Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Neue OECD-Studie Treibstoff-Steuern in den meisten Ländern zu niedrig

  • In 44 untersuchten Ländern, auf die über 80 Prozent der Treibstoff-Emissionen entfallen, sind die Steuern grösstenteils zu niedrig.
  • Das geht aus einer veröffentlichten Vorschau einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor.
Video
Aus dem Archiv: Nationalrat Glättli will höhere Benzinpreise
Aus Rundschau vom 18.09.2019.
abspielen

Auf rund 70 Prozent der CO2-Emissionen aus Brennstoffen in den Industrieländern entfallen demnach überhaupt keine Steuern. Nur in Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und der Schweiz sei der Steuersatz höher als die geschätzten Kosten für CO2-Emissionen. Die Wissenschaftler rechneten mit einem Wert von 30 Euro pro Tonne CO2.

«Energiesteuern sind nicht die einzige Lösung, aber ohne sie können wir den Klimawandel nicht stoppen», erklärte der Generalsekretär der OECD, José Angel Gurría. Wenn die Besteuerung der meisten umweltschädlichen Brennstoffe bei Null liege, bestehe auch kaum Anreiz zur Veränderung, fügte er hinzu.

In den meisten Ländern wird etwa Kohle kaum oder gar nicht besteuert. Dabei entfalle fast die Hälfte aller energiebedingten CO2-Emissionen darauf, kritisierten die Autoren. Die Nichtbesteuerung von Kraftstoffen im Flug- und Schiffverkehr führe zudem dazu, dass Menschen, die häufig Langstreckenflüge nutzen oder mit dem Schiff reisen, ihre Klimaschulden nicht begleichen müssten.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Helmut Meier  (Helmu)
    In der Schweiz wird 60% des Stroms für die Industrie gebraucht: Auf wie manchem Industriedach (riesen Flächen) gibt es Solar?
  • Kommentar von u. Felber  (Keule)
    Aha: in "der Schweiz sei der Steuersatz höher als die geschätzten Kosten für CO2-Emissionen"! Besten Dank. Aber warum muss denn der Zuschlag nochmals um 50Rappen der Liter nach oben, wenn die Emissionen schon gedeckt sind? Muss der Autofahrer noch mehr "Fremdfinanzieren"? Hört endlich auf uns Anzulügen und uns Auszunehmen!
    1. Antwort von toufiq ismail  (time)
      Hallo Keule! Unsere Kammern diskutieren um CO2-Abgabe auf TREIBSTOFFE. Gemäss dieser Studie ist die Schweiz bei den BRENNSTOFFEN (also Heizöl und Erdgas) ok mit den Abgaben aber sicher nicht bei Benzin und Diesel.
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Man sollte die Einkommenssteuer abschaffen und durch eine Treibstoffsteuer ersetzen. Es ist Irrsinn die Arbeit zu bestrafen und das Umweltschädigen zu subventionieren, wie es heute passiert.
    1. Antwort von Helmut Meier  (Helmu)
      @Vera Kehrli: leider haben wir es abgelehnt, die Mwst. ab zu schaffen und die graue Energie zu besteuern. Ich habe diesen Vorschlag als gut empfunden und ja gestimmt. Einkommenssteuer abschaffen ist nicht durchdacht, da das Einkommen nichts mit Umweltbelastung zu tun hat.