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Nähe von Córdoba Mindestens 24 Tote bei Zugunglück in Spanien

Bei einem schweren Eisenbahnunglück in Spanien sind zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestossen. Der Überblick.

Das ist passiert: Ein schweres Zugunglück ereignete sich am Sonntagabend in der Nähe von Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleisten, wobei mindestens 24 Menschen ums Leben kamen und rund 73 weitere verletzt wurden. 15 Personen erlitten schwere Verletzungen. Die Rettungsarbeiten dauerten die ganze Nacht an, da befürchtet wurde, dass sich noch weitere Opfer in den Trümmern befinden könnten.

Der Unfallhergang: Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Trenitalia entgleiste gegen 19:40 Uhr auf dem Weg von Málaga nach Madrid und geriet auf das benachbarte Gleis. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Gesellschaft Renfe, der von Madrid nach Huelva fuhr, entgleiste daraufhin ebenfalls. «Der Aufprall war so heftig, dass die beiden vorderen Wagen des Renfe-Zuges infolgedessen aus den Gleisen geschleudert wurden», meinte Verkehrsminister Óscar Puente. Diese Waggons stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter und wurden weitgehend zerstört.

Opferzahlen und Rettungseinsatz: Der Iryo-Zug hatte über 300 Passagiere an Bord, der Renfe-Zug rund 200. Insgesamt wurden mindestens 24 Todesopfer bestätigt. Rund 73 Menschen wurden verletzt, davon 15 schwer. Mehr als 70 Verletzte wurden in sechs Spitäler gebracht, einige mussten notoperiert werden. Die Identifizierung der Opfer soll bald beginnen. Regionalpräsident Juanma Morenoschloss nicht aus, dass in den «Trümmerhaufen aus Metall» weitere Leichen liegen könnten. «Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen», schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X.

Verkehrsunterbrechung: Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien sollte den ganzen Montag unterbrochen bleiben. Viele Menschen, die in verschiedenen Städten von Zugausfällen aufgrund des Unfalls betroffen waren, verbrachten die Nacht in Bahnhöfen.

Das ist schon ein extrem ungewöhnlicher Unfall.
Autor: Óscar Puente Spanischer Verkehrsminister

Tragödie wirft Fragen auf: Die Ursache des Unfalls blieb zunächst unklar – die Tragödie gibt Rätsel auf. «Das ist schon ein extrem ungewöhnlicher Unfall», sagte Minister Puente. «Gerade Strecke, ein ziemlich neuer Zug, ein erst jüngst mit einer Investition von 700 Millionen Euro renovierter Streckenteil.» Man müsse nun das Ergebnis der Ermittlungen abwarten. Mehrere von Medien befragte Experten zeigten sich genauso erstaunt. Das Sicherheitssystem hätte einen solchen Unfall eigentlich verhindern müssen, ohne dass der Lokführer eingreift, meinte etwa Ingenieur Jorge Trigueros.

SRF 4 News, 18.01.2026 22 Uhr ; 

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