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Nach Todesfall in Lyon Französische Behörden nehmen neun Tatverdächtige fest

  • Nach dem Tod eines 23-jährigen Studenten in Lyon haben die französischen Behörden neun tatverdächtige Personen festgenommen.
  • Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft am Dienstagabend bestätigt.
  • Der rechtsnationale Aktivist war letzten Donnerstag von mehreren Personen attackiert worden und starb später an seinen Verletzungen.

Unter den Festgenommenen ist der parlamentarische Assistent eines Politikers, der für die Linksaussen-Partei «La France insoumise» in der Nationalversammlung sitzt.

Der 23-Jährige wurde laut Staatsanwaltschaft am Rande einer Kundgebung einer linken Europa-Parlamentarierin zusammengeschlagen und schwer verletzt. Er erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.

Fall schlägt hohe Wellen in Frankreich

Während der französische Innenminister Laurent Nuñez am Wochenende von linksextremer Gewalt sprach, eröffnete die Staatsanwaltschaft eine Ermittlung gegen unbekannt. Die Ermittlungen wurden am Montag auf den Tatbestand des «vorsätzlichen Totschlags» ausgeweitet, wie der zuständige Staatsanwalt mitteilte. Das Opfer sei von «mindestens sechs» maskierten und vermummten Personen geschlagen worden und habe ein «schweres Schädel-Hirn-Trauma» erlitten. 

Die Tat sorgt in Frankreich für breite Diskussionen. Zwar verurteilen sowohl linke wie rechte Parteienvertreter die Tat. «Doch da hört die Einigkeit bereits wieder auf», sagt SRF-Frankreich-Korrespondentin Zoë Geissler. Konservative und rechte Politiker werfen «La France insoumise» vor, linksextreme Gewalt zu dulden. Diese kehrt den Spiess um und sagt, sie selber sei es, die an Veranstaltungen angegriffen werde.

SRF 4 News, 17.02.2026, 23:00 Uhr ; 

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