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Repatriierung wegen Iran-Krieg Schweizer Reisebüros haben über 1600 Reisende zurückgeholt

  • Der Schweizer Reiseverband zieht eine Zwischenbilanz zu den Folgen des Iran-Kriegs für die Reisebranche.
  • Zwischen Anfang März und Mitte Mai mussten Reisebüros und -veranstalter über 1600 Personen zurückholen.
  • Die zusätzlichen Kosten für die Reiseanbieter belaufen sich auf über zwei Millionen Franken.

Der Nahe Osten ist ein Pulverfass. Betroffen sind längst nicht nur Kriegsgebiete, sondern auch Metropolen und wichtige Reise- und Umsteigezentren wie Dubai oder Doha. Auch für Schweizer Reisende hat die Eskalation konkrete Folgen.

Nach Angaben des Schweizer Reiseverbands mussten die Reisebüros zwischen dem 1. März und dem 15. Mai 2026 mehr als 1600 Kundinnen und Kunden aus der Krisenregion zurückholen. Dies geschah mit Sonderflügen oder anderen Rückreiseaktionen.

Viel Arbeit und grosser Aufwand für Reiseveranstalter

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Mit Beginn des Krieges im Iran errichteten die Schweizer Reiseveranstalter Ende Februar einen 24-Stunden-Pikettdienst. Dieser stand laut Angaben des Reiseverbands in engem Austausch mit den Reisenden, den Behörden sowie lokalen Partnern. Es seien Umbuchungen auf alternative Flugverbindungen vorgenommen worden, Transfers zu anderen Flughäfen sowie in Einzelfällen auch Repatriierungsflüge organisiert worden.

Am meisten Personen wurden demnach aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus dem Oman betreut. «Insgesamt stellte die Situation die Reiseveranstalter vor grosse operative Herausforderungen. Erschwerend hinzu kamen die teilweise erheblichen Preiserhöhungen der Fluggesellschaften, die die Organisation der Rückreisen zusätzlich komplizierten», schreibt der Verband auf Anfrage.

Ausser für Reisen in die Region am Persischen Golf stellen die Reisebüros derzeit laut eigenen Angaben «keine generelle Verunsicherung» fest, was die Ferienbuchungen angeht. «Allerdings zeigt sich eine gewisse Verschiebung hin zu als stabil wahrgenommenen beziehungsweise westlichen Reisezielen», schreibt der Reiseverband. Tendenziell werde kurzfristiger und flexibler gebucht. Gleichzeitig bestehe bei stark nachgefragten Reisen, etwa auf der Langstrecke oder während Ferienzeiten, weiterhin ein klarer Frühbucher-Trend.

Viele Reisende waren laut Medienmitteilung nicht nur in der Golfregion gestrandet, sondern auch in Asien oder Australien blockiert.

Müde Person lehnt auf einem Koffer an einem Flughafenwagen.
Legende: Nach den überraschenden Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar wurde der Luftraum in Teilen der Region zeitweise gesperrt. Das traf auch Schweizer Reisende. Reuters/Mohammad Ponir Hossain (01.03.2026)

Insgesamt kam es laut dem Verband zu mehr als 3400 Umbuchungen. Die Reisebüros verzeichneten in dieser Zeit über 20’000 Kundenkontakte. Das schlug für sie mit zusätzlichen Kosten in Höhe von über 2.3 Millionen Franken zu Buche.

Gesetz schützt Reisende bei Pauschalreisen

Wer eine Pauschalreise bucht, ist durch das Bundesgesetz über Pauschalreisen geschützt. Werden also mindestens zwei Reiseleistungen kombiniert gebucht – etwa Flug und Hotel –, trägt der Reiseveranstalter die Verantwortung dafür, dass die Reise ordnungsgemäss durchgeführt wird.

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Die Zahlen gelten laut SRF-Wirtschaftsredaktor Manuel Rentsch als aussagekräftig für die Schweizer Branche: «Der Schweizer Reiseverband zählt mehr als 600 Mitglieder, darunter Reisebüros, Reiseveranstalter und Online-Reisebüros. Diese Firmen machen den grössten Teil des Branchenumsatzes aus.»

Swiss fliegt weiter nicht nach Dubai

Auch wenn es zuletzt weniger Schlagzeilen aus den Golfstaaten gab, bleibt die Lage angespannt. Der Flughafen Dubai ist zwar wieder offen, doch die Swiss setzt ihre Direktflüge bis einschliesslich 13. September 2026 aus. Dagegen plant die Swiss, ihre Flüge von und nach Tel Aviv ab dem 1. August 2026 wieder aufzunehmen.

Updates von Swiss

Auch das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät weiterhin von touristischen und nicht dringenden Reisen in mehrere Golfstaaten ab, darunter Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Diskutieren Sie mit:

SRF 3 Wirtschaft, 3.6.2026, 7:40 Uhr ; 

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