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Klimakrise: Unicef vermutet Bedrohung für eine Milliarde Kinder weltweit
Aus SRF 4 News aktuell vom 20.08.2021.
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Neuer Bericht der Unicef Klimawandel gefährdet fast jedes zweite Kind extrem stark

  • Fast jedes zweite Kind weltweit ist nach Schätzung von Unicef durch die Auswirkungen des Klimawandels «extrem stark gefährdet».
  • Betroffen seien rund eine Milliarde von 2.2 Milliarden Mädchen und Jungen weltweit, heisst es im Klima-Risiko-Index für Kinder.
  • Es ist der erste solche Bericht, den das UN-Kinderhilfswerk in dieser Form veröffentlicht.

Im Bericht sind acht klima- und umweltbedingte Gefahren wie starke Luftverschmutzung, Wasserknappheit und Krankheiten infolge der Erderwärmung als Einzelgefahren definiert, die dann zu einer von fünf Bedrohungsstufen zusammengefasst werden.

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Aus dem Archiv: Unicef warnt vor Bildungskrise wegen Covid-19
Aus Tagesschau vom 03.03.2021.
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Zudem sei fast jedes Kind von einer der acht Gefahren bedroht, erklärte Unicef bei der Veröffentlichung des Index anlässlich des dritten Jahrestages des Klimastreiks.

Legende: In den 33 Ländern der gravierendsten Klasse «extrem stark gefährdet» leben zwar eine Milliarde Kinder, doch verursachen diese Nationen nur neun Prozent der weltweiten Emissionen. Reuters/Archiv

Bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Berichts forderte Klimaschützerin Greta Thunberg erneut Politiker weltweit zum Handeln auf. Der Index zeige, dass Kinder stark von der Klimakrise betroffen seien, obwohl sie wenig zu deren Entstehung beigetragen haben. «Wir sind aber nicht nur Opfer, wir führen auch den Kampf gegen die Krise an», sagte Thunberg. «Aber wir brauchen ihre Hilfe.»

Am heftigsten betroffen sind Kinder in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, in Nigeria, Guinea und Guinea-Bissau. Die Schweiz liegt in dem Index der am stärksten betroffenen Länder auf Rang 147 von 163. Der Bericht ergab unter anderem, dass eine Milliarde Kinder von extrem hoher Luftverschmutzung betroffen seien.

920 Millionen litten unter Wasserknappheit

Weitere 820 Millionen seien stark betroffen von Hitzewellen, 400 Millionen von Wirbelstürmen, 330 Millionen von Fluss- und 240 Millionen von Küsten-Überschwemmungen. Generell benötigten Kinder mehr Nahrung und Wasser je Kilogramm Körpergewicht als Erwachsene, sie seien weniger in der Lage, extremes Wetter zu überleben und anfälliger für Temperaturschwankungen und Krankheiten, hiess es weiter.

Wir sind aber nicht nur Opfer, wir führen auch den Kampf gegen die Krise an
Autor: Greta Thunberg Klimaaktivistin

Unicef fordert unter anderem, Kinder stärker in nationale und internationale Entscheidungsprozesse einzubeziehen, Klimaschutz besser an sie zu vermitteln und mehr in Dienstleistungen zu investieren, die besonders schutzbedürftigen Kindern zugutekommen, beispielsweise in den Bereichen Wasser, Sanitär und Bildung.

SRF 4 News aktuell, 20.08.2021, 03:30 Uhr;

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Kunz  (CK124)
    He nu, der Klimawandel bringt viele Konsequenzen.
    Wir können sie täglich Auflisten.
    Wir können sie die nächsten 100 Jahr gar nicht abwenden, nur hoffen sie 8n 200 Jahren zu Stabilisieren.
    Der Kampf ist schon verloren.
    1. Antwort von Roman Kiser  (Xanthyras)
      Das bereits ausgestossene Treibhausgas bleibt mindestens 100 Jahre in der Luft, und das können wir nicht mehr rückgängig machen. Soweit richtig. Was wir aber vermeiden können ist, dass wir die Auswirkungen durch zukünftigen Austoss nochmal extrem verschlimmern. Also müssen wir trotzdem jetzt handeln, auch wenns was kostet.
    2. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Es gibt Technologien, um das CO2 wieder zu binden. Sie sind noch teuer, aber vorhanden.

      "Wir können eh nichts mehr tun" ist die neueste Argumentationslinie derer, die schon zuvor nichts tun wollten.
  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Wenn man die zahlreichen und überdimensionierten Personenwagen auf unseren Strassen sieht, würde niemand denken, dass der Klimawandel ein Problem sein könnte!
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es ist schon erstaunlich, wie viel Schweizer und auch andere Europäer so tun, als ob sie das Elend (s.oben!) gar nicht so richtig angeht. Vielleicht ist es auch Verdrängung. Von recht vielen Rechtskonservativen kommt fast nur Polemik gegenüber griffiger Klimapolitik (Geldprimat gegen das Leben anderer!!. Klimapolitik müsste im Grund international, global sein. Denn die Armen im Süden leiden am meisten unter der Klimaerwärmung, obwohl sie dem Klima viel weniger schaden als wir Industrieländler.
    1. Antwort von Urs Felber  (ursus felber)
      Ja, und vor der Klimadiskussion hat der Süden unter grassierendem Hunger gelitten. Der Süden leidet schon seit Jahrhunderten und es ändert sich nichts und wenn diese „Krise“ vorbei ist kommt eine neue“Krise im Süden“. Und auch da wird der Böse Norden schuld sein. Etwas polemisch ausgedrückt, versteht sich.