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Präsident Bouteflika verzichtet auf Kandidatur
Aus 10vor10 vom 11.03.2019.
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Nach massiven Protesten Algeriens Präsident Bouteflika gibt auf

  • Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika tritt nach wochenlangen Protesten nicht für eine fünfte Amtszeit an.
  • Die ursprünglich für den 18. April geplante Präsidentschaftswahl werde verschoben, teilt das Präsidialamt mit.
  • Premierminister Ahmed Ouyahia hat derweil seinen Rücktritt eingereicht. Sein Amt übernimmt der bisherige Innenminister Noureddine Bedoui.

«Algerien durchquert eine sensible Etappe seiner Geschichte», hiess es in einer am Montagabend veröffentlichten Ansprache des 82-Jährigen. Eine neue Republik mit einem neuen System müsse entstehen. «Diese neue Republik und dieses neue System werden in den Händen neuer Generationen von Algerierinnen und Algeriern sein», sagte Bouteflika. Der Bevölkerung werde eine neue Verfassung zur Abstimmung vorgelegt, teilte das Präsidialamt mit.

In den vergangenen drei Wochen hatte es heftige Proteste gegen Bouteflika gegeben, nachdem er angekündigt hatte, für eine fünfte Amtszeit kandidieren zu wollen. Es waren die grössten Demonstrationen in Algerien seit mehr als 20 Jahren.

Bouteflika auf Plakat.
Legende: Seit einem Schlaganfall im Jahr 2013 ist Bouteflika kaum noch in der Öffentlichkeit aufgetreten. Keystone

Am Wochenende hatte zudem das algerische Militär Sympathie für die demonstrierenden Massen erkennen lassen. Das Militär und das Volk hätten die gleiche Sicht auf die Zukunft, zitierte der staatliche Fernsehsender Ennahar den Generalstabschef Ahmed Gaid Salah.

Bouteflika ist seit 20 Jahren an der Macht, seit einem Schlaganfall 2013 aber kaum noch in der Öffentlichkeit aufgetreten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Singer  (liliput)
    Von Aufgeben kann keine Rede sein. Er spielt auf Zeit und versucht einfach mit allen Mitteln Neuwahlen zu verhindern um irgendwie an der Macht zu bleiben.
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  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Gut ist es so gekommen. Ich vermute, dass Algeriens Schattenregierung Zeit braucht um einen geeigneten neuen "Marionetten"-Präsidenten zu suchen. Algerien war das zweite Land in dem der Arabische Frühling erblühte sich aber nicht entzündete, deshalb vermute ich sie werden versuchen die Protestierenden mit einer neuen "Marionette" zu beruhigen. Sollte es klappen wird die Schattenregierung einfach weiterfahren wie üblich, sollte es nicht klappen könnte es eventuell echte Reformen geben.
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  • Kommentar von Jürg Zolliker  (jz)
    Endlich ein Zeichen der Vernunft!
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