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Infektionen in Peking: «Man muss davon ausgehen, dass es mehr Fälle sind»
Aus HeuteMorgen vom 15.06.2020.
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Neue Coronafälle in Peking «Der Ausbruch ist sehr ernst»

Nachdem in China über viele Wochen kaum noch neue Covid-19-Ansteckungen gemeldet wurden, war es vergangene Woche auf einem Grossmarkt in der chinesischen Hauptstadt Peking zu einem neuen Ausbruch gekommen. Dutzende neue Ansteckungen wurden gemeldet.

Das schürt Ängste vor einer neuen Welle. Der Markt ist seit Samstag geschlossen. SRF-Nordostasien-Korrespondenten Martin Aldrovandi schätzt die Lage ein.

Martin Aldrovandi

Martin Aldrovandi

Nordostasien-Korrespondent, SRF

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Martin Aldrovandi ist seit 2016 Korrespondent für Radio SRF in Nordostasien mit Sitz in Schanghai. Zuvor hatte er mehrere Jahre lang als freier Journalist aus dem chinesischsprachigen Raum berichtet.

SRF News: Wie ist dieser erneute Covid-19-Ausbruch einzustufen?

Martin Aldrovandi: Er ist sehr ernst. Auch die Regierung kommuniziert das so. In den staatlichen Medien wird es zugegeben. Zudem, und das sorgt für Besorgnis, soll es ausserhalb von Peking zu weiteren Fällen gekommen sein.

Wohnsiedlungen rund um den Markt mussten in Lockdown gehen.

Fälle in anderen Provinzen in Nordchina sind auf diesen Ausbruch auf dem Markt zurückzuführen. Das heisst, es wird jetzt sehr genau beobachtet, wie es weitergeht. Denn einen grossen Ausbruch will hier niemand mehr.

Wie hat die Regierung auf diesen neuen Ausbruch reagiert?

Sie hat alle, die auf dem Markt waren, gebeten, zu Hause zu bleiben. Gleichzeitig sagte die Stadtregierung in Peking, das Risiko einer weiteren Verbreitung sei sehr hoch. Sie hat also eindringlich gewarnt. Wohnsiedlungen rund um den Markt mussten in Lockdown gehen. Die Behörden testen bereits seit Samstag grossflächig Personen, Arbeiter und andere, die dort waren.

In den letzten Monaten waren die Ansteckungszahlen aus China immer mit Vorsicht zu geniessen. Wie sieht es mit den aktuellen Zahlen aus?

Die Zahlen zuvor wurden von vielen Experten als zu niedrig eingestuft. Man ist immer davon ausgegangen, dass die Zahl der Todesopfer, aber auch die Zahl der Ansteckungen wahrscheinlich um ein Vielfaches höher ist. Im Vergleich: Allein Deutschland hat offiziell mehr Fälle als das viel grössere China. Dass die Behörden in Peking diese Fälle nun gemeldet haben, zeigt, dass man die Lage ernst nimmt. Aber man muss davon ausgehen, dass es mehr Fälle sind.

Das Gespräch führte Manuel Rothmund.

Video
Testoffensive in China
Aus Tagesschau vom 15.06.2020.
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SRF 4 News, 15.06.2020, 08:10 Uhr;

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Rene Caduff  (Rene Caduff)
    Die Welt muss jetzt vorsichtig sein mit den Meldungen aus China. 1 Wuhan Stadt Mio Testen ohne Resultat. 2 Neuansteckungen nur aus dem Ausland 3 wieder Lebensmittel Markt 4 Grenzen sind das Problem. Alles was kömmt mit Datum Paralle zu den schritten welche Global in der Pandemie geöffnet werden.Der Präsident meldet Gesundheit zuerst und läsdt seine Wirtschaft anlaufen Die Ärzte finden das natürlich gut und wollen uns im Schock halten mit motivation Videos und Wellen.
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  • Kommentar von Thomas Ludwig  (Tlu)
    Wie war das was Angela Merkel bezüglich China sagte ? : "Wandel durch Handel".
    Das Virus hilft ihr ungemein die Gesellschaft nach ihren Jugendmasstäben umzubrechen.
    Ich will nicht in einer Angstgesellschaft leben, ob wegen eines Virus oder den verursachenden Zuständen...
    Da sage ich einfach Nein dazu.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Das COVID-19-Virus, kontrolliert noch immer die Menschheit, nicht umgekehrt! Daher ist klar, dass sich die Menschheit entsprechend verhalten muss! Die Reise-Maschinerie weltweit, ist absolut ungesund und nicht angesagt weiterhin! Das sollte wohl allen klar sein!
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