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Nach Twitter-Angriffen US-Abgeordnete verurteilen Trumps «rassistische Kommentare»

  • Das US-Repräsentantenhaus hat «rassistische Kommentare» von Präsident Donald Trump gegen vier demokratische Abgeordnete verurteilt.
  • 240 Abgeordnete stimmten am Dienstag für eine entsprechende Resolution, darunter vier Republikaner. 187 Abgeordnete votierten dagegen.
  • Die Resolution ist allerdings nicht bindend.
Legende: Video Aus dem Archiv: Trump setzt rassistische Tweets ab abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
Aus 10vor10 vom 16.07.2019.

Darin heisst es, Trumps «rassistische Bemerkungen» hätten Hass auf Menschen mit ausländischen Wurzeln und anderer Hautfarbe legitimiert und verstärkt. Die Geringschätzung des US-Präsidenten habe keinen Platz im Kongress oder in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Trump hatte am Sonntag in einem Tweet mehrere Demokratinnen dazu aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen und die Probleme dort zu lösen, statt den USA gute Ratschläge zu geben.

Trump nannte in der Nachricht keine Namen, spielte aber unmissverständlich auf die Gruppe der vier aufstrebenden demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus an. Alle vier sind US-Bürgerinnen.

Die Herkunft der vier Demokratinnen

Die betroffenen Kandidatinnen sprechen vor den Medien
Legende:Tlaib, Omar, Ocasio-Cortez und Pressley setzen sich gegen Trump zur Wehr.Keystone
  • Die Vorfahren der in New York geborenen Alexandria Ocasio-Cortez stammen aus dem US-Übersee-Territorium Puerto Rico.
  • Rashida Tlaib, die in Detroit geboren wurde, hat palästinensische Wurzeln.
  • Ilhan Omar floh als Kind aus Somalia und kam als Flüchtling in die USA. Sie ist die erste schwarze Muslimin im Kongress.
  • Die Afroamerikanerin Ayanna Pressley wurde in Cincinnati geboren.

Republikaner verteidigen Trump

Die Demokraten verurteilten die Attacken des Präsidenten in den vergangenen Tagen scharf. Mit der Resolution wollten sie die Republikaner dazu zwingen, Position gegen die Aussagen zu beziehen.

Die demokratische Vorsitzende der Kammer, Nancy Pelosi, hatte die Republikaner im Vorfeld in einer Rede dazu aufgefordert, die Erklärung zu unterstützen und die «rassistischen Tweets des Präsidenten zu verurteilen». Die Parteiführung der Republikaner hatte zuvor zu Trumps Bemerkungen geschwiegen und sich am Dienstag hinter ihn gestellt.

Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, rief alle Seiten dazu auf, sich im Ton zurückzuhalten. Die Rhetorik im gesamten politischen Spektrum sei hitzig, der Ton sei nicht gut für das Land, sagte er. Mehrfachen Nachfragen, ob Trumps Tweets rassistisch seien, wich McConnell aus. Er sagte aber, der Präsident sei kein Rassist.

Trump selbst hat die Vorwürfe ebenfalls von sich gewiesen. Seine Nachrichten seien nicht rassistisch gewesen, schrieb er am Dienstag auf Twitter. Er trage keinen Funken Rassismus in sich.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Marti Müller  (marchman)
    AOC die die Aufanglager für Migranten mit KZs vergleicht könnte man auch gut des Verharmlosung des Holocausts bezichtigen?
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  • Kommentar von Fredy Mader  (Fredy Mader)
    Man erzählt nicht die ganze story.
    Ilhan Oman , ist sehr wohl bekannt, das sie mit den Juden ein Problem hat und Israel dämonisiert
    Nancy Pelosi sprecherin des Repreasentantenhauses meint, das Sie nicht wisse was Sie
    sage. Darum wohl unschuldig und nur ein Opfer!
    So wird ein Täter zum Opfer und alles wird wieder normal, Mainstream und ok
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    1. Antwort von Peter Holzer  (Peter Holzer)
      Ich lese im Zusammenhang mit Trump und dem verteufeln der Massenmedien immer wieder das Wort „Mainstream“ als etwas negativ dargestelltes.

      Tatsächlich würde mich aber wunder nehmen wie denn genau diese Leute auf „nicht Mainstream“ Zeitgenossen reagieren? Wie begegnet man einem der optisch aus der Reihe tanzt? Bedient man sich dann einem anderen Feindbild um jenen der nicht nach Mainstream aussieht zu diskreditieren? Linker, Gutmensch, Asozial, Freak etc.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Bemerkenswert: Ein US-Präsident wird weit mehr kritisiert dafür, dass er sich verbal unmöglich benimmt als wenn er überall auf der Welt hunderttausende unschuldige Kriegsopfer zu verantworten hat. Was für eine Welt! Der Wertewesten hat den Kompass verloren. Wenigstens wird dies mit Trump offensichtlich. Weniger Trump-Hysterie und mehr sachliche, friedliche, konstruktive Politik kann man den Trump-Gegnern nur wünschen. Wenn nur Tulsi Gabbard Präsidentin würde...
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @Bernoulli. Ihre lächerliche Dauerverteidigung von Supertrump ist sinnlos. Ihre Argumente sind oft genug an den Haaren herbeigezogen. Das Supertrump ein wirklich mieser Charakter ist, beweist er fast täglich. Nur wenn man ähnlich tickt wie dieser Typ, kann man den gut finden!
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    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      @K.K.: Habe ich in meinem Post Trump verteidigt? Warum immer wieder solche Unterstellungen? Will nur sagen, dass es Schlimmeres zu kritisieren gäbe, als das unpassende Benehmen des Präsidenten und man sich von dem Theater nicht ablenken lassen sollte. Zu nennen wäre die vergessene psychische Folter Assanges. Wie gesagt, im Westen scheint man den Kompass verloren zu haben.
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