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Nach Tod eines Jugendlichen Zweite gewalttätige Nacht in Nantes

  • In der westfranzösischen Stadt Nantes ist es nach dem Tod eines 22-Jährigen bei einer Polizeikontrolle die zweite Nacht in Folge zu Ausschreitungen gekommen.
  • 19 Personen seien in Polizeigewahrsam genommen worden, sagte Präfektin Nicole Klein gegenüber dem Radiosender «Europe 1».
  • Etwa hundert vermummte junge Leute hätten Wurfgeschosse vor allem auf Feuerwehrleute gerichtet.

«Wir hatten weniger als in der Nacht zuvor, aber trotzdem viel Gewalt», sagte Präfektin Nicole Klein. Geschäfte seien verwüstet und öffentliche Einrichtungen schwer beschädigt worden.

«Europe 1» zitierte die Präfektin weiter, dass die Polizei Tränengas eingesetzt habe. Ein Polizist sei verletzt worden.

Tödlicher Schuss auf jungen Autofahrer

Ein Polizist hatte am Dienstagabend auf einen jungen Autofahrer geschossen und ihn tödlich verletzt, als dieser anscheinend versuchte, sich einer Kontrolle zu entziehen. Eine Untersuchung soll klären, ob der Beamte rechtmässig geschossen hat.

Nach Angaben von Präfektin Klein gibt es im Breil-Viertel, wo der Vorfall sich ereignete, Probleme mit Drogenhandel und Schusswaffen. Unruhen wie in den vergangenen Nächten seien in Nantes aber aussergewöhnlich.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Vladimir solov'ev (Vladimir Solov'ev)
    Kann sich jemand an Oktober- November 2005 erinnern??? Plötzlich brannte ganz Frankreich. Frankreich ist und bleibt ein Pulverfass mit den vielen Ghettos. Sollche Geschichten von Gewalttaten von Polizisten sind keine Seltenheit und wie in Amerika bleiben sie auch immer ungestraft (z.B. Fall Adama Traoré) Es ist einfach eine Schande.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der Frust von Anspruch und Wirklichkeit, der Widerspruch von dem, was sie für sich einfordern und was die Gemeinschaft ihnen als Sozialhilfe zukommen lassen kann ist so gross in diesen Vierteln, dass eigentlich nur ein Grund gesucht wird um ihren Frust ausleben zu können. Das wird auch nicht besser werden, nur schlechter. Und nicht nur in Frankreich und Schweden.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    ...in Ergänzung: nicht dass ich Gewalt verherrliche, aber Armut kann Gewalt (Ueberlebenstrieb) auslösen.
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