt ist: 1. Trump hasst den militärischen Krieg, weil er sich da nicht auskennt. 2. Materielle Schäden werden von den Amis hingenommen. Sobald aber Landsleute verletzt oder sogar getötet werden (aktuell 1 ziviler Mitarbeiter) ist der Geduldsfaden gerissen. Trump hat da vermutlich sein ok gegeben. Könnte mir aber auch gut vorstellen, dass die USA, bei weiteren US-Opfern, die Bodentruppen im Irak abzieht und sich auf die Sicherung der Strasse von Hormus beschränkt.
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