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Nach nur einem Monat Österreich setzt Corona-Impfpflicht aus

  • Österreich setzt die Impfpflicht gegen das Coronavirus vorerst aus.
  • Die Impfpflicht sei bei der vorherrschenden Omikron-Variante nicht verhältnismässig, sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP).
  • Basis für die Entscheidung sei der Bericht einer Expertenkommission.
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Aus dem Archiv: Impfpflicht in Österreich
aus HeuteMorgen vom 21.01.2022.
abspielen. Laufzeit 12 Minuten 57 Sekunden.

In drei Monaten solle neu entschieden werden, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Sollte es die Situation notwendig machen, die Impfpflicht doch wieder in Kraft zu setzen, werde man schnell reagieren können, so die beiden Regierungsmitglieder. Die Impfpflicht gilt eigentlich seit Anfang Februar. Ab 15. März hätten alle, die sich weigern, mit Geldstrafen von bis zu 3600 Euro rechnen müssen.

Die grundsätzliche Impfpflicht als probates Mittel zur Sicherstellung einer hohen Durchimpfungsrate ist prinzipiell weiterhin sinnvoll, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.
Autor: Expertenkommission

Die Expertenkommission betont, dass nach einem vergleichsweise entspannten Sommer ein durch neue Varianten geprägter Herbst folgen könnte. «Die grundsätzliche Impfpflicht als probates Mittel zur Sicherstellung einer hohen Durchimpfungsrate ist prinzipiell weiterhin sinnvoll, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden», schreibt die Kommission.

Es komme aber auf den Zeitpunkt der Impfung an. Impfe man zu früh, verpuffe ein wesentlicher Teil dieser neu erworbenen Immunität. Generell sei eine spätere Umsetzung der Impfpflicht einer sofortigen vorzuziehen, so die Experten weiter. Jedenfalls bestehe so eine gewisse Möglichkeit, «dass im Lichte neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Umsetzung der Impfpflicht gar nicht mehr erforderlich wird, beziehungsweise noch bessere Impfstoffe vorliegen.»

Impfquote bei rund 70 Prozent

Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

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Vier Tage nach dem Ende fast aller Corona-Beschränkungen ist in Österreich die Zahl der Neuinfektionen auf einen neuen Höchstwert geklettert. Wie die Behörden berichteten, wurden binnen eines Tages 47 795 neue Fälle verzeichnet.

Österreich war mit dem Schritt der Impfpflicht ein Vorreiter in der EU. In anderen Ländern gab es nur altersspezifische Vorschriften. Die Impfquote liegt in Österreich bei rund 70 Prozent. Die Einführung der Impfpflicht blieb in Österreich praktisch wirkungslos. Seit Anfang Februar haben sich nur 26'000 bis dahin ungeschützte Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen.

Jüngst wurden fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben, da die Lage in den Spitälern als stabil gilt. Es gilt nur noch eine FFP2-Maskenpflicht in Teilen des Handels.

SRF 4 News, 10.30 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für Ihren Beitrag zur Diskussion rund um die Aussetzung der österreichischen Corona-Impfpflicht. Wir wünschen einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Lilli Roffler  (Lilli Roffler)
    Impfen sollte aus meiner Sicht eine persönliche Risiko/Nutzenabwägung bleiben. Von daher hoffe ich, dass die Impfpflicht in Österreich nicht nur für 3 Monate ausgesetzt, sondern ganz abgeschafft wird. Anstelle von Impfpflichtdebatten, wäre es aus meiner Sicht dran, sich auch mit den aufgetreten Impfschäden näher auseinanderzusetzen. Und die betroffen Menschen, ebenso wie Long Covidpatienten, ernst zu nehmen, und zu Wort kommen zu lassen.
  • Kommentar von Philipp Notter  (Phil1)
    Dieser Entscheid wäre m.E. aufgrund der pandemischen Entwicklung längst überfällig gewesen.

    Wie man aber aufgrund der Regierungskrise der Türkisen (Rücktritte am Laufmeter: Anschober, Aschbacher, Kurz, Schallenberg, Blümel, Mückstein) leider beobachten muss, spielen hier wohl auch politische Elemente eine wesentliche Rolle.

    Man kann Österreich nur wünschen, dass rasch Stabilität und Ruhe für die wirklich wichtigen Themen einkehrt (Wien 430 km von Ukrainischer Grenze entf.).