- Der Schweizer Reiseverband zieht eine Zwischenbilanz zu den Folgen des Iran-Kriegs für die Reisebranche.
- Zwischen Anfang März und Mitte Mai mussten Reisebüros und -veranstalter über 1600 Personen zurückholen.
- Die zusätzlichen Kosten für die Reiseanbieter belaufen sich auf über zwei Millionen Franken.
Der Nahe Osten ist ein Pulverfass. Betroffen sind längst nicht nur Kriegsgebiete, sondern auch Metropolen und wichtige Reise- und Umsteigezentren wie Dubai oder Doha. Auch für Schweizer Reisende hat die Eskalation konkrete Folgen.
Nach Angaben des Schweizer Reiseverbands mussten die Reisebüros zwischen dem 1. März und dem 15. Mai 2026 mehr als 1600 Kundinnen und Kunden aus der Krisenregion zurückholen. Dies geschah mit Sonderflügen oder anderen Rückreiseaktionen.
Viele Reisende waren laut Medienmitteilung nicht nur in der Golfregion gestrandet, sondern auch in Asien oder Australien blockiert.
Insgesamt kam es laut dem Verband zu mehr als 3400 Umbuchungen. Die Reisebüros verzeichneten in dieser Zeit über 20’000 Kundenkontakte. Das schlug für sie mit zusätzlichen Kosten in Höhe von über 2.3 Millionen Franken zu Buche.
Gesetz schützt Reisende bei Pauschalreisen
Wer eine Pauschalreise bucht, ist durch das Bundesgesetz über Pauschalreisen geschützt. Werden also mindestens zwei Reiseleistungen kombiniert gebucht – etwa Flug und Hotel –, trägt der Reiseveranstalter die Verantwortung dafür, dass die Reise ordnungsgemäss durchgeführt wird.
Die Zahlen gelten laut SRF-Wirtschaftsredaktor Manuel Rentsch als aussagekräftig für die Schweizer Branche: «Der Schweizer Reiseverband zählt mehr als 600 Mitglieder, darunter Reisebüros, Reiseveranstalter und Online-Reisebüros. Diese Firmen machen den grössten Teil des Branchenumsatzes aus.»
Swiss fliegt weiter nicht nach Dubai
Auch wenn es zuletzt weniger Schlagzeilen aus den Golfstaaten gab, bleibt die Lage angespannt. Der Flughafen Dubai ist zwar wieder offen, doch die Swiss setzt ihre Direktflüge bis einschliesslich 13. September 2026 aus. Dagegen plant die Swiss, ihre Flüge von und nach Tel Aviv ab dem 1. August 2026 wieder aufzunehmen.
Updates von Swiss
Auch das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät weiterhin von touristischen und nicht dringenden Reisen in mehrere Golfstaaten ab, darunter Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.