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Die neue Staatspräsidentin Kosovos
Legende: Die 38-jährige Rechtsprofessorin Osmani ist die zweite Frau an der Staatsspitze Kosovos. Reuters
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Nach Wahlen in Kosovo Vjosa Osmani ist neue Staatspräsidentin Kosovos

  • Vjosa Osmani ist die neue Staatspräsidentin Kosovos.
  • Die 38-Jährige wurde vom Parlament in Pristina auf Vorschlag der Regierungspartei Vetevendosje des Ministerpräsidenten Albin Kurti zum Staatsoberhaupt gewählt.
  • Sie erhielt 71 Stimmen und damit die Mehrheit in der Volksvertretung mit 120 Sitzen. 82 Abgeordnete waren anwesend.
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Aus dem Archiv: Vetevendosje gewinnt Parlamentswahlen in Kosovo
Aus Tagesschau vom 15.02.2021.
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Die auch in den USA ausgebildete Politikerin rief nach ihrer Wahl zu einem Dialog mit Serbien auf, um die Beziehungen zwischen beiden Seiten zu normalisieren. Allerdings müsse sich die Regierung in Belgrad zuerst entschuldigen und die Verantwortlichen des Krieges 1998/99 anklagen.

Bereits interimistisch im Amt

Osmani war bereits seit November kommissarisch im Amt, weil ihr Vorgänger Hashim Thaci im Zuge einer Anklage des Kosovo-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag zurückgetreten war. Das Mandat für sie war mit der Übernahme der neuen Regierung um Ministerpräsident Albin Kurti und seiner Anti-Establishment-Partei Vetevendosje abgelaufen. Die Vetevendosje hatte die Parlamentswahl Mitte Februar klar gewonnen.

Einige Oppositionsparteien kritisierten die Wahl Osmanis und erklärten, in einer fragilen Demokratie wie der kosovarischen sei es nicht gut, wenn die Präsidentin, der Ministerpräsident und der Parlamentspräsident aus einer Partei kämen. Osmani ist nicht Mitglied der Vetevendosje, war aber über deren Liste bei der Wahl im Februar angetreten.

Kosovo mit seinen 1.9 Millionen Einwohnern hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, was das von Russland unterstützte Serbien aber nicht anerkennt. Hinter den Kulissen drängt vor allem die Europäische Union auf die Beilegung des Konflikts und pumpt Milliarden in die Region. Alle Westbalkan-Staaten werden als EU-Beitrittskandidaten angesehen.

SRF4 News, 04.04.2021, 20.30 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Frank  (Europäer)
    Wichtigste dass sie in USA ausgebildet wurde. Dann bringt sie Kosovo so Weit wie USA Lateinamerika
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      @ Herr Frank: Nur weil man einen Teil der Ausbildung in den USA gemacht hat muss dies noch lange nicht negativ sein. Das viele Länder in Mittel- und Südamerika arm sind liegt eher an der einheimischen Korruption als an den USA.
  • Kommentar von Jürg Weibel  (JJW)
    @SRF:
    Schreibfehler im zweitletzten Satz: drängt, nicht dringt. Freundliche Grüsse
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Jürg Weibel Danke für Ihren Hinweis. Wir haben das korrigiert. Freundliche Grüsse.
  • Kommentar von Karl Frank  (Europäer)
    Serbien wird sich sicher nicht entschuldigen. Serbien braucht Kosovo nicht. Ohne Kosovo gehet Serbien sehr gut. Alleine Kosovo wird immer schlecht gehen. Immer weniger wird das Geld vom Ausland fliessen. USA haben in Lateinamerika kein Wirtschaftswunder gebracht dann in Kosovo wird der nicht geschehen. In EU werden auch nicht aufgenommen. Kosovo bleibt Armenhaus. Genau wie Bosniaker.
    1. Antwort von Paul Wagner  (päule)
      Aha, der Europäer ist ein freundlicher und toleranter Serbe.
      Schauen Sie, in jedem Land auf dieser Erde gab es Ereignisse auf die man - objektiv betrachtet - nicht unbedingt stolz sein kann. Dann ist das Mindeste was man machen kann, sich hinstellen und sagen: "ok, das war nicht gut, auch wenn das jemand von uns war, sowas macht man nicht" Mit schwarz-weiss-Denken bleibt es bei Krieg, Hass und Tod.