Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Kampfjet im Iran abgeschossen «Schwer verletzt»: USA retten vermissten Offizier – die Übersicht

Die Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds folgte laut US-Beamten auf einen «Wettlauf auf Leben und Tod».

Gerettet: Der US-Waffenoffizier, dessen Kampfjet über dem Iran abgeschossen wurde und der sich per Schleudersitz retten konnte, ist von US-Spezialkräften bei einem riskanten Kommandoeinsatz gerettet worden. «Wir haben ihn», schrieb Donald Trump auf Truth Social in Grossbuchstaben. Der Mann sei verletzt, befinde sich jetzt aber in Sicherheit. Stunden später präzisierte der US-Präsident, dass der Offizier «schwer verletzt» sei. Der Pilot der am Freitag abgeschossenen F-15E war bereits zuvor gerettet worden.

Flugzeuge.
Legende: Der abgeschossene Kampfjet war vom Typ F-15E Strike Eagle. Reuters/Erin Piazza/U.S. Air Force/Archiv

Gesucht: Die Aktion für das zweite Besatzungsmitglied folgte einem zweitägigen «Wettlauf auf Leben und Tod» zwischen US-amerikanischen und iranischen Streitkräften, um den Offizier zu erreichen, zitierte die «New York Times» US-Beamte. Er sei von «Feinden gejagt worden», sie seien ihm stündlich nähergekommen, schrieb Präsident Trump. US-Spezialkommandos seien zu seiner Rettung «tief in feindliches Gebiet» vorgerückt, flankiert von Dutzenden Kampfjets. Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es schliesslich zu einem «heftigen Feuergefecht» kam. Wie die BBC berichtete, unterstützte der Auslandgeheimdienst CIA die Rettungsoperation. Dieser sei für die Lokalisierung des Soldaten zuständig gewesen und habe zur Ablenkung Falschinformationen im Iran verbreitet.

Überwacht: Begleitet von Hunderten Einsatzkräften konnten die US-Kommandos den verletzten Offizier laut der «New York Times» schliesslich bergen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge verbarg er sich über 24 Stunden im Südwesten des Irans in felsigem Gelände und entging so der Gefangennahme.

Verzögert behandelt: Rettungsflugzeuge flogen den Waffenoffizier nach Angaben der «New York Times» zur medizinischen Behandlung nach Kuwait. Es habe jedoch ein Hindernis gegeben, das die Rettung des Mannes verzögert habe. Zwei Transportflugzeuge, die die Einsatzkommandos und den Waffenoffizier in Sicherheit bringen sollten, hätten im Iran festgesteckt, wurde ein US-Militärbeamter zitiert. Drei Ersatzflugzeuge seien eingesetzt worden, um die US-Soldaten zu bergen. Diese hätten die beiden zurückgelassenen Flugzeuge gesprengt, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fielen.

Erneut US-Fluggeräte abgeschossen?

Box aufklappen Box zuklappen

Bei der US-Rettungsmission seien mehrere Fluggeräte zerstört worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge mit. Dies berichten mehrere Nachrichtenagenturen. Einem iranischen Militärsprecher zufolge befanden sich demnach ein C-130-Militärtransportflugzeug und zwei Black-Hawk-Helikopter unter den abgeschossenen Maschinen. Das US-Verteidigungsministerium reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Ausgeschrieben: Iranische Medien hatten von hohen Geldsummen berichtet, die für die Ergreifung des US-Soldaten versprochen worden sein sollen. Iraner hätten ihre Smartphones gen Himmel gerichtet, um die Rettungsaktion einzufangen, berichtete das «Wall Street Journal». Auf Videoaufnahmen sei zu sehen, wie Iraner in die Luft feuerten und versuchten, US-Helikopter abzuschiessen, die den an der Rettungsaktion beteiligten Maschinen ähnelten.

Gefeiert: Trump hatte in den letzten Wochen immer wieder suggeriert, dass US-Flugzeuge im iranischen Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssten. Denn, so der US-Präsident: Die USA hätten die Lufthoheit erlangt. Dass dann am Freitag die F-15E abgeschossen wurde, liess schwere Zweifel an Trumps Einordnung aufkommen. Nach der Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds feierte Trump die Tatkraft des US-Militärs. Man werde niemals einen amerikanischen Soldaten zurücklassen. Und dass der Rettungseinsatz durchgeführt werden konnte, ohne dass ein Amerikaner getötet oder verwundet wurde, beweise «einmal mehr, dass wir die überwältigende Lufthoheit über den iranischen Luftraum erlangt haben».

Krieg im Iran für Trump extrem riskant

Box aufklappen Box zuklappen

Hätte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst gefunden, hätte die Führung in Teheran dies nach Einschätzung von Experten als Druckmittel nutzen können. Mit weitreichenden Folgen für die US-Regierung. Stefan Reinhart, Leiter der SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten: «Ein tage- oder monatelanges Geiseldrama wäre Trump innenpolitisch extrem gefährlich geworden. Hätte das iranische Regime den US-Soldaten zuerst gefunden, hätte es ihn im Fernsehen gezeigt, wäre das die ultimative Demütigung Trumps, der USA gewesen.»

Holen Sie sich SRF News in Ihr Whatsapp

Box aufklappen Box zuklappen

Die wichtigsten und spannendsten News jetzt bequem auf Whatsapp – einmal morgens (Montag bis Freitag), einmal abends (die ganze Woche): Abonnieren Sie hier den SRF-News-Kanal auf Ihrem Smartphone.

SRF 4 News, 05.04.2026, 7 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel