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Neue Studie der OECD Rohstoffkreisläufe müssen geschlossen werden

Der Materialverbrauch wird sich in den nächsten 40 Jahren verdoppeln. Das könnte ernsthafte Folgen für die Umwelt haben.

Legende: Audio OECD sieht Ziele des Pariser Klimaabkommens in Gefahr abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
01:27 min, aus HeuteMorgen vom 22.10.2018.

Die Zahlen im OECD-Bericht zum weltweiten Materialverbrauch sind beeindruckend. 167 Milliarden Tonnen dürfte der jährliche Verbrauch von Werkstoffen wie zum Beispiel Sand, Kies, Metalle oder Biomasse im Jahr 2060 sein – mehr als doppelt so viel wie 2011. Grund dafür ist, dass die Bevölkerung auf unserem Planeten auf rund 10 Milliarden Menschen ansteigen wird. Und der steigende Wohlstand zieht eine verstärkte Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen mit sich.

Das Problem: Damit dürfte sich auch der Ausstoss von klimaschädlichem CO2 durch den steigenden Materialverbrauch fast verdoppeln auf 50 Milliarden Tonnen. Bei Metallen wie Kupfer oder Nickel seien die Umwelteinflüsse pro Kilo besonders hoch. Bei Beton, Sand und Kies indes machten die gigantischen Mengen die Auswirkungen auf die Umwelt aus.

Müllberg mit Kind, das sammelt
Legende: Die Studienautoren setzen Hoffnung in das Recycling von Materialien und die Reduktion von Abfall. Reuters

Ihr Fazit: So könnten die Ziele des Pariser Klimaabkommens bei weitem nicht eingehalten werden. Dabei rechnet die OECD bereits ein, dass dank laufender Verbesserungen weltweit Produkte effizienter hergestellt werden können. Ohne das wäre die Umweltbelastung noch grösser.

Um da Gegensteuer zu geben, brauche es einen effizienteren Umgang mit Ressourcen. Die Rohstoff-Kreisläufe müssten geschlossen werden. Grosse Hoffnungen setzen die Studienautoren der OECD auf das Recycling von Materialien, die Reduktion von Abfall und auf neue Technologien, die den Verbrauch von Materialien reduzieren könnten. Und es brauche gezielte Inputs der Politik, um die Emissionen zu senken.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Baumann (Andreas Baumann)
    So Langsahm hab ichs satt des Ganze Theater zu lesen , geht doch rein wie alles nur um Kohle . seit Jahren Schlucken wir Plastik an Mass . und was wird dagegen Unternommen . loool Plastiksäcke aus den Läden Verbannen aber Weiterhin gaaanz Tapfer allen Seich in Plastik verpacken . und das ist nicht nur bei Plastik so. Meine Meinung ist klar , Die wo wirklich was ändern können und in Ihren Luxus Karossen sitzen haben eh das Denken nach mir Die Sintflut. wir werden mit System vergiftet das ist fakt
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      'Die wo wirklich was ändern können' ich denke, die können gar nichts ändern, denn die sind - und sogar hermetisch abgesichert - ganz in ihrer crazy Welt eingeschlossen. Die merken gar nicht mehr, dass sie die Supergeisseln eines entfesselten Materialismus sind. Je länger desto mehr bin ich der Überzeugung, dass gerade, diejenigen du's+ich's, denen es recht gut geht, aber die dennoch nicht so abgespaced sind, dass sie von allem nichts mehr mitbekommen, diejenigen sind, die verändern ...
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Das Kann nicht, das WIRD ernsthafte Folgen haben. Nicht nur für die Umwelt, sondern schlicht und ergreifend auch für uns. Wir sollten aufhören von der Umwelt zu reden, denn wir sind Welt. Eine jede, ein jeder von uns. Was wir der Erde antun, tun wir uns an, unseren Kindern und Kindeskindern so einfach.
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      "Das Kann nicht, das WIRD ernsthafte Folgen haben"... es hat längst ernsthafte Folgen! Wir hätten schon vor 1000en Jahren Teil des ganzen ausgeklügelten Ökosystems sein, uns entsprechend verhalten müssen, hat die grosse Masse aber nicht, denn sie ist etwas Besonderes u.das Paradies wartet auf sie... Dank so viel Arroganz, Dummheit+Dekadenz ist das Ökosystem nun am Kippen, Artenvielfalt in Fauna+Flora schrumpfen dramatisch, Ressourcen schwinden... dennoch wird zügellos weiter reproduziert.
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  • Kommentar von Charles Morgenthaler (ChM)
    @SRF: Weltweiter Materialverbrauch 167 Millionen Tonnen? Alles inbegriffen, Sand, Kies, Metalle, Holz etc. Das kann doch kaum stimmen, sollte das nicht Milliarden Tonnen heissen?
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