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Touristen dürfen wegen Corona-Virus nicht an Land
Aus Tagesschau vom 30.01.2020.
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Nach Verdacht auf Corona-Virus 7000 Menschen dürfen von Bord des Kreuzfahrtschiffs

  • Auf einem Kreuzfahrtschiff in Italien, auf dem Tausende Passagiere festsassen, hat sich der Verdacht auf das Coronavirus nicht bestätigt.
  • Tests bei den beiden betroffenen Passagieren seien negativ, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Rom mit.
  • Die Menschen dürfen nun von Bord.

Wegen des Verdachts waren rund 7000 Menschen seit Donnerstagmorgen an Bord der «Costa Smeralda» im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia festgehalten worden. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte an Bord Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, die ein Anzeichen für das Coronavirus sein können. Auch ihr Mann war untersucht worden.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schaltete derweil eine kostenlose Hotline auf, um Fragen zum Corona-Virus aus der Bevölkerung zu beantworten. Erreichbar ist sie unter der Nummer 058 463 00 00. Derweil bemüht sich das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) um die Rückführung von zwölf Schweizern aus China.

Aufgrund der bisher kleinen Zahl der Verdachtsfälle werde nicht täglich ein Update zu den Fallzahlen gemacht, sagte BAG-Sprecher Daniel Dauwalder. Falls sich ein Verdachtsfall bestätige, werde das BAG aktiv darüber informieren. Bisher gab es in der Schweiz rund 50 Corona-Virus-Verdachtsfälle. Näheres zu diesen Fällen, etwa aus welchen Kantonen die Getesteten stammten, gibt das BAG nicht bekannt. Eine Hotline für Fachpersonen (058 462 21 00) sowie für Einreisende in die Schweiz (058 464 44 88) steht nun ebenfalls bereit.

Schweizer Passagiere an Bord

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Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes sind 63 Schweizer Staatsangehörige an Bord des Schiffes, wie es beim EDA auf Anfrage hiess. Die Schweizer Botschaft in Rom sei in Kontakt mit den italienischen Behörden und verfolge die weitere Entwicklung.

Schweizer wollen aus China heimkehren

Ein Dutzend Schweizer Staatsangehörige in China hofft derweil auf eine rasche Rückkehr in die Schweiz. Das EDA sei in ständigem Kontakt mit ihnen, hiess es.

Die Organisation der Rückkehr sei aber sehr komplex, so das EDA. Die dafür zur Verfügung stehenden Kapazitäten seien beschränkt. Angesichts der von China verhängten Restriktionen sei die Situation in den betroffenen Gebieten für alle Menschen schwierig. Die Schweizer Vertretung in China sei in regelmässigem Kontakt mit den Schweizer Staatsangehörigen. Insgesamt seien in China 4156 Schweizerinnen und Schweizer registriert.

Falschbehauptungen im Umlauf

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Seit Wochen hält der Erreger einer neuen Lungenkrankheit die Welt in Atem. Mit der derzeitigen Ausbreitung des Corona-Virus werden im Internet massiv falsche Theorien verbreitet. Besonders im Fokus: die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates. Ein Faktencheck:

Behauptung 1: Ein von der Gates-Stiftung unterstütztes Institut hält ein Patent auf das aktuelle Corona-Virus.

Bewertung: Dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte.
Fakten: Erste Infektionen der aus China stammenden Lungenkrankheit werden im Dezember 2019 bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass das dafür verantwortliche Corona-Virus in der Form 2019-nCoV auf einen Markt in der Millionenstadt Wuhan zurückgeht.

Behauptung 2: Die Gates-Stiftung soll Wochen vor dem aktuellen Corona-Virus-Ausbruch 65 Millionen Tote prognostiziert haben.

Bewertung: Das ist falsch. Gates ist häufig Zielscheibe von Verschwörungstheoretikern. Vor allem Impfgegner arbeiten sich an dem US-Multimilliardär ab. Die Gates-Stiftung finanziert weltweit unter anderem Gesundheitsprojekte, darunter auch Impfprogramme.

Peking: Lage ist angespannt

Chinas Premier Li Keqiang bezeichnet die Situation als angespannt. Sie sei noch immer «schwierig und schrecklich», sagt Li dem staatlichen Fernsehen zufolge. Er fordert die chinesischen Wissenschaftler auf, den Ursprung des Virus zu finden, damit ein Impfstoff gegen die Krankheit gefunden werden kann.

Die Massnahmen Chinas zur Eindämmung des Corona-Virus sind nach Angaben der nationalen Luftfahrt-Aufsicht erfolgreich. Dies zeige sich an der geringen Zahl von Erkrankten, die aus dem Ausland gemeldet würden, sagt der Direktor der Behörde, Zhu Tao.

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Legende:Rasanter Aufbau in ChinaIn Wuhan werden zwei Spitäler für Corona-Virus-Patienten gebaut. Erste Aufnahme 24.01. / Zweite Aufnahme vom 28.01.2020Keystone / Getty Images

Weitere Fluggesellschaften reagieren

British Airways setzt die Flüge nach China für einen Monat aus. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft sagte, Peking und Shanghai würden bis Ende Februar nicht mehr angeflogen. Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong sei davon aber nicht betroffen. Auch Air France und die skandinavische Fluggesellschaft SAS suspendieren alle geplanten Flüge nach China bis zum 9. Februar.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Weber  (Pöbel)
    Kreuzfahrtschiffe sind nebst CO2-Schleudern auch super Brutplätze für Viren und Keime. Muss jede*r selber wissen, wie touristisch man sein will. Man bedenke aber: Was kostet, in das investiert man gleichzeitig, und in die Auswirkungen davon.
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    1. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Wenn Sie mir ein Segelschiff mit Crew finanzieren und die entsprechend längere Zeit mein Lohn für unbezahlten Urlaub bezahlen, dann bin ich sofort bereit auf das Fliegen zu verzichten.
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    2. Antwort von Simon Fischer  (Simon Fischer)
      Die Costa Smeralda ist nach der AIDAnova das zweite Schiff der Helios-Klasse. Die Schiffe können mit Flüssigerdgas betrieben werden.[4] Für Costa Crociere ist es das erste Schiff mit dieser Technik
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Wenn so viele Leute auf einem Schiff beisammen sind,so ist die Ansteckungsgefahr bei entsprechenden Erkrankungen recht gross.Deshalb sind diese Passagiere auch selber mitverantwortlich. Da nützt Gut-Händewaschen nur bedingt etwas.Die Passagiere sind mehr oder weniger dauernd einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Aber eben: Solche Monster von Schiffen sind ohnehin schädlich -in dem Sinn,wie eben gesagt,und für die Mitnatur schädlich.Von mir aus müsste man das Betreiben solcher "Monster" verbieten.
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  • Kommentar von marc rist  (mcrist)
    Langsam werden diese Riesenpötte zum Damoklesschwert. Damit haben die Reedereien wohl nicht gerechnet.
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